Persönliches

Dienstag, 3. Januar 2012

Das möchte ich auf keinen Fall versäumen ...

*aufsteh*
*Horn mit Met heb*

"The Professor!"

*ansetz*
*trink*

Tolkiensociety - 2012 birthday toast

Samstag, 31. Dezember 2011

Aus tiefster Raunachtsruhe - Jahresabschluss

Wenn ich vor 25 Jahren, zu Silvester 1987, einen Blick in das Jahr 2011 hätte werfen können, dann hätte ich, als Science Fiction und Fantasy-Fan, die heutige Welt wahrscheinlich als "Cyberpunk" beschrieben, und mein heutiges Leben der "Urban Fantasy" zugeordnet.
Dass wir in einer Welt leben, die jedes Jahr mehr Elemente des Cyberpunks aufweist, ist kaum zu übersehen. Dass die Welt sich in eine ähnliche Richtung bewegt, wie sie z. B. William Gibson in den 80er Jahren beschrieben hat, liegt nicht daran, dass Gibson die Zukunft richtig "hochgerechnet" hätte - gerade da, wo er es wirklich tat, liegt er ziemlich daneben. Die Technik in "Neuromancer" wirkt heute streckenweise fast altmodisch, jedenfalls im einem für die Handlung so zentralen Element wie der mobilen Kommunikation. Ich denke an ausgedruckte "Newsfaxe" und die z. B. in "Count Zero" erwähnten Telefonzellen. Ähnliche lässt sich über die politischen Machtverhältnisse sagen. Das ist allerdings nicht entscheidend.
Die Spekulationen des Gibsonschen "Cyberpunk" beruhen auf zwei Grundvoraussetzungen:
1. Was wäre wenn der Staat (die Staaten) von großen Konzernen kontrolliert würden, die die staatliche Monopol-Macht für ihre Zwecke instrumentalisieren?
2. Was wäre wenn praktisch die gesamte Kommunikation und alle ökonomischen Transaktionen in einem weltweiten, nicht hierachischen Datennetz ablaufen würden?
Weil diese Annahmen mittlerweile zutreffen, treffen auch andere Elemente der Cyberpunk-Romane von Gibson und seinen Mitstreitern zu. Das andere Element, dass zur Glaubwürdigkeit beträgt, trifft im Grunde für jede Art der Literatur zu: gerade in einem (noch) phantastischen Umfeld sind plausible Geschichte mit glaubwürdigen Protagonisten wichtig.

Nicht ganz so einsichtig ist es, dass mein heutiges Leben aus der Sicht des Jahres 1987 "Urban Fantasy" sein könnte. Schließlich gibt es in meinem Umfeld z. B. keine Vampire, keine Elfen, keine Orks usw..
Als ich in den letzten Tagen darin ging, ein Szenario für eine Reihe Urban-Fantasy-Geschichten zu entwickeln, da bemerkte ich aber, dass einige Dinge, die für mich in den letzten Jahren selbstverständlich geworden sind, nach "normalen" Maßstäben nicht nur ziemlich exotisch, sondern buchstäblich unglaublich sind. (Das fängt schon damit an, dass es manchen Menschen gar nicht so leicht zu vermitteln ist, dass ich es mir mit meiner Selbstbeschreibung "Heide" vollkommen ernst ist.)
Damals, vor 25 Jahren, war ich zwar ziemlich "nerdig", aber ich hatte trotzdem recht konventionelle Vorstellungen davon, was "Wirklichkeit" ist - und was "Spinnerei".
Dass z. B. Stadtschamanen, die direkt aus dem "Shadowrun"-Universum stammen könnten, zu meinem engen Freundeskreis gehören könnten, hätte ich mir damals jedenfalls nicht vorstellen können. Auch hätte ich es mir nicht vorstellen können, dass ich nur eine, sondern mehrere, nicht-alltägliche Wirklichkeiten "bereisen" könnte - nicht als Drogenrausch oder Traum wohlgemerkt, und bestimmt nicht als Realitätsflucht. (Übrigens bin ich tatsächlich mal - aus Versehen - im Shadowrun-Universum gewesen. Wahnsinn? Wenn ich dort "hängen geblieben" wäre, sicherlich. Amüsant war für mich dieser Kurzausflug, den ich als völlig real erlebte, jedenfalls nicht.)
Phillip K. Dick schrieb, die Wirklichkeit sei das, was nicht verschwindet, wenn wir aufhören, daran zu glauben. So gesehen ist vieles, was uns gemeinhin als "phantastisch" erscheint, Wirklichkeit - und vieles, was uns ganz real erscheint, unwirklich. Was würde mit dem Geld passieren, wenn niemand mehr an seine Kaufkraft glaubt? Keine hypothetische Frage, denn es ist schon einige Male passiert, dass Menschen massenhaft das Vertrauen in ihre Währung verloren haben.
Viele Dinge, die wir gemeinhin für völlig real halten, sind tatsächlich Konstrukte, die nirgendwo eine Realität haben, außer in unseren Vorstellungen. "Nationalstaat" oder "Börse" zum Beispiel.
Gerade das wurde im Jahr 2011 mehrmals unübersehbar deutlich. Außerdem war 2011 ein Jahr, in dem laufend Dinge passierten, die "eigentlich", nach dem, "was jeder weiß", niemals hätte geschehen können. Dinge, mit denen "niemand" rechnete. Das haben die Guttenberg-Affäre, der "arabische Frühling", die Katastrophe von Fukushima, die Occupy-Bewegung und vieles mehr gemeinsam.
Sie zeigen, wie eng der Realitätstunnel, die Prägungen, Konzepte, geistigen Haltungen und Realitätskonstruktionen, die uns vor allem durch die Massenmedien vorgegeben werden, ist. Welche Scheuklappen sogar Menschen, die es besser wissen müssten, tragen.

Bilanz meines Jahres: Gemischt. Allerdings, rein vom Gefühl her waren für mich persönlich die letzten Monate des abgelaufenen Jahres eine der erfolgreichsten und glückhaftesten Zeiten, an die ich mich erinnern kann. Ich meine damit nicht "Erfolge" in Sinne von "beruflichem Weiterkommen" oder "Glück" im Sinne eines Lottogewinns oder so etwas. (Mein größtes Glück ist sowieso, dass ich echte Freunde habe.)
Nein, ich habe das Gefühl, dass mir besonders viel gelungen sei, dass Dinge geklappt haben, bei denen ich mich längst daran gewöhnt habe, dass es große Schwierigkeiten gibt.

Mal sehen, ob das so weiter geht.

Was das kommende Jahr angeht, hoffe ich das Beste und erwarte ich das Schlimmste. Aber das ist ja immer so.

Gruß aus den Raunächten. Die für mich noch nicht zuende sind.

Ich wünsche Euch allen ein glückliches neues Jahr!

Martin

Mittwoch, 14. Dezember 2011

"Bruder Gianluca Casseri" - oder: was macht einen Menschen zum Killer-Nazi?

Es ist eine jene Tatsachen, die mich in Selbstzweifel stürzen - und die mich zugleich befürchten lassen, dass ich in das Profil eines "potenziellen faschistischen Gewalttäters" passe.
Gianluca Casseri – der “italienische Breivik” (publikative.de).
Gianluca Casseri war jener ultrafaschistische Rassist, der am 13. Dezember 2011 in Florenz zwei senegalesische Immigranten abknallte, drei weitere Schwarze anschoss und sie wahrscheinlich für den Rest ihres Lebens an Leib und Seele verkrüppelte, und sich dann feige durch Suizid der irdischen Gerechtigkeit entzog.
Einer jener Menschen, die nur hassen kann. Die mich an meiner Menschlichkeit zweifeln ließe, wenn ich sie nicht hassen und verabscheuen würde.
Aber - ich sehe in den Spiegel - und mein Spiegelbild zeigt mir einen Menschen, der dem faschistische Killer, der aufgrund einer irren Weltanschauung zum irren Mörder wurde, unangenehm ähnlich sieht:
Beschrieben wird der 50-jährige Buchhalter aus der Provinz Pistoia als introvertierter Einzelgänger, fasziniert von keltischen Riten, Neopaganismus, Tolkiens Fantasy und arischen Herrenrassen, der in seinen Schriften auch gern Fantasy-Einschläge mit faschistischem Gedankengut verwickelte. Im Umfeld des Casa Pound wurde der Mann mit dem rundlichen Gesicht eher als “einsamer Wolf” gesehen als als Mitglied neofaschistischer Schlägertrupps. Ein intellektueller Ideologe der Herrenrasse, Kenner der neofaschistischen Bewegungen und Analytiker von deren Gründungsmythen. Als großer Comic-Liebhaber referierte er im Casa Pound wiederholt über seine Lieblingscharaktere Tex und Tin Tin.
Sehr viel davon trifft auch auf mich zu. Was mich von Cassiri unterscheidet, dass ist das, was in unseren Köpfen ist. Etwas, was sich der Überprüfung durch Außenstehende entzieht.
In einer (möglichen) Gefährderdatei wären (oder sind schon?) naturgemäß nur die beobachtbaren Fakten über mich gespeichert. Dass ich politisch völlig anders eingestellt bin, als der sich selbst irre gemacht habenden Killer-Fascho, das dürfte, angesichts der diskursbestimmenden Extremismustheorie, mit der fixen Idee einer "guten Mitte" und "bösen Rändern" der Gesellschaft, in der "Extremismus von rechts und links" gleichgesetzt und gleich gewichtet werden, irrelevant sein.
Ja, so wird man argwöhnisch, pessimistisch und am Ende paranoid.
Wo es doch so einfach wäre: unauffällig im "Mainstream" mitschwimmen, als lauer Christ oder halbherziger Atheist, mit anständigen, erwachsenen, Interessen - z. B. Fernsehn - apolitisch, bis auf alle vier Jahre brav Kreuzchen bei SPD, CDU, FDP oder allenfalls GRÜN machen, der Comics für "Kinderkram", Fantasy für ""Fluchtliteratur" und Heiden und Hexen für "abgedrehte Spinner" hält. Ja, und wer es mit "den Germanen" hat, kann doch nur Nazi sein.
Wenn ich ernsthaft vor hätte, Verbrechen zu begehen, dann würde ich mir Mühe geben, nach außen genau so unauffällig - angepasst bis spießig - zu wirken.
Aber die Parallelen zwischen mir und Casseri gehen weiter:
Autobiografisch beschreibt sich der Mann, der gern in der dritten Person von sich spricht, so:
“Er wird 1961 in Ciriegio (PT) geboren, während der Mensch in den Weltraum fliegt und der Himmel sich in der größten Sonnenfinsternis des XX. Jahrhunderts verdunkelt. Im Alter von 12 Jahren, überwältigt von der Begegnung mit H.P. Lovecraft, entfernt er sich endgültig aus dem ihn umgebenden geordneten Kosmos. Seine vielfältigen Interessen im Bereich Fantasy, alle rigoros nicht aktuell, reichen von Flash Gordon bis zum Sci-Fi-Kino der 50er Jahre, von den Autoren der Weird Tales bis zu Val Newtons Filmen und darüber hinaus. Im Jahr 2001, zu Zeiten des endgültigen Durchbruchs des Internets, hat er die geniale Idee, eine Printzeitschrift herauszubringen, La Soglia, wo er seine multimedialen Manien auslebt. Um sich von den ernsten Dingen des Lebens abzulenken scheint es, als wäre er Buchhalter.”
Ich bräuchte nur wenige Vokabeln auszuwechseln, und es wäre eine biographische Skizze über MartinM. Immerhin: ich schreibe nur selten in der dritten Person über mich selbst, und ich schätze auch aktuelle SF und Fantasy.
Es ist eine reichlich peinliche Verwandtschaft. Ich will trotzdem die Augen nicht davor schließen, denn nochmals: besser, aufrichtiger, heiterer und produktiver als der Haß ist das Sich-wieder-Erkennen.
So leitete Thomas Mann seinen berühmten Aufsatz Bruder Hitler ein. In Hitler erkenne ich mich nicht wieder, was nicht mein Verdienst ist, sondern allein dem Umstand geschuldet ist, dass ich zu einer anderen Zeit geboren wurde, und unter anderen Verhältnissen aufwuchs. Thomas Mann drückte mit seiner Gleichsetzung aus, dass es sich beim Politiker Adolf Hitler im Kern um einen Künstler handelt, einen gescheiterten und verkommenen Künstler. Eine Beschreibung, die auf mich (obwohl sicher kein Politiker) sicher eher zutrifft, als auf den Erfolgsschriftsteller und Literaturnobelpreisträger Mann. Aber Hitler, das war das frühe 20. Jahrhundert.
In einigen der heutigen Faschisten, da erkenne ich mich durchaus stärker wieder. Zum Beispiel auch in dem Hamburger Berufs-Neonazi Christian Worch, einen Mann, der recht lesbare (und interessanterweise nicht rassistische) Fantasy-Geschichten geschrieben hat, jemanden, mit dem ich mich gut verstehen könnte - wenn er nicht unzufällig Nazi und unzufällig ein schlauer Machtstratege und Strippenzieher wäre. Wie ich ist Worch ein wenig erfolgreicher "Schreiberling". Wie es auch Casseri war.

Selbstmitleid oder gar Selbstviktimisierung sind jedenfalls nicht angebracht. Eher scharfe Selbstkritik.
Ich darf jedenfalls niemanden übel nehmen, dass er oder sie mich nach flüchtiger Betrachtung für einen "Fascho" hält.

Ein Versuch einer Antwort auf meine Frage: "Was macht einen Menschen zum Killer-Nazi?"
Wahrscheinlich sind es nicht das Milieu, die bevorzugte Literatur, der persönliche Geschmack, oder die spirituelle, religiöse oder philosophische Grundeinstellung. Und schon gar nicht das intellektuelle Niveau. Auch wenn der "typischen Nazi" eher eine Hohlbratze ist, schützen weder Bildung noch Intelligenz vor Menschenfeindlichkeit.
Ich vermute - und der "Fall Casseri" spricht dafür - dass es nur wenige Faktoren sind, die jemanden nach "rechts außen" abbiegen lassen.
Einer dieser Faktoren ist ein Weltbild, das klar zwischen "schwarz" und "weiß", "gut" und "böse", "wir und die" unterscheidet. Also ein sehr weit verbreitetes, sozusagen "normales", Weltbild. Das ist jedenfalls der entscheidende Unterschied zwischen meiner und Casseris Ansicht:
Obacht, Romualdi und Casseri meinen das durchaus ernst, eine “neue europäische Spiritualität”, basierend auf den (germanischen) “Wurzeln Europas” soll die Volksgesundung herbeiführen. Durch Abwehr der “von außen” eindringenden feindlichen Kräfte selbstverständlich.
Auch ich meine es durchaus ernst mit meiner "neuen europäischen Spriritualität", unter anderem auf germanischen Wurzeln basierend. Aber: ich bin mir klar darüber, dass ich, und auch das Europa bzw. "der Westen" auch weitere Wurzeln haben. Mit Reinheitsdiskursen habe ich nichts am Hut. Ich weiß, was "der Westen" Arabien, Persien, Indien und sogar China verdankt. Ich weiß, was ich, was meine persönliche Spiritualität, dem westafrikanischen und karibischen Vodun, der sibirischen, koreanischen und amerikanischen Schamanen, aber auch den jüdischen Kabbalisten verdankt.
"Der Westen", das ist für mich ganz wesentlich Humanismus, Aufklärung, die französische und die amerikanische Revolution, Emanzipation, kritische Wissenschaft. Das sind "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" (letztere bitte um "Schwesterlichkeit" ergänzen).
Wenn diese Zivilisation, die ich schätze, bedroht wird, dann nicht von außen, sondern von innen. Von der (vermeintlich) "guten" Mitte her.

Die Worte Manns treffen auch auf mich und mein Verhältnis zu "intellektuellen" Faschisten zu:
Ein Künstler, ein Bruder. Aber die Solidarität, das Wiedererkennen sind Ausdruck einer Selbstverachtung der Kunst, welche denn doch zuletzt nicht ganz beim Wort genommen werden möchte.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

NaNoWriMo - eine Nachlese

Zum (vorerst) letzten Mal über den November-Wahn.

NaNoWriMo-Winner

Anders als bei meinem ersten NaNoWriMo vor zwei Jahren ist der
Roman mit dem Arbeitstitel "Herr der Meer - Geheimauftrag MARIA STUART" vom geplanten Umfang und der Handlung her, fertig geworden. Umschreiben werde ich ihn nicht müssen, aber natürlich überarbeiten.
Wie beim ersten Mal ist es ein "marinehistorischer Roman". Zumindest im Großen und Ganzen. Nicht in jeder Hinsicht realistisch, aber plausibel, und vor historisch stimmigen Hintergrund.

Auch anders als bei meinem ersten NaNoWriMo-Romanversuch habe ich eine realistische Perspektive, dass der Roman auch veröffentlicht wird. Zwar wohl nicht im kommerziellen Rahmen, aber auch nicht im Selbstverlag (geschweige denn "Vanity-Press" / "Zuschussverlag"). Etwas, was die Art und Weise, wie ich schrieb, deutlich beeinflusste.
Aus Erfahrung mit dem "versandeten" NaNoWriMo-Manuskript vor zwei Jahren hatte ich dieses Mal ein ausgearbeitetes Konzept, mit Exposé, Datenblättern, Kapitelgliederung usw.. und vor allem: einen Schluss, auf den das ganze zusteuert. Mein Problem bei "Brüder der Küste" damals war ja, dass ich mich völlig verzettelt hatte.

Was konnte ich von meinem ersten Versuch verwenden? Im wesentlichen die Recherchen. Immerhin ist es ein historischer Roman, da sollten auch Details stimmen oder wenigstens historisch plausibel sein - was übrigens auch für die Aspekte der "Science Fiction in der Vergangenheit", dem "Quasi-Steampunk", "Clockworkpunk", "Sailpunk" oder wie auch immer, gilt. Es macht mir einfach Spaß, mir auszumalen, was es damals gegeben haben könnte, was machbar gewesen wäre. Einfach, wie im jüngsten "Die Drei Musketiere"-Film, irgendwelche Luftschiffe in die Handlung einzubauen, wäre mir zu wenig gewesen. "Piraten-Fantasy" á la "Fluch der Karibik" ist amüsant, aber nicht das, was ich beabsichtige.
Trotzdem hat Andreas Eschbah natürlich recht, wenn er meint:
Gute Recherche ist ein Qualitätskriterium für einen Journalisten, aber nicht für einen Schriftsteller. Bei einem Roman die Recherche zu loben ist ungefähr so, als lobe man die Rechtschreibung. Beim Schreiben eines Romans ist Recherche einfach eine mehr oder weniger lästige Notwendigkeit
Eschbach hat auch damit recht, dass es wichtiger ist, die Details am RANDE zu recherchieren, als dass das zentrale Thema Realitätsbezug hätte. Das zentrale Thema bei mir ist die Suche nach einem verschollenen "Superpiraten" samt "Superschiff" - das ist sozusagen Vorgabe. Hätte es diesen "Herrn der Meere" wirklich gegeben, wäre die Geschichte des späten 17. Jahrhunderts wohl völlig anders verlaufen. Auch bei der Suche selbst ließe ich meine Phantasie wild vor sich hin toben - es ist kein Sachbuch, und auch keine "kontrafaktische Geschichtsschreibung", es ist ein Abenteuerschmöker vor historischem Hintergrund. Eschbachs Beispiel: wenn in Irland ein Mord passiert, wie heißt die Polizeieinheit, die sich damit befasst? Welche Dienstgrade gibt es da? In meinem Fall: wenn ein Segelschiff in einen Hurrikan gerät, was wird die Besatzung tun? Da sollten auch die Fachbegriffe stimmen.

Wie Eschbach bringt mir die Recherche wirklich Spaß - von "lästiger Notwendigkeit" kann keine Rede sein. Es gibt noch eine Gemeinsamkeit. Er antwortete auf die Frage, woher er all die Informationen in seinem mit Wissen gespickten Roman "Das Jesus-Video" her hätte:
Württembergische Landesbibliothek. Stadtbibliothek Stuttgart. Internet. Punkt. 

Außer, dass ich natürlich die entsprechenden Hamburger Bibliotheken aufsuchte, ist es bei mir genau so.

Montag, 28. November 2011

NaNoWri - ich höre auf!

Ich habe nämlich etwas geschafft, was ich bei meiner letzten NaNo-Teilnahme nicht schaffte:
Die magischen vier Buchstaben E,N,D und E getippt!
Ja, eine erste rohe, aber vollständige Fassung meines Romans "Geheimauftrag MARIA STUART" ist fertig!

Geplanter Umfang: 60000 Wörter, 250 Manuskript-Normseiten
Realisierter Umfang: 63430 Wörter, 266 Manuskript-Normseiten
(Umgerechnet auf ein gängiges Taschenbuchformat wären das
etwa 180 Seiten.)

Da Kürzen erfahrungsgemäß leichter ist als Verlängern, ist es nicht weiter tragisch, dass es ein paar Seiten mehr als geplant wurden.
Winner 2011
Was nun? Erst mal etwas liegen lassen. Dann überarbeiten. Denn: "Die erste Fassung ist immer Scheiße" (Ernest Hemingway).

Dienstag, 15. November 2011

NoWriMo-Halbzeit (ohne Halbzeitpause)

Nun ist der November halb vorbei. Und damit ist auch die Hälfte der
Schreibzeit für den NaNoWriMo verstrichen.
Ich kann behaupten, dass ich gut in der Zeit liege. 39501 Wörter von 50000 (NaNo-Ziel) oder 60000 (die geplante Länge meines Romanes) sind fertig - ohne Mogeln, pfuschen oder "Schreibdurchfall". Ich schreibe zwar immer noch flott, aber sorgfältiger und produziere (hoffentlich) weniger Textmüll. Was gut ist, denn zu viel unstrukturierter Text, dass habe ich vor zwei Jahren gemerkt, erschwert die Bearbeitung.

Vieles ist so wie beim letzten Mal, vor zwei Jahren - und einiges doch ganz anders.

Etwas, was so ist wie letzten Mal - mein Alltag leidet erstaunlich wenig darunter. Tatsächlich gibt das Schreibpensum, oder genauer, die Zeit, die ich fürs Schreiben reserviere, dem Tag zusätzlich Struktur.
Die "Chandler-Methode", nicht nach Tagespensum zu schreiben, sondern einfach ein paar Stunden zu reservieren, hat sich für auch dieses Mal bisher bewährt. Würde ich mir ein Pensum vornehmen, bestünde die Gefahr, dass ich an Tagen, an denen es nur langsam vorangeht, nichts anderes tue, als auf den Bildschirm starren und nach Worten zu ringen.
Da denke ich an Hans Gerhard Franciskowsky, der übrigens letzten Donnerstag beerdigt wurde. Er war ja, das darf man sicher sagen, ein extremer Vielschreiber. Er hat mit Einiges über die Arbeitstechnik eines professionellen Schriftstellers verraten, und ich habe hoffentlich davon gelernt. (Sicher mehr als z. B. auf einem Workshop für "kreatives Schreiben", von dem ich schwer enttäuscht war. Wobei es ja auch gute Workshops dieser Art gibt, ich denke da z. B. an einen in Wolfenbüttel.)
Er fing morgens früh um Sieben mit dem Schreiben an, nicht weil er so ein Morgenmensch gewesen wäre, sondern weil es sich konsequent die Vormittage für das ungestörte Schreiben frei hielt. Eine gewisse Disziplin und vor allem Struktur sind wichtig, auch für den Hobbyschreiberling.

Der neue Roman spielt im gleichen Zeitalter, im gleichen Genre und zum Teil sogar an den gleichen Schauplätzen wie mein alter NaNo-Romanversuch "Brüder der Küste".
Aber das ausgearbeitete Exposé, die genaue Planung der Kapitel, die genau ausgearbeiteten Hauptpersonen usw. erweisen sich dieses Mal als sehr hilfreich.

Letztes Mal machte mich der Roman "Pirate Latitudes" (unkreativer deutscher Titel: "Gold") von Michael Crichton, der gerade, als ich an "Brüder der Küste" schrieb, erschien, schier verrückt. Der Roman spielt im gleichen Zeitalter, im gleichen Genre und zum Teil sogar an den gleichen Schauplätzen wie "Brüder der Küste" - und hat zu allem Überfluss auch noch die gleiche Grundhandlung.

Inzwischen habe ich "Pirate Latitudes" gelesen. Große Überraschung: obwohl Crichton einen rasant geschriebenen Piraten-Thriller hingelegt hatte, bin ich von Crichtons Recherchen enttäuscht. Obwohl er auf diesem Gebiet ein Perfektionist war, gibt es in seinem nachgelassenen Roman zahlreiche Fehler und Anachronismen. Es ist zwar auch in diesem Buch erstaunlich, was Crichton so alles wusste oder herausgefunden hatte, aber bemerkenswerter ist auch, was er offenbar nicht wusste. Von Segelschiffen und historischer Seekriegstaktik hatte er offensichtlich recht wenig Ahnung - was bei einem Piratenroman nicht so ganz unwichtig sein dürfte.
Sein letzter Roman ist offensichtlich noch eine Rohfassung, denn die Schlusskapitel wirken ziemlich skizzenhaft, und es gibt auch nicht bereinigte Widersprüche. So wie er veröffentlicht wurde, ist er meiner Ansicht nach sein schwächster. Ich bin mir ziemlich sicher: in dieser ziemlich rohen Fassung hätte Crichton selbst den posthum auf seiner Festplatte gefundenen Roman für nicht veröffentlichungsreif gehalten.

Zurück zu meinem diesjährigen NaNo-Roman: ich bin mir sicher, dass ich ihn, größere Zwischenfälle nicht eingerechnet, fertig bekommen werde. Ich hoffe, dass ich einen zwar sicher nicht literarisch hochklassigen, aber unterhaltsamen, historischen Abenteuerschmöker mit leicht "phantastischen" Elementen hinbekommen werde.
Und es wird ihn sehr wahrscheinlich in nicht zu ferner Zukunft in gedruckter Form zu kaufen geben.

Samstag, 5. November 2011

H. G. Francis (1936 - 2011) - der "Schriftsteller von nebenan" ist tot

Als ich gestern Abend erfuhr, dass am 3. November der Schriftsteller Hans Gerhard Franciskowsky, besser bekannt als H.G. Francis, gestorben ist, da konnte ich es kaum fassen, obwohl ich wusste, dass er seit Jahren an einer schweren Krankheit litt. Hans Gerhard Franciskowsky war einer der produktivsten deutschen Autoren, nicht nur in der phantastischen Genreliteratur (Science Fiction, Horror, Fantasy), sondern als als Jugend- und Sachbuchautor. Er gehörte u.a. von 1971-2004 zum Autorenstamm der Perry Rhodan Reihe. Sein bekanntestes Sachbuch ist wahrscheinlich ein legendäres "Do-it-yourself"-Buch über Wartung und Reparatur von Mofas. Aber auch Bücher über China, Afrika oder Pandabären stehen auf seiner Literaturliste.

Wer Hans war und was er gemacht hatte?
In dürren Worte erfährt man das in der "Wikipedia": H. G. Francis
Wie umfangreich und vielseitig sein Werk war, zeigt die die Bibliographie in der "Perrypedia": H. G. Francis"

Unerwartet fair und informativ - der Nachruf bei "Spiegel online:"
Autor H.G. Francis gestorben - Perry Rhodans Master of the Universe

Persönliches von Klaus. N. Frick, Perry-Rhodan-Chefredakteur: Ich fand ihn klasse

Ich hatte das Glück, Hans persönlich kenne zu dürfen. Man kann nicht sagen, dass wir enge Freunde gewesen wären, aber er war auch keiner jener Schriftsteller, mit denen ich mich zwar irgendwann mal unterhalten hätte, mit denen mich aber privat nichts verbindet. Er wohnte quasi in meiner Nachbarschaft, nicht direkt nebenan, aber sein Haus - besonderes Merkmal: eine Windfahne, die einen über eine Schreibmaschine gebeugten Mann zeigt - war bequem mit dem Fahrrad oder notfalls auch zu Fuß zu erreichen.

Bis Mitte der 1980er-Jahre war er für mich einer von vielen SF-Autoren. Allerdings ein für mich wichtiger: ich kannte H. G. Francis dem Namen nach von unzähligen Hörspielkassetten (vor allem "Commander Perkins", eine Eigenschöpfung Francis', und "Die drei ???" und "TKKG", deren Hörspielfassungen er schrieb) und natürlich von Perry Rhodan.

Etwas näher kam ich ihm, als ich durch den "Perry Rhodan Werkstattband" erfuhr, wo er wohnte. Unbekannterweise schrieb ich ihm eine Geburtstagskarte. Unerwarteterweise lautete die Antwort sinngemäß: "Wenn du so nahe bei wohnst: komm doch einfach mal auf einen Kaffee vorbei."
Zwischen dem Hamburger Perry-Rhodan-Stammtisch, an dem ich bis ca. 2003 regelmäßig teilnahm, und dem "Lokalmatadoren" Francis bestand ein ziemlich enger Kontakt.
Besonders gern erinnere ich mir an ein Spanferkelessen in seinem Partykeller (faszinierende Dekoration: unzählige goldene und einige platine Schallplatten), ursprünglich als Grillparty geplant, die dann wegen Dauerregens tiefer gelegt wurde.
Seitdem glaube ich nicht mehr so richtig, dass Klaus N. Frick wirklich, wie er immer behauptet, Vegetarier ist. Dazu hat er beim Spanferkel doch zu herzhaft zugelangt ...

Auch in lebhafter Erinnerung ist ein Live-Hörspiel, das Roland Triankoski und Torben Knesch für den 4. Zellaktivator-Con schrieben. H. G. Francis sollte, als ausgewiesener Experte, die Regie übernehmen. Er war mehr als skeptisch, denn ihm zufolge hätte ein Laien-Live-Hörspiel mit Publikumsbeteiligung noch niemals richtig funktioniert. Mein Beitrag war, dass ich über meinen Bruder zwei wirklich gute Sound-Designer (und deren Equipment) für das Projekt gewinnen konnte.
Und der, dass ich mit Francis den Kontakt hielt. Über unser Drehbuch war er einigermaßen entgeistert - und er brachte mir im Schnellverfahren bei, wie man ein Hörspiel-Drehbuch verfasst, was da hinein gehört, wie man es aufbaut usw. . Das frisch Gelernte gab ich dann bei einem Vorbereitungstreffen an Torben und Roland weiter (ich hatte außerdem schon eigenmächtig nach H. G. Francis Expertenrat das Drehbuch abgeändert).
Kurz und gut: das Life-Hörspiel klappte, und es klappte gut!
(Leider schlief Loki nicht, und das Gerät, mit dem das Hörspiel mitgeschnitten werden sollte, schnitt nichts mit ... )

Der "Schriftsteller von nebenan" bezieht sich nicht nur auf die räumliche Nähe. Hans Gerhard Franciskowski war ein im guten Sinne Konservativer (das heißt: neophob war er nicht, und auch nicht politisch rechts), einer, der an bewährten Werten und Tugenden festhielt. Ein sehr bodenständiger und freundlicher Mensch, der sich z. B. sehr für Natur- und Umweltschutz engagierte. Regelmäßig nahm er an Lesungen und Diskussionen in Schulen teil. Er schrieb auch Kinder- und Jugendbücher, darunter die bei Mädchen so beliebten Pferdebücher. Aber in diesen Büchern war bei Francis das Leben kein Ponyhof. Genial finde ich immer noch, wie er die Mädels so eines Pferdehofes gegen eine geplante Straße, die mitten durch das Gelände führen sollte, protestieren ließ. Dabei schilderte Francis, wie man eine Bürgerinitative organisiert, eine Demonstration anmeldet, Pressearbeit macht, Flugblätter gestaltet und manches staatsbürgerlich Wertvolles mehr.

Hans, wo du auch immer bist: Ich vergesse dich nicht!

Samstag, 22. Oktober 2011

Novemberschreibwahnsinn - ich bin dabei

Vor zwei Jahren schrieb ich im Rahmen des NaNoWriMo einen "Piratenroman": Mut zum Klischee. Mit Erfolg, denn ich hatte es geschafft. Ohne Erfolg, denn ich brachte es nicht fertig, meinen Roman in eine veröffentlichungsreife Form zu bringen - geschweige denn, zu veröffentlichen.

Dieses Mal ist es fast genau so: ich schreibe einen "marinehistorischer Roman" (die Suche nach einem Pi... pardon, Korsaren des Königs - steht zwar im Mittelpunkt, aber die Protagonisten sind nicht auf Kaperfahrt). Er spielt sogar in der gleichen Epoche. Marinehistorischer Roman? Ja, denn ich beachte gewissenhaft den historischen Hintergrund. Nein, denn ich setzte mich, mit Gründen, über einiges, was damals wirklich geschah, hinweg. Ich schreibe über Dinge, die es damals hätte geben können. Zum Beispiel Erfindungen, die schon damals, 1676, erdacht waren - die aber erst Jahrzehnte oder Jahrhunderte später realisiert wurden. Oder niemals. Vieles ist "Science Fiction in der Vergangenheit", ein Zeitalter des "Sonnenkönigs" Louis XIV., das an einigen Stellen anders ist, als es tatsächlich war - aber nichts kommt vor, was es nicht hätte geben können.
Analog zum "Steampunk" könnte man vielleicht von "Sailpunk" reden ...

Mal sehen, ob ich den Kahn flott kriege. Mal sehen, ob ich ihn, durch alle Stürme und an allen Klippen vorbei in den sicheren Hafen bringe. Denn noch etwas ist anders: ich habe - mit etwas Glück - eine realistische Möglichkeit, den fertigen Roman auch zu veröffentlichen. Das wird auch der Grund sein, weshalb ich viel weniger über den neuen Text aus dem Nähkästchen plaudern werde.

Freitag, 21. Oktober 2011

Zu den Sternen?

Technisch ist der Start der ersten beiden Satelliten des "Gallieo"-Navigationssystems ein voller Erfolg. Respekt vor den Techniker, dem Herstellern, den Entwicklern, den Organisatoren!

Weniger Respekt jedoch vor den europäischen Raumfahrt- und Industriepolitikern. Warum "Gallieo" alles andere als ein Ruhmesblatt ist, legt Eugen Reichl im Astra's Spacelog dar:
Galileo: Und es bewegt sich doch….

Wie kommt es zu solchen Blamagen? Nicht aus technischen Gründen hat sich "Gallieo" so verzögert. Wahrscheinlich, weil "Raumfahrt" in Europa unter "Industrieförderung" läuft und es daher kein Wunder ist, dass eben diese Industrie solche Projekte als Selbstbedienungsladen benutzt. Und dass es zu jahrelangen Streitereien um die nationalen Anteile am "Kuchen" kam.
Bei vernünftigen politischen Vorgaben und ohne das meiner Ansicht nach ideologisch motivierte Experiment, ein Raumfahrtprojekt in "Public Privacy Partnership" stemmen zu wollen, wäre das sicher nicht passiert.

Die tiefere Ursache für das "Trauerspiel Gallieo" dürfte aber tief in der Mentalität der politischen Entscheider, gerade in Deutschland, liegen: Politsprech im Orbit - die "Raumfahrtstrategie" der deutschen Bundesregierung. Kurz zusammengefasst: Raumfahrtpolitik - oder allgemeiner gesprochen: Forschungspolitik und Innovationsförderung - wird von betriebswirtschaftlich denkenden Kämerseelen und deutlich neophoben Bürokraten bestimmt.

Aber "Per aspera ad astra" ("auf rauen Wegen zu den Sternen") sei nun einmal schwierig zu vermitteln. Glauben zumindest unsere "Entscheider". Was ein europäisches Satellitennavigationssystem soll, erfordert ebenfalls zumindest eine Idee europäischer Interessen, die über reine Standortpolitik zugunsten der bestehenden Industrie hinaus geht. Denn "Gallieo" ist ein Infrastrukturprojekt, so, wie es ein europäisches "intelligentes" Höchstspannungsnetz ist, oder ein wirklich europäisches Netz für Hochgeschwindigkeitszüge.
Da ist es im Wahlkampf doch einfacher, auf sowieso viele (deutsche, französische, italienische ... - oder vielleicht auch bayrische, provencialische, lombardische ... ) Arbeitsplätze im Werk XY hinzuweisen. Und die alte, aber im Zeitalter der Globalisierung und der transnationalen Konzerne reichlich anachronistische Nummer von den "nationalen Interessen" abzunudeln.

Es gibt einen alten Witz, dass der Ausspruch "ad Astra" sich in Wirklichkeit auf eine Hamburger Biermarke und nicht auf die Sterne am Himmel beziehen würde.
Astra for Windows
(Der in der Werbung abgebildete Mensch ist übrigens in erster Linie Musiker. Und so prollig läuft er normalerweise auch nicht ´rum.) (Noch was: er ist Apple-User.)
Aber es macht nichts aus, wenn ein Bier "altmodisch" und analog bleibt. Hingegen macht es schon etwas aus, wenn Technologiepolitik tief im 20. Jahrhundert stecken bleibt.

Donnerstag, 15. September 2011

Perry Rhodan Neo - schon 1996!

Perry Rhodan Neo - das ist der in Fankreisen nicht unumstrittene Versuch, die Anfänge der unbestritten langlebigsten und umfangsreichsten Science-Fiction-Roman-Serie noch einmal neu zu erzählen. Also keine unveränderte oder überarbeitete Neuauflage der 50 Jahre alten Originale, sondern das, was man Neudeutsch einen "Reboot" nennt.
Einiges dazu verriet Klaus N. Frick im Interview mit Phantastik News: „Perry Rhodan Neo“: Ein Interview mit Klaus N. Frick.
Die Idee, Perry Rhodan einmal neu zu starten, ist selbst allerdings nicht ganz neu.
Es gab dieses Jahr z. B. eine Fanautoren-Wettbewerb, Perry Rhodan einmal ganz neu, in einem anderen SF-Universum, zu erzählen Perry Rhodan reloaded – Wir haben einen Sieger!. Der Sieger, Michael Tinnefeld, schrieb mit "Der Unsterbliche – Phase Download" einen heftigen Cyberpunk-Roman.

Aber die Idee ist natürlich viieeel älter. Ich ließ Perry schon anno 1996 noch mal ganz klein anfangen:
Perry-Kid

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