Sonntag, 16. August 2009

Die Gänge der Lübecker Altstadt und das Weltkulturerbe

Ich, als Hamburger, beneide die Bewohner unserer "Schwesterstadt", der "Königin der Hanse" um ihre Altstadt. Während man in der Hamburger Innenstadt nach Geschäftsschluss ohne weiteres die meisten Bürgersteige hochklappen könnte, hat Lübeck eine lebendige, attraktive, sehr kompakte Altstadt, die auch abseits der erhaltenen historischen Bauten sehens- und erlebenswert ist.
Aber natürlich sind es die historischen Bauten, darunter natürlich die berühmten Gänge, denen die Lübecker Altstadt ihren Platz auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste verdankt:
Wie in anderen Großstädten des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit, gab es auch in Lübeck eine große Anzahl von Tagelöhnern und Trägern. Meist wohnten sie in kleinen, "Buden" genannten Häusern, die dicht aneinander gedrängt auf Eckgrundstücken, an den Rückseiten der Bürgerhäuser oder im inneren Bereich der Wohnblöcke standen. Die versteckt gelegenen Wohnbereiche wurden Gänge oder Gangviertel genannt.
Mittelalterliche Buden sind kaum noch erhalten, da man erst in der Mitte des 16. Jahrhunderts begann, auch steinerne Buden zu errichten. Ab dieser Zeit zog auch wohlhabendere Bürger in die Gänge, denn Lübecks Altstadt liegt auf einer Insel, und das lübische Bürgerrecht war lange Zeit an einen Wohnsitz in der "ummauerten Stadt" gebunden. Heute gibt es in Lübeck noch etwa 90 Gänge. - In Hamburg gewannen hingegen die "Anforderungen an eine moderne Metropole" über den Denkmalschutz der noch noch erhaltenen Gängeviertel, soweit sie nicht schon dem Großen Brand von 1842, der "Kahlschlagsanierung" des frühen 20. Jahrhunderts und den Kriegszerstörungen des 2. Weltkriegs zum Opfer gefallen waren. (Hierzu schrob Magerfettstufe einiges: Hamburgs Gängeviertel verkommt.)
Ich beneide deshalb eine gute Freundin um um ihr kleines, wenn auch verhältnismäßig "neues" Ganghaus in der Lübecker Altstadt.
Allerdings hat das Leben als Ganghausbewohner auch weniger idyllische Seiten:
"Ich habe vor gut einem Jahr zwei Türen in meinen Gang eingebaut", sagt Thomas Haake, Besitzer eines Hauses in der Straße "Engelswisch". Durch sein Haus läuft der "Hellgrüne Gang". Der Lübecker Architekt fühlt sich durch Touristenmassen gestört, die an seinem Kaffeetisch vorbeiziehen. Zu Tausenden fielen sie ein, machten Lärm und ließen Abfall liegen.
"Als ich vor 25 Jahren einzog, gingen hier drei Touristen täglich durch - wir waren ja noch nicht Weltkulturerbe", so Haake.
Lübecker Nachrichten: Lübecker Altstadtbewohner sperren Touristen aus.

Eine durchaus verständliche Reaktion - die aber Folgen haben könnte: Die Gänge, so eng sie sind, sind öffentliche Wege die man als Anwohner nicht so ohne weiteres absperren darf. Außerdem könnte eine Sperrung der Gänge Lübecks Status als Weltkulturerbe gefährden.
Das Problem des "Lebens wie im Museum" kennen auch die Bewohner anderer historischer Altstädte - vor kurzem erst unterhielt ich mich mit einer entnervt aus der historischen Innenstadt von Rothenburg ob der Tauber weggezogenen Frau. Allerdings ist das Problem in der engen Gängen Lübecks buchstäblich drängend.

Nachtrag: Hamburg: Künstler besetzen Gängeviertel (indymedia).

Freitag, 14. August 2009

Hysterie um Kinderfotos

Der Anlass war diese kleine Notiz beim "Che" Textil und undersexed?, aber im Zuge meiner Recherchen hat sich der thematische Schwerpunkt stark geändert. Denn ob erwachsene Frauen, im Unterschied zu den ´80ern und ´90en, nichts mehr von "oben ohne" oder FKK halten, ist allein ihr Ding.
Anders sieht es mit dem Verhältnis zur "kindlichen Nacktheit" aus.
Da gab mir dieser Aufsatz auf "telepolis" neulich zu denken: Ab wann braucht mein Kind ein Feigenblatt?

Ich kann zwar bis zu einem gewissen Grad die Besorgnis einiger Eltern verstehen, die Angst vor Spannern mit Handykameras haben, aber meines Erachtens schlägt die Sorge oft in Hysterie um. Denn die reale Gefahr der sexualisierten Kindesmisshandlung droht eher innerhalb der Familien. Oder von Vertrauenspersonen, die das in sie gesetzte Vertrauen missbrauchen - in einem aktuellen Fall war es ein Sportlehrer. Laut BKA werden fast drei Viertel der sexuell motivierten Übergriffe auf Kinder von Tätern aus dem unmittelbaren, familiären Umfeld begangen.

Glücklicherweise geht der reale "sexuelle Missbrauch" (sexualisierte Kindesmisshandlung) seit Jahren zurück. Aber offensichtlich nimmt zur gleichen Zeit nicht nur die Angst zu, sondern sie verlagert sich auch - weg aus dem tatsächlich gefährlichen "Nahbereich", hin zum "bösen Fremden". Ich traf neulich eine junge Mutter, die sich nur schreckliche Angst vor "den kranken Hirnen, die überall lauern" äußerte, sondern auch alarmiert war, dass manche Kameras automatisch die geographischen Koordinaten ermitteln und in der Bilddatei ablegen. Ihr Alptraum, über den ich mich hier ausdrücklich nicht lächerlich machen will, ist die Vorstellung, dass jemand ihre kleine Tochter nicht nur heimlich fotografieren, sondern auch sofort ins Internet stellen würde, mit der automatischen Angabe, wo "andere Triebtäter" ihre Tochter finden könnten. Sexualverbrechen sozusagen nach "Online-Katalog".
Die Frau tut mir wirklich leid. Denn die panische Angst ist nicht auf ihrem Mist gewachsen. Sie ist Opfer einer völlig schiefen Darstellung des Problems in den (sensationsgeilen) Medien - und auch von politischer Seite.
Ich vermute, dass unsere - auch meine - Wahrnehmung von Nacktheit, durch die Medien, insbesondere auch die Werbung, ("Sex sells") sexuell aufgeladen wird.
In Zeitschriften, auf Internet-Klickstrecken, im Fernsehen und Kino ist der Großteil von Nacktszenen mit sexuellen Handlungen oder Gefühlen verbunden. Gerade junge Menschen sind deshalb chronisch übersext (- und, wie ich vermute, zugleich chronisch untervögelt).
Was m. E. zu der von Che aufgegriffenen "neuen Verklemmtheit" beiträgt: welche Frau legt sich schon "oben ohne" in die Sonne, wenn sie ständig darauf gestoßen wird, dass unzählige Männer sie dann auf ein Lustobjekt reduzieren?
Es ist meiner Ansicht nach vor allem auf diese verkürzte Wahrnehmung "Nacktheit - Sex" zurückzuführen, wenn Bilder von nackten Kinder automatisch mit "Kinderpornographie" gleichgesetzt werden. In dieser Hinsicht stimme ich unserer sonst nicht immer durch Sachkenntnis überzeugenden Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen voll und ganz zu: Bei Kinderpornographie geht es nicht um nackte Kinder, sondern um die Misshandlung von Kindern vor der Kamera.

Die Berichte in den Medien suggerieren, dass jederzeit und überall Pädophilie auf ihre Opfer lauern. Wobei es ja schon ein populäres Missverständnis ist, Pädophile und "Kinderschänder" gleichzusetzen. Die meisten sexualisierten Gewalttaten gegen Kinder werden von Nicht-Pädophilen verübt. Zum Beispiel, weil ein kindliches Vergewaltigungsopfer (um ein Extrembeispiel zu nennen) sich nicht wie ein erwachsenes Opfer wehren kann. Weil viele Sexualstraftäter mindestens ebenso sehr vom "Rausch", Gewalt gegen ein hilfloses Opfer auszuüben, motiviert sind, wie von sexuellem Verlangen. Ein "Pädo" kann gefährlich sein, ist es - muss aber nicht. Ein wesentlicher, aber sträflich vernachlässigter, Punkt bei der Vorbeugung von Sexualverbrechen ist es, potenzielle Täter nicht zum Täter werden zu lassen. Aber Präventionsarbeit mit Pädophilen ist weniger populär als Forderungen nach drakonischen Strafen. Die erst dann greifen, wenn es schon zu spät ist.
Mit Blick auf das konkrete sexuelle Verhalten gelingt es einem Teil der betroffenen Männer, seine sexuellen Impulse lebenslang auf der Fantasieebene zu belassen. Auf keinen Fall ist daher die Diagnose Pädophilie oder Hebephile mit sexuellem Kindesmissbrauch oder sexueller Ausbeutung durch Kinderpornografienutzen gleichzusetzen.
(Zitiert aus Charité Berlin - Kein Täter werden - auch nicht im Netz)
Damit will ich reale Gefahren nicht verharmlosen - im Zweifel ist es richtig, einen "spannerverdächtigen" Mann (sehr viel seltener: Frau) mal laut und deutlich zu fragen, was er da macht. Was gegen echte Spanner übrigens sehr wirksam ist ...
Etwas Besorgnis ist gut - ständige Angst hingegen gefährlich. Man male sich einmal aus, wie Kinder aufwachsen, deren Eltern hinter jedem Busch einen Spanner mit Digitalkamera vermuten, der die heimlich geknipsten Bilder von den Kleinen ins böse Internet lädt.

Übrigens, noch etwas zum von mir gern zitierten Spruch: "Früher gab es auch nicht weniger Pädophile - aber kein Privatfernsehen":
Mitte der 1990er Jahre gab es eine Debatte um sogenannte FKK-Hefte, die damals offen im Zeitschriftenhandel verkauft wurden, in denen überwiegend Nacktfotos von Kindern und Jugendlichen gezeigt wurden, jedoch ohne Informationen oder sonst erkennbaren Bezug zur Freikörperkultur - was bedeutet, dass "FKK" ein Euphemismus war. Es ist zu vermuten, dass viele dieser Hefte als "Wichsvorlagen" dienten. Obwohl sich einige der Fotos im Graubereich der Posing-Fotos bewegt haben sollen, handelte es dabei durchweg nicht um Kinderpornographie im gesetzlichen Sinne - weshalb diese Hefte auch nicht schlicht verboten, eingesammelt und eingestampft, sondern als "jugendgefährdend" indiziert wurden. In der damaligen öffentlichen Debatte wurde das aber nicht immer klar.
An dieser Stelle kommt das Privatfernsehen ins Spiel, konkret der Moderator der damals populärsten RTL-Talkshow, Hans Meiser. In einer Sendung, die ich 1995 selbst sah. Ja, ich gebe zu, damals sah ich ab und an noch nach Feierabend Seicht-TV - habe ich mir inzwischen erfolgreich abgewöhnt, was bei einem Programmniveau zum Abgewöhnen auch nicht weiter schwer war. In dieser Sendung zeigte Meiser eine Broschüre des DFK, auf dessen Titelbild ein kleines nacktes Mädchen beim Baden im Meer abgebildet war. Dabei fragte er, ob solche Bilder nicht fehlgeleitete Menschen den Weg in die FKK-Vereine weisen könnten. Selbst wenn ich davor ausgehe, dass Meiser es gut gemeint haben könnte, und die FKK-Vereine nur vor Formen der Werbung, die auch Pädophile ansprechen könnte, warnen wollte, war ich erst einmal baff.
Wie ich später erfuhr, war der DFK auch reichlich und zurecht sauer, denn damit geriet auch ein völlig seriöser Verein in den Verdacht, Teil der "kinderpornographischen Grauzone" zu sein - auch wenn Meiser das natürlich niemals so gesagt hatte.
Ich weiß nicht, ob es noch weitere Fälle in der Art der Meiser-Talkshow gab, ich könnte es mir aber sehr gut vorstellen.

Ich vermute, dass die Hysterie nicht zufällig zugenommen hat, aber auch nicht, dass sie zentral geschürt wird. Es überwiegt meiner Ansicht nach bei Politikern der Typus des ängstlichen Angstmachers, des unsicheren Sicherheitsverkäufers, in den Medien hingegen die des Sensationsverkäufers - nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten, und Sex & Crime gehen immer. Dass ängstliche Menschen sich leichter beherrschen lassen, wissen Politiker und "Sicherheitsexperten" sowieso.
Terrorismus ist überall, an der Schweinegrippe-Pandemie sterben die Menschen wie Fliegen, und in den Parks lauern zehntausende Kinderschänder ihren Opfern auf. Da muss doch knallhart und rücksichtlos durchgegriffen werden!

Donnerstag, 13. August 2009

S.Y. Woodstock

Es war vom 15. August bis 17. August 1969 geplant, dauerte dann bis zum 18. und fand nicht bei Woodstock statt:
Das "Woodstock Music and Art Festival", das berühmteste Open-Air Musikfestival überhaupt. Es markiert den Zeitpunkt, an dem eine vormalige Minderheitenkultur den Pop-"Mainstream" eroberte.
Wahrscheinlich war "Woodstock" auch deshalb legendär, weil es trotz der unkontrollierten und unkontrollierbaren Menschenmenge zu keinen nennenswerten Gewalttätigkeiten kam.
Wie auch immer: die Legende "Woodstock" überlebte und gewann beinahe mythische Züge.

Was könnte auch dem Mythos werden? Eine nicht ganz ernst gemeinte "Zukunftsvision" sieht so aus:
sy-woodstock-02

sy-woodstock-01

Die Raumyacht S. Y. WOODSTOCK.
Angesiedelt im "Star Trek"-Universum. Das Modell baute ich für den Star Trek Con "Con Course 3" im Jahre 1993.
Das Modell sollte ursprünglich ein "Heavy Shuttlecraft" der "Wostok"-Klasse darstellen, im "Star Trek"-Universum der Vorgängertyp der bekannten "Runabouts" der Fluss-Klasse, bekannt aus "Deep Space 9". Leider sah dann die "offizielle" Wostok-Klasse doch anders aus, so dass ich mein Modell zur "Wos'chod-Klasse" umdefinierte.
Meine Idee war, dass ein von Star Fleet ausrangiertes Kleinraumschiff von Privatleuten in Eigenarbeit wieder flott gemacht und im "Hippie-Bus"-Manier bemalt und ausgestattet wurde. Anregung war die originale "Star Trek"-Folge "The Way to Eden" aus dem Jahre 1969 (deutscher Titel: "Die Reise als Eden") in Fankreisen besser als "die Folge mit den Weltraum-Hippies" bekannt. Der Gedankensprung von Wos'chod zu WOODSTOCK entbehrte dann, wie Spock sagen würde, nicht einer gewissen Logik.
(Nein, es hat keine Plüschborten an den Fenstern - aber das Cockpit ist innen mit rotem Kunstfell verkleidet.)
Später erfand ich eine Geschichte um die Raumyacht WOODSTOCK, auf die ich heute allerdings wenig stolz bin. Fan-Fiction ist sowieso wegen der Urheberrecht eine heikle Sache.

Dienstag, 11. August 2009

Der Starfighter-Mythos (3)

Nach längerer Pause - der dritte und letzte Teil meines Beitrags über den Starfighter-Mythos.
F-104 - der Starfighter-Mythos - Teil 1
F-104 - der Starfighter-Mythos - Teil 2

Persönliche Anmerkung: Die Verzögerung liegt nicht allein daran, dass ich in den letzten Tagen wenig Zeit und Neigung zum Bloggen hatte. Ich war, im Zuge meiner Recherchen, irritiert darüber, dass die Gründe, die zur Anschaffung des Lockheed-F-104-G Starfighter führten, sehr viel vernünftiger - im Sinne eine instrumentellen Vernunft, im Rahmen einer fragwürdigen Militärpolitik, aber immerhin - waren, als ich zuerst vermutete. Ich vermutete eine Mischung aus Stiefelleckerei gegenüber dem "großen Bruder" USA und Korruption auf Seiten der Politiker und irrationaler Lust an einem gefährlichen "Spielzeug" auf Seiten der vom Starfighter begeisterten Piloten.

3. Aus welchen Gründen wurde der Starfighter überhaupt angeschafft?
Generalleutnant Werner Panitzki, bis 1965 Generalinspekteur der Luftwaffe, kritisierte in einem Interview die Beschaffung des Kampfflugzeugs als eine "rein politische Entscheidung".
Dennoch ist die "militärische Komponente" bei der Beschaffung eines teuren Waffensystems nicht ganz zu vernachlässigen - auch wenn der F-104 G Starfighter nicht das Flugzeug war, das Panitzki angeschafft hätte.
Die deutsche Luftwaffe war 1958 mit Kampfflugzeugen ausgerüstet, die größtenteils gebraucht von anderen NATO-Luftwaffen beschafft worden waren, von denen die Bundesluftwaffe befürchtete, dass sie auf mittlere Sicht den Flugzeugen des Ostblocks nicht gewachsen seien. Außerdem erschwerte die Typenvielfalt die Einsatzplanung und Logistik. Deshalb befürworteten der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Strauß und die Bundesluftwaffe die Einführung eines modernen Mehrzweck-Kampfflugzeugs, um die bisherigen verschiedenen Kampfjet-Typen F-86F Sabre, F-86D Sabredog, F-84F Thunderstreak und RF-84F Thunderflash sowie die Hawker F.101 Sea Hawk der Marineflieger zu ersetzen. Also sollten die Rollen Abfangjäger, Luftüberlegenheitsjäger, Jagdbomber, Aufklärer und Seekampfflugzeug von einem Flugzeugtyp übernommen werden. Das Anforderungsprofil war entsprechend anspruchsvoll:
  • Doppelte Schallgeschwindigkeit
  • Fähigkeit konventioneller und nuklearer Waffenzuladung
  • Allwetterfähigkeit
  • Flugzeug mindestens als Vorserienmodell vorhanden
Um es kurz zu machen: 1958 gab es so ein Flugzeug einfach nicht!
Zu den schwer zu erfüllenden, letztendlich politisch begründeten, Anforderungen an das zu beschaffende Flugzeug kamen zwei weitere politische Forderungen, die beide von Verteidigungsminister Strauß energisch vertreten wurden. Die eine war die "nukleare Teilhabe" - zu der Frankreich nicht, die USA aber gern bereit waren. Das begünstigte folgerichtig US-Hersteller. (Die Angaben in der Wikipedia, dass der Starfighter zunächst gänzlich ohne konventionelle Bewaffnung gekauft werden sollte, kann ich nicht bestätigen. Das schon vor der Entscheidung für den Starfighter beschlossene sehr breite Anwendungsprofil für das neue Kampfflugzeug der Bundeswehr spricht dagegen.)
Der zweite Grund war industriepolitischer Natur: durch die Lizenzfertigung von ausländischen Flugzeugen sollte die westdeutsche Luftfahrtindustrie das nötige Know-How zum Bau eigener moderner Flugzeuge -auch Kampflugzeuge - erwerben. Nur Hersteller, die dazu bereit waren, kamen in Frage.

Als die Entscheidung schließlich getroffen wurde, standen von ursprünglich vierzehn Flugzeugmustern noch drei Kandidaten zur Auswahl: der Lockheed F-104 Starfighter, die französische Dassault Mirage III A und die Grumman F11F-1F Super Tiger. Von der Mirage III A und der Grumman F11F-1F standen zu diesem Zeitpunkt nur Prototypen zur Verfügung, während der Starfighter schon in Serie gefertigt wurde, wenn auch in Versionen, die für die Bundesluftwaffe nicht in Frage kamen.
Dennoch hatte Helmut Schmidt, damals verteidungspolitischer Sprecher der SPD, recht: die Bundeswehr kaufte mit dem F-104-G die Katze im Sack, denn das Flugzeug, das die Bundeswehr letztendlich gekauft hat, existierte Ende des Jahres 1958 tatsächlich erst auf dem Papier. Allerdings hätte auch die Mirage III erheblich umkonstruiert werden müssen, um dem Anforderungsprofil der Bundeswehr auch nur halbwegs zu entsprechen. Zudem war sie 1958 noch im Vorserienstadium. Sie wäre also ebenfalls eine "Katze im Sack" gewesen. Über die Eignung des Grumman F11F-1F "Super Tiger" lässt sich kaum etwas sagen, dieses Modell ging nie in Serie.
Das Streben nach einem Mehrzweckflugzeug ist typisch für die Bundesluftwaffe. Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem Starfighter und seinen Nachfolgern - dem in den USA beschafften F-4F Phantom II, dem Tornado und schließlich dem Eurofighter Typhoon - liegt darin, dass diese Flugzeuge von vornherein als Mehrzweckmaschinen konzipiert worden waren. Der Starfighter war als "point defense interceptor" konzipiert, als als ein Jagdflugzeug, das auf eine kurze Vorwarnzeit regiert, so schnell wie möglich die Flughöhe eines angreifenden Flugzeugs erreicht, um ein eng umrissenes Gebiet zu verteidigen. Die USA wandten sich damals von diesem Konzept zugunsten des Langstrecken-Abfangjägers ab - das war der Hauptgrund dafür, dass die U.S. Air Force relativ wenige Starfighter beschaffte. Ein weiterer Grund, der aus US-Sicht gegen die F-104 sprach: das Konzept des Luftkampfs galt seit der Entwicklung von "Fire-and-forget" Luft-Luft-Raketen als veraltet - voreilig, wie die Erfahrungen in Vietnam zeigten. Für die kleine und eng besiedelte Bundesrepublik, die nahe an den Luftstützpunkten des potenziellen Gegners lag, war das Konzept "point defense" nahezu alternativlos. Der Starfighter war nicht nur ein hervorragender Höhenjäger, sondern hatte auch sehr gute Tiefflugeigenschaften, was wichtig war, da man seitens der Bundeswehr mit tieffliegenden Jagdbombern als Gegner rechnete.
So gut der Starfighter als "Luftverteidiger" war, so fragwürdig war sein Einsatz als Jagdbomber - die schwere Waffenlast beraubte dem "Zipper" seinen Charakter als agiles Jagdflugzeug. Es haperte auch bei der geforderten Allwetterfähigkeit.

Währen die Anforderungen des Verteidigungsministeriums anders gewesen, wäre sicher auch ein anderes Flugzeug in Frage gekommen. Innerhalb des politisch gesteckten Rahmens war die F-104-G offensichtlich die beste Alternative - auch ohne die meines Erachtens sehr wahrscheinlich geflossenen Schmiergelder. Wie der "Spiegel" in den 1960er Jahren zu der Ansicht kam, dass die Mirage III in jeder Hinsicht die bessere Alternative gewesen sei, ist aus meiner Sicht rätselhaft. Ihr Triebwerk war weniger hoch entwickelt, ihre Avionik weniger ausgefeilt - immerhin hatte die F-104-G ein vollwertiges Trägheitsnavigationssystem. Hinzu kommt, dass die Mirage III ein "hoch & schnell"-Jäger war, eine Jagdbomberversion hätte, um die Bombenlast tragen zu können, "abgespeckt" werden müssen. Für die Luftwaffe, die auf Allwetter- und Tiefflugtauglichkeit großen Wert legte, wäre das wohl nicht akzeptabel gewesen. In der Schweizer Luftwaffe zog die Anschaffung der Mirage III und der Versuch, aus ihr einen (potenziell atomwaffenfähigen) Mehrzweck-Jäger/Jagdbomber zu machen, eine beispiellose Kostenexloposion für ein Flugzeug, das in der Jagdbomberrolle nie wirklich befriedigte, nach sich. ("Mirage-Krise".)

Die Version F-104-G war bis Mitte der 1960er Jahre technisch unausgereift. Ausfälle und Defekte, vor allem bei der Elektronik, beim Triebwerk - eine notorische Schwachstelle war die Schubdüsenverstellung - und anfangs, bei in Lizenz gefertigten Maschinen, auch der Hydraulik - waren an der Tagesordnung. Als diese (oft tödlichen) "Kinderkrankheiten" überwunden waren, konnte die F-104-G in vielen ihrer Aufgabenbereiche als "gutes" Waffensystem gelten - weshalb die "Nachbestellung" von Starfightern Anfang der 1970er Jahre, die bis 1991 reichende Einsatzzeit und allgemein die große Stückzahl, in der der F-104 G Starfighter gebaut wurde, nicht mehr überraschen.
Nachtrag: Der letzte Starfighter, eine F-104S (Weiterentwicklung der F-104G), wurde 1979 in Italien ausgeliefert. Es war auch die italienische Luftwaffe, die als letzte den Starfighter einsetzte - bis 2004.
Allerdings erwies sich der Starfighter als für die Aufklärer-Rolle wenig geeignet (und wurde schon 1970 durch die RF-4E Version der "Phantom II" ersetzt). Die Marineflieger, die gerne ein für Tieffliegerangeriffe auf Seeziele optimiertes Flugzeug wie die Blackburn Buccaneer gehabt hätten, haderten bis zur Einführung des Tornados mit ihren Starfightern, die zwar hervorragende Tiefflugeigeschaften hatten, allerdings dabei eine für Seeflieger zu hohe sichere Mindestgeschwindigkeit. Die Anfälligkeit gegen Vogelschlag und die lange Zeit unbefriedigende Allwetterfähigkeit waren für ein Marineflugzeug ebenfalls ungünstig.

4. Inwieweit war die Struktur der Luftwaffe Ursache der Absturzserie?
General Johannes Steinhoff, der die Luftwaffe 1966 auf dem Höhepunkt der Starfighter-Krise als Inspekteur übernahm, sah dem den Hauptgrund für die hohen Verluste in der "Pause von zehn Jahren zwischen dem letzten Weltkrieg bis zum Beginn der Neuaufstellung" der Luftwaffe.
Der schlechte Ausbildungsstand erklärt die generell sehr hohen Absturzzahlen der Bundeswehr in den ersten 10 Jahren ihres Bestehens. Hinzu kommt, dass die Luftwaffe, indem sie von Unterschall-Düsenjägern auf den hochgezüchtete, mehr als doppelt schallschnellen F-104-G Starfighter umrüstete, eine ganze Flugzeuggeneration übersprang, und sich für die Umstellung nur wenig Zeit nahm. Auch andere NATO-Luftwaffen, die einen schnellen Generationensprung machten, wie etwa die der Niederlande, Kanadas oder Dänemarks, kämpften in der ersten Hälfte der 1960er Jahre mit hohen Verlusten.

Strukturelle Probleme der Bundeswehr waren:
  • Das Personalproblem: In den Zeiten des "Wirtschaftswunders" war die Bundeswehr, vor allem für junge Männer mit technischer Ausbildung, kein attraktiver Arbeitsplatz. Hinzu kam die Erinnerung an den erst rund 15 Jahre zurückliegenden Krieg - freiwillig Soldat werden oder auch "nur" als Zivilangestellter "beim Bund" zu arbeiten, war für viele junge Männer - und vor allem ihre Eltern - ein Unding. Es fehlten rund 10.000 ausgebildete Mechaniker. Seitens der Luftwaffe wurde teilweise sogar angeordnet, spezielle Komponenten nicht mehr routinemäßig zu warten, sondern erst bei festgestellten Fehlern zu reparieren, da die Mechaniker regelmäßig Fehler bei der Wartung machten.
  • Das Infrastruktur-Problem: Die Fliegerhorste der Luftwaffe waren Anfang der 1960er noch im Bau bzw. im Aus- und Umbau. Er fehlte vor allem an Sheltern für in Bereitschaft stehenden Flugzeuge und an Wartungshangars. Die Flugzeuge standen meistens bei Wind und Wetter, Hitze und Kälte im Freien, was zu Schäden an der empfindlichen Elektronik, Elektrik und Hydraulik führte.
  • Das Piloten-Ausbildungsproblem: Viele Starfighter-Piloten der "ersten Stunde" hatte einfach zu wenig Flugstunden auf ihren keine Fehler verzeihenden Kampfjets, um unter den schwierigen deutschen Einsatzbedingungen fliegen zu können.
Diese strukturellen Probleme hätten jedes moderne Kampfflugzeug betroffen. Anders gesagt: Hätte die Bundeswehr die Mirage III angeschafft, hätte es wohl eine "Mirage-Krise" gegeben. (Wahrscheinlich zusätzlich zur einer Kostenexplosion wie in der Schweiz.)

Schon Luftwaffeninspekteur Panitzki setzte entschiedene Maßnahmen gegen die Strukturprobleme, vor allem bei der Wartung und beim Hangarmangel, durch. Er bestellte Brigadegeneral Diether Hrabak zum Sonderbeauftragten für den "Starfighter". Die Maßnahmen der Arbeitsgruppe Hrabak griffen jedoch erst, als Panitzki nicht mehr im Amt war.
Dennoch ist der Ruhm seines Nachfolgers, Luftwaffeninspekteur General Johannes Steinhoff, Bezwinger der Starfighterkrise zu sein, nicht unverdient. Unter Steinhoff, der den Starfighter auch selbst flog, um sich mit den Eigenarten der Maschine vertraut zu machen, war die Starfighter-Krise vorrangige "Chefsache". Als erste Maßnahme im Amt verhängte er eine dreiwöchige Flugsperre bis zum Abschluss der von der Arbeitsgruppe Hrabak vorgeschlagenen technischen Verbesserungen. Zu Steinhoffs Maßnahmen gehörte auch das Abwerben von zivilen Luftfahrttechnikern z. B. von der "Lufthansa". Mögliche Spannungen zwischen den gut bezahlten zivilangestellten "Lufthanseln" und den schlechter bezahlten "Flightschweinen" der Truppe nahm er in Kauf. Vor allem kümmerte sich Steinhoff um die Sicherheit der Piloten. Er ließ Fanganlagen an den Landebahnen installieren, was die Landeunfälle stark reduzierte, und setzte sich für die Einführung des zuverlässigeren und auch in geringen Flughöhen einsetzbaren Martin-Baker GQ7(A)-Schleudersitzes, anstelle des serienmäßigen Lockheed-C-2-Sitzes, ein. Vor allem aber sollten die Piloten Erfahrungen sammeln. "Fliegen, fliegen und nochmals fliegen", lautete seine Devise. Die Ausbildung in den USA wurde intensiviert, die Anzahl der Flugstunden für den Piloten erhöht. Seine Rechnung ging auf, die Abstürze sanken auf ein "normales" Maß.

Fazit:
Ich denke, das die Entscheidung, den F-104-G Starfighter zu beschaffen, sowohl militärisch als auch industriepolitisch vertretbar war. Selbstverständlich unter der Voraussetzung, dass man das Konzept einer starken Verteidigungsarmee, die auch zur Offensive fähig ist und "im Bündnis ein Wort mitzureden" hat, akzeptiert, und eine deutsche Luftfahrtindustrie für sinnvoll hält. (Bemerkenswert ist, dass z. B. seitens des "Spiegels" in den 1960er Jahre der Sinn einer eigenen Luftfahrtindustrie weitaus stärker hinterfragt wurde als die Militärdoktrin der Bundesrepublik.)

Auch die Bestechungen durch Lockheed sollte man als pragmatisch- interessengelenkt, nicht als "schurkenhaft" oder "von der CIA gesteuert" wahrnehmen. Es ist betriebswirtschaftlich nachvollziehbar, dass Lockheed nach dem äußerst mäßigen Verkauf an die U.S. Air Force sehr intensiv potentielle Käufer des Starfighters umwarb. Dass Lockheed dabei auch zu Mitteln griff, die nicht immer legal waren, ist nichts Ungewöhnliches. Korruption kommt praktisch in allen Großkonzernen vor und trifft auf korruptionsanfällige Strukturen in Politik und Verwaltung.

Die Starfighter-Krise (Auf der Website der Luftwaffe.)

Die F104-Story (Cactus-Starfighter-Squadron, Traditionsvereinigung.)

Witwenmacher mit Stummelflügeln ("einestages", Spiegel.de)

F-104G Starfighter (Private Website des "Flightschweins" (Warts) Rolf Ferch.)

Freitag, 7. August 2009

Kongo - was ist schon der Kongo?

Auch so eine Meldung, die bei uns auf wenig mediales Interesse stößt - trotz Sommerloch und der Faustregel, dass Krieg, Sexualverbrechen und "Exotik" immer für Schlagzeilen gut sind:
Symbol of Unhealed Congo: Male Rape Victims (New York Times).
Besonders erschreckend ist, dass nicht "nur" Soldaten der "regulären" Armee und die Rebellentruppen plündern, morden und vergewaltigen, sondern dass auch die "Friedenstruppen" der UN bei den Gewaltexzessen munter mitmachen.
Vielleicht passt das nicht in das saubere "gut-böse"-Schema, das so gern von unseren Politikern und unseren Medien von den bewaffneten Konflikten dieser Welt gemalt wird. Zumal deutsche Interessen durchaus berührt sind und auch schon mal deutsche UN-Truppen im Kongo stationiert waren.

Freitag, 31. Juli 2009

Über Opportunismus, Technik und die Illusion des "Unpoltischen"

Nachdem ich zwei Mal über einer der größten Triumphe der Technik, die Mondlandung von Apollo 11 bloggte, geht es dieses Mal um eine Schattenseite dieses Projektes. Sie personifiziert sich im Projektleiter, Wernher von Braun.
Don't say that he's hypocritical,
Say rather that he's apolitical.
"Once the rockets are up, who cares where they come down?
That's not my department,"
Says Wernher von Braun.
(Zitat aus Tom Lehrers Spottlied "Wernher von Braun".)
Sag' nicht, er sei scheinheilig,
sag eher, er ist unpolitisch.
"Wenn die Raketen erst mal oben sind, wen kümmert's wo sie ´runterkommen? Das ist nicht meine Abteilung", sagt Wernher von Braun.

Es geht mir nicht darum, Wernher von Braun als bösen, menschenverachtenden Naziwissenschaftler zu dämonisieren.
Dass war er nämlich ebenso wenig, wie er der unschuldig ins Nazisystem, in die Produktion einer Terrorwaffe und deren Produktion unter Bedingungen der "Vernichtung durch Arbeit" verstrickte "Nur-Raketenkonstrukteur" und Technokrat war, als der er bis in die 1960er in den USA "verkauft" wurde.

Er war ein Opportunist mit wenig Skrupeln. Er war jemand, der für sich trennte, was nicht zu trennen ist: die Verantwortung der Technikers und Managers für das Projekt von der politischen Verantwortung für das, was mit den Produkten dieses Projektes gemacht wurde. (Ein Grund, weshalb ich so wenig davon halte, sich, etwa als Verein oder als religiöse Gruppe, unpolitisch zu geben. Das bedeutet nämlich oft: sich vor politischer Verantwortung zu drücken.) Er fragte nicht: "Für wen produziere ich?" oder "Wozu produziere ich?" Ihm ging es um den technischen Durchbruch. Fixiert auf den Bau der Rakete, zeigte er sich bereit zu fortwährenden Konzession an die "Umstände" - also letzten Endes an das Regime. Bis hin zum Beitritt zur SS.
Dabei war seine Motivation schwerlich nationalistisch: die von ihm um 1950 verantwortlich konstruierte Redstone-Raketen hätten, wäre sie zum Einsatz gekommen, ihren Atomsprengköpfe vor allem in deutsche Städte getragen. Er hätte, wenn es sich angeboten hätte, auch für die UdSSR gearbeitet - es arbeiteten tatsächlich mehr "Ex-Penemünder" für "die Russen" als für die "Amis", auch wenn es die USA geschafft hatten, sich viele "führende Köpfe" für ihre Rüstungsindustrie zu sichern.
Und er war einer von vielen. So wie er dachten tausende, wenn nicht zehntausende, "NS-belastete"-Fachleute.

Die Technik und die technischen Fachleute gedeihen in fast allen denkbaren gesellschaftlichen Systemen gleich gut: Demokratie, Faschismus, Nationalsozialismus, Stalinismus, Kapitalismus, Planwirtschaft - das spielt alles keine Rolle, die Technik funktioniert überall, und die Mathematik ist auch überall die gleiche. Daher zahlt sich politischer Opportunismus für Ingenieure und techniknahe Naturwissenschaftler aus.
Schon in den Naturwissenschaft kann das anders sein. In der UdSSR war zum Bespiel die Genetik gut 30 Jahre lang als "bürgerlich-idealistische" Wissenschaft verpönt. (Mit Folgen, an denen Russlang noch heute leidet.) Theokratien tuen sich schwer mit dem Darwinismus. In Nazi-Deutschland wurde die Relativitätstheorie eine Zeit lang als "jüdische Physik" diffamiert (was später stillschweigend geändert wurde - es war allzu weltfremd für ein nach industrieller Überlegenheit und Wunderwaffen gierendes System).
Das ist wohl der Grund, weshalb Naturwissenschaftler häufiger "politischer" sind als Ingenieure.
Geisteswissenschaften, Kunst und Kultur haben es am schwersten. Die gedeihen nur in Freiheit wirklich gut. Leider folgt daraus nicht, dass jeder Geisteswissenschafler oder Künstler überzeugter Demokrat wäre.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Kleines Rätsel

Woher stammt dieses Zitat?
"Sicher, wenn der zum Chip gehörende Computer online angemeldet wurde, dann kennen wir seine IP. Und dann können wir ihn über GPS lokalisieren."
a) Aus einem Wunschtraum Dr. Wolfgang Schäubles?
b) Aus einer Pressekonferenz, gegeben von Frau Ursula von der Leyen?
c) Aus einem Leitartikel in der FAZ über Internet-Kriminalität?
d) Aus einer Wahlkampfbroschüre der Bremer "Grünen"? Nachtrag: Verantwortlicher Redakteur: Matthias Güldner.
f) Aus einem richtig doofen Film?

Die richtige Antwort gibt es im Agitpopblog.

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strukturell antisemitisch
Inhaltlich stimme ich Deinem Text zwar zu, aber den...
dummerle - 5. Jun, 11:12

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