Weg mit den Hamburger Autonummernschildern!

Daran, dass immer wieder angebliche oder tatsächliche "Nazi-Codes" enthüllt werden - und ab und an auch mal symbolträchtig ein Symbol verboten wird, daran habe ich mich gewöhnt. Es passt zum moraltheologisch motivierten, an Symbolen und symbolischen Aktionen orientierten, aber politisch unwirksamen "Kampf gegen Rechts".

Der Brandenburgische Verfassungsschutz betritt in Sachen Symbolhysterie Neuland:
Warnung vor Nazi-Codes auf Nummernschildern
Es ist leider kein schlechter Scherz, wovon man sich auf der Website des Verfassungsschutz Brandenburg überzeugen kann.

Der Brandenburgische Verfassungsschutz warnt demnach vor Nummernschildern mit bestimmten Buchstaben- und Zahlenkombinationen, mit denen Rechtsextreme bevorzugt herumfahren.
Schließlich würden sich Rechtsradikale mit solchen Kombinationen unter Gleichgesinnten zu erkennen geben und ihre antidemokratische Gesinnung nach außen dokumentieren.
Nicht unverdächtig seien Buchstabenkombinationen wie NS, SS, SA oder Zahlenfolgen, die wiederum verdächtige Buchstabenkombinationen kodieren könnten, wie etwa 18 als Rangfolge der Buchstaben im Alphabet für "A" und "H" und damit die Initialen Adolf Hitlers.
Aber der Logik der Behörde zufolge läuft man auch Gefahr, mit vermeintlich unverfänglichen Kombinationen in die falsche Ecke gestellt zu werden. So stehe die „28“ für die verbotene Skinheadorganisation „Blood & Honour“ oder die „14“ für eine aus 14 Wörtern bestehende Parole des US-Neonazi-Führers David Lane.
Wenn sogar die "88" verdächtig ist, was ist dann mit den Hamburger Kennzeichen? Die beginnen bekanntlich alle mit "HH"!

Tatsächlich ist der Brandenburger VS damit fast auf dem Niveau jeder "Helden" angelangt, die während der "1. Mai Krawalle" in Hamburg-Barmbek meinten, besonders toll antifaschistisch zu handeln, indem sie Autos mit "nazi-verdächtigen" Kennzeichen demolierten oder anzündeten.
Die "Kollateralschäden" unter nicht Nazis gehörenden Autos, die nur zufällig "verdächtige" Autonummern hatten, sollen beachtlich gewesen sein. Was nicht überraschend ist, denn auch laut Brandenburger Innenministerium fahren "weniger als 10 Prozent" der landesweit bekannten 1300 Rechtsradikalen mit verfänglichen Kennzeichen herum.

Es geht nicht darum, gegen den braunen Dreck symbolträchtig "hart durchzugreifen", sondern darum effektiv zu sein. Und geradezu besessene Beschäftigung mit "Nazi-Codes" ist nicht effektiv!

Übrigens: Das Logo des VS Brandenburg zeigt einen fliegenden Adler mit ausgebreiteten Schwingen. Adler? Ausgebreitete Schwingen? Da war doch was ...
Wirr-Licht - 24. Dez, 10:53

anbei

es stand auch schon in der "zeit":

die KIK - winkelständer sind wohl im verdacht, verfassungsfeindlich zu sein. das ist doch mal eine meldung wert :D

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Nicht spurlos - 17. Dez, 16:14

Von hinten aufgezäumt

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