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    <title>MMsSenf (&quot;Freiraum ist der Raum zwischen den Stühlen&quot;) : Rubrik:Wissenschaft &amp; Technik</title>
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    <description>&quot;Freiraum ist der Raum zwischen den Stühlen&quot;</description>
    <dc:publisher>MMarheinecke</dc:publisher>
    <dc:creator>MMarheinecke</dc:creator>
    <dc:date>2012-02-07T07:42:10Z</dc:date>
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  <image rdf:about="http://static.twoday.net/MartinM/images/icon.jpg">
    <title>MMsSenf</title>
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  <item rdf:about="http://martinm.twoday.net/stories/11888990/">
    <title>Heute gibts Ursuppe</title>
    <link>http://martinm.twoday.net/stories/11888990/</link>
    <description>Der fünfte Teil der von mir schon vorgestellten &lt;a href=&quot;http://martinm.twoday.net/stories/11570766/&quot;&gt;Video-Reihe &quot;Tatsache Evolution: Was Darwin nicht wissen konnte&quot;&lt;/a&gt; befasst sich mit Ursprungstheorien, d. h. der Frage, wie das Leben auf der Erde entstand bzw. wie es auf die Erde kam.&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;640&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/N62LdN5tFP8?fs=1&amp;hl=de_DE&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/N62LdN5tFP8?fs=1&amp;hl=de_DE&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;640&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
Unter vielem Anderem geht es auch um die &quot;Ursuppe&quot;. Sie ist eine der drei wichtigsten erklärenden Theorien zur chemischen Evolution. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesetze der Physik und Chemie reichen aus, um im Prinzip den Ursprung der ersten Vorläufer-Zellen zu verstehen, obwohl noch viele Detailfragen zur chemischen Evolution ungelöst und daher Gegenstand der Forschung sind. 

&lt;blockquote&gt;Mit dem Wort Ursprungsfrage assoziiert man in der Regel christlich-religiöse Glaubensinhalte. So bezeichnen z. B. die deutschen Kreationisten die &quot;Ursprungsforschung&quot; als &quot;Königsdisziplin der Biologie&quot;. Als Alternative zur atheistischen &quot;Makroevolutionslehre&quot; bieten sie ihren von der biblischen Offenbarung motivierten Schöpfungsglauben an - die Ursprungsfrage wird somit auf biblische Wunder zurück geführt und im Sinne des Intelligent Design-Kreationismus interpretiert. Diese inhaltsleere Schein-Erklärung eignet sich für kirchliche Sonntagsreden - sie hat jedoch in der Evolutionsbiologie nichts verloren.&lt;/blockquote&gt;

Obwohl ich mich, anders als Dr. Kutschera nicht als Atheist verstehe, und meine Weltsicht nicht in allem völlig naturalistisch ist, gebe ich ihm da voll und ganz recht: Schein-Erklärungen und falsch verstandene Mythen haben in der Evolutionsbiologie (und im Bio-Unterricht in der Schule) nichts verloren!</description>
    <dc:creator>MMarheinecke</dc:creator>
    <dc:subject>Wissenschaft &amp; Technik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2011 MMarheinecke</dc:rights>
    <dc:date>2011-01-31T21:38:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://martinm.twoday.net/stories/11570766/">
    <title>Video-Reihe &quot;Tatsache Evolution: Was Darwin nicht wissen konnte&quot;</title>
    <link>http://martinm.twoday.net/stories/11570766/</link>
    <description>Der &lt;a href=&quot;http://www.evolutionsbiologen.de/News.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Arbeitskreis Evolutionsbiologie&lt;/a&gt; veröffentlicht eine Reihe, wie ich finde, gut verständlicher Videos zum Thema &quot;Tatsache Evolution&quot; auf YouTube. (Sie entsprechen in etwa guten Biologie-Einsteigervorlesungen, also kein &quot;Infotainment&quot; mit Animationen usw.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Grund für den AK Evolutionsbiologie, diese Video-Serie zu machen, ist es, den Fehlinformationen, die auf YouTube über zahlreiche Kreationisten-Videos verbreitet werden, aktuelle Sachinformationen entgegen zu setzen. Das Thema &quot;Evolution&quot; ist auf YouTube praktisch vollständig von laienhaften Darstellungen fundamentalistischer Christen besetzt, die über inhaltsleere, aber professionell hergestellte Filme die Biowissenschaften als Ganzes diskreditieren.  &lt;br /&gt;
Haupt-Zielgruppe sind interessierte Laien, Oberstufenschüler und Studienanfänger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von populären Irrtümern zum Thema Evolution, soll dieses Video aus dem Arbeitskreis Evolutionsbiologie im VBiO anschaulich zum Thema hinführen und die folgenden Schwerpunkte behandeln:&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Allgemeine Definitionen des Evolutionsbegriffs;&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Populationen als Einheiten der Evolution;&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Artbildung, das Aussterben und Stammbäume&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;die Zellen-Regel und der Evolutionsbeweis&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Evolutionsbiologie als Theoriensystem und angewandte Naturwissenschaft;&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;der doppelte Beleg zur Abstammung des Schimpansen und Menschen aus einer gemeinsamen afrikanischen Zwischenform.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=jh-Oyf_t3c0&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Video 1: Was ist Evolution?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wörtlich verstandene, auf biologische Phänomene übertragene biblische Schöpfungsglaube (Kreationismus) breitete sich nach der Veröffentlichung von Charles Darwins Hauptwerk &lt;i&gt;(On the Origin of Species, 1859)&lt;/i&gt; in Europa aus und ist noch heute in Deutschland und den USA, wo es keinen staatlichen Religionsunterricht gibt, weit verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den beiden Lehr-Videos Nr. 2 und 3 werden nach Darlegung einiger Grundbegriffe die folgenden Themen behandelt:&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Versionen des biblischen Schöpfungsglaubens: Vom flache Erde-Kreationismus über den Amtskirchen-Kompromiss zum Konzept der Naturalistischen Evolution&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Kreationistische Organisationen in Deutschland&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Die Behauptungen der Kreationisten bzw. Intelligent Design-Vertreter und deren Widerlegung&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Das Grundtypen-Dogma der Kreationisten R. Junker und S. Scherer (Studiengemeinschaft Wort und Wissen)&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Pseudowissenschaft unter dem Deckmantel der Biologie&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Das Intelligent Design-Argument und dessen Widerlegung am Beispiel der Augen- und Flagellen-Evolution&lt;/li&gt;
&lt;li&gt; Propaganda-Strategien der deutschen Kreationisten und der Missbrauch akademischer Institutionen&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Bewertung des (Intelligent Design) Kreationismus aus der Perspektive der Evolutionsbiologie: &lt;b&gt;Glauben heißt nicht wissen!&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;

&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=HQZacHdupyI&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Video 2: Was ist Kreationismus?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=toV6sh4zJMY&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Video 3: Was ist Intelligentes Design?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=GAQ_6mEi2fs&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Video 4 - Was ist Lebensentstehung?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;640&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/GAQ_6mEi2fs?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/GAQ_6mEi2fs?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;640&quot; height=&quot;385&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
In diesem Video wird die Problematik der Lebensentstehung diskutiert und als das Aufkommen der ersten Ur-Mikroben definiert. Die Merkmale urtümlicher Zellen werden dargelegt und die ältesten, ca. 3.500 Millionen Jahre alten versteinerten Bakterien vorgestellt. Das Video endet mit einer Darstellung der Umweltbedingungen auf der jungen Erde, wo vor ca. 4.000 Millionen Jahren in den warmen Ozeanen die ersten Zellen entstanden sind.&lt;br /&gt;
Das zugehörige Video Nr. 5 &quot;Was sind Ursprungstheorien?&quot; wird im Januar 2011 veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier noch zwei Links zu zum Thema passenden Beiträgen:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.chronologs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens/personen/2011-01-10/teilhard-de-chardin-der-evolution-re-theismus-und-papst-benedikt-xvi&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Teilhard de Chardin, der Evolutionäre Theismus und Papst Benedikt XVI.&lt;/a&gt; vom Religionswissenschaftler Michael Blume. Ich halte diesen Beitrag für wichtig, da methodischer Naturalismus (und damit ein a-theistischer Therieansatz) im Falle Teilhard de Chardins durchaus mit einem theistischen Weltbild zusammen ging. Ob das aber für andere Anhänger der theistischen Evolution (immerhin der offiziellen Position der beiden großen Kirchen in Deutschland) so gilt, wage ich zu bezweifeln: Oft ist &quot;theistische Evolution&quot; kaum etwas anderes als ein fauler Kompromiss zwischen Schöpfungsglaube und Biologie auf Tatsachenbasis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Wer-fuer-alles-offen-ist-ist-nicht-ganz-dicht/story/11331122&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht&lt;/a&gt; Interview des Züricher Tages-Anzeigers mit Religionskritiker Michael Schmidt-Salomon über Light-Christen, abgewürgte Aufklärung im Islam und übertriebene Toleranz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn ich Schmidt-Salomon nicht in allem zustimme - hiermit  hat er meiner Ansicht nach völlig recht: 
&lt;blockquote&gt;Die zentrale Differenz sehe ich auch nicht zwischen Theismus und Atheismus, sondern zwischen einem dogmatischen und einem kritisch-rationalen Zugang zur Welt. &lt;/blockquote&gt;</description>
    <dc:creator>MMarheinecke</dc:creator>
    <dc:subject>Wissenschaft &amp; Technik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2011 MMarheinecke</dc:rights>
    <dc:date>2011-01-11T15:55:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://martinm.twoday.net/stories/8373742/">
    <title>Blaualgen produzieren Propangas (als Treibstoff)</title>
    <link>http://martinm.twoday.net/stories/8373742/</link>
    <description>Ein Problem bei der Kraftstoffgewinnung aus Biomasse - Bioalkohol, Biodiesel usw. - ist die jämmerlich geringe Ausbeute an Sonnenenergie. Hinzu kommt, dass bei der heute noch üblichen Verfahren sozusagen potenzielle Lebensmittel verbrannt werden - Pflanzenöl oder Zucker, der zu Alkohol vergoren wird. Damit treten Autos in Konkurrenz zur menschliche Ernährung.&lt;br /&gt;
Ein Ausweg aus diesem Dilemma wäre es, ausschließlich sekundäre Pflanzenstoffen, z. B. Stroh, für die Energiegewinnung zu nutzen. Aber das wäre nur eine Nischenlösung, die auch ihre Probleme hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirklich nachhaltig wäre meiner Ansicht nach Elektromobilität, wobei der Strom aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Darunter verstehe ich übrigens nicht nur Elektroautos. Für eine nachhaltige Volkswirtschaft wäre es sinnvoll, z. B. den Personen- und Güterverkehr weitgehend auf ein engmaschiges, voll elektrifiziertes Schienennetz zu verlagern - ähnlich dem der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es gibt Bereiche, in denen ein Elektroantrieb wegen der verhältnismäßig geringen Energiedichte von Akkumulatoren nicht infrage käme. Im Luftverkehr zum Beispiel. Oder wo er erhebliche Schwächen hätte, beim Autoverkehr über weite Strecken in dünn besiedelten Gegenden zum Beispiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine interessante Möglichkeit, Propangas (das bekannte &quot;Flüssiggas&quot; für Autos) nicht nur CO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;-neutral, sondern sogar CO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt; reduzierend zu gewinnen, wäre die direkte Herstellung von Propan mittels Cyanobakterien, besser bekannt als &quot;Blaualgen&quot;. &quot;Direkt&quot; heißt, dass die Cyonobakterien mit Hilfe von Sonnenlicht, Wasser und CO&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt; aus der Luft Propangas erzeugen, während bei indirekten Verfahren die Algen geerntet und fermentiert werden, wobei z. B. Methangas aus der Biomasse gewonnen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem am 1. Oktober dieses Jahres gestarteten europäischen &quot;DirectFuel&quot;-Projekt soll ein photobiologischer Prozess zur direkten Herstellung von Propan entwickelt werden. &lt;br /&gt;
Biologische Energiewandlungsprozesse eignen sich besonders dazu, jene Kohlenwasserstoffe zu gewinnen, mit denen unsere Verbrennungsmotoren laufen. Chemische Syntheseverfahren für Kohlenwasserstoffe sind seit Jahrzehnten bekannt und erprobt, sind aber aufwendig und energieintensiv. Die Cyanobakterien würden weder chemische Fabriken noch, abgesehen vielleicht von Rührwerken, zusätzliche Energie zum Sonnenlicht benötigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Natur vorhandenen Möglichkeiten für diese Umwandlung sind leider begrenzt. Hauptziel des &quot;DirectFuel&quot;-Projekts ist es deshalb, neue metabolische Synthesewege zu konstruieren, die die gewünschten Eigenschaften besitzen. (Es ginge also nicht ohne gentechnisch veränderte Cyanobakterien.)&lt;br /&gt;
Propan wurde als ausgewählt, da es bei Raumtemperatur unter normalem Druck gasförmig ist, jedoch mit nur geringem Druck leicht verflüssigt werden kann. Daher kann es als Produkt, das für die Herstellung von Kraftstoff geeignet ist, ohne direkten Eingriff in den biologischen Produktionsprozess &quot;geerntet&quot; werden. Auf alle sonst mit der Gewinnung von Biokraftstoffen verbundenen Extraktionsschritte kann verzichtet werden. Es kann jedoch trotzdem leicht und direkt in einen hochverdichteten Zustand überführt werden.&lt;br /&gt;
Propan wird seit mehr als einem halben Jahrhundert als Kraftstoff für Autos verwendet, auch Gasturbinen für Flugzeuge können mit Propan betrieben werden. Auch die Infrastruktur für die Verteilung ist schon vorhanden: In Deutschland gibt es zum Beispiel schon heute mehr als 5.000 Tankstellen, die Flüssiggas anbieten. Der Prozess ist hocheffizient und zur direkten Anwendung geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Informationen (auf Englisch):&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.cyanolab.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Cyanolab&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.directfuel.eu/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;DirectFuel&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>MMarheinecke</dc:creator>
    <dc:subject>Wissenschaft &amp; Technik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 MMarheinecke</dc:rights>
    <dc:date>2010-10-02T19:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://martinm.twoday.net/stories/6392947/">
    <title>Kaventsmänner</title>
    <link>http://martinm.twoday.net/stories/6392947/</link>
    <description>Eine interessante Meldung bei &quot;Spiegel online&quot;, die mich zu einigen Gedanken anregt:
&lt;blockquote&gt;Sie werden bis zu 30 Meter hoch, zerstören selbst große Schiffe - Monsterwellen lassen sich bisher nicht vorhersagen. Nun können Forscher immerhin zeigen, unter welchen Bedingungen die gefährlichen Wasserwände entstehen. Eine Erkenntnis: Die Kaventsmänner sind erstaunlich langlebig.&lt;/blockquote&gt;
&lt;a href=&quot;http://nachrichten.t-online.de/forscher-erkennen-monsterwellen-wetter/id_42041844/index&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Forscher erkennen Monsterwellen-Wetter&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst in diesem interessanten und meiner Ansicht nach gut recherchierten &quot;Spiegel&quot;-Artikel geht es nicht ohne eine Behauptung ab, die in kaum einem Text über &quot;Freak Waves&quot; fehlt, die aber meines Erachtens so nicht stimmt:
&lt;blockquote&gt;Noch vor wenigen Jahren hätte kaum jemand seinen Erzählungen geglaubt: Berichte über Monsterwellen galten als Seemannsgarn.&lt;/blockquote&gt;

Mit den &quot;Kaventsmännern&quot; was es lange Zeit ähnlich wie mit den &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kugelblitz&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kugelblitzen&lt;/a&gt;. Es gab neben Augenzeugenberichten nur wenige fotografische Belege. Vor allem fehlte eine allgemein akzeptierte Erklärung für dieses Phänomen. Wie Einstein sagte: &quot;Die Theorie bestimmt, was wir beobachten können.&quot; Passt ein Phänomen nicht in das vorherrschende Erklärungsmodell, wird es - ohne böse Absicht und ohne ausgeprägte Ignoranz - gerne einmal für eingebildet erklärt. Zumal die Überlebenden eines Schiffsunglücks ja traumatisiert sind. Und was Seeleute so alles erzählen, wenn der Abend lang und die Getränke stark sind, das weiß schließlich jeder ... &lt;br /&gt;
Hinzu kam, dass Schiffsversicherer (ein bekanntermaßen rauer Zweig der Versicherungswirtschaft) ohnehin gern im Verschwiegenen arbeiten. Ein wirkliches Interesse, das Ausmaß des Risikos &quot;Monsterwellen&quot; publik zu machen, gab es offensichtlich nicht.&lt;br /&gt;
Deshalb war das Phänomen &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Monsterwellen&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&quot;Monsterwelle&quot;&lt;/a&gt; bis 1995 umstritten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Ereignisse führten dazu, dass die &quot;Kaventsmänner&quot; auch von den größten Skeptikern nicht mehr wegdiskutiert werden konnten - diese Ereignisse mit eindeutig dokumentierten Monsterwellen führten dazu, dass deren Existenz nicht mehr in Frage gestellt und wissenschaftliche Forschungen betrieben werden: In der Neujahrsnacht 1995 wurde von der automatischen Wellenmessanlage der norwegischen Ölbohrplattform Draupner-E während eines Sturms in der Nordsee eine einzelne Welle mit 26 m Höhe gemeldet. &lt;br /&gt;
Aber in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit - einschließlich besonders hartnäckiger Landratten - kamen die &quot;Freakwaves&quot; erst am 11. September 1995, als der britische Luxusliner &quot;Queen Elizabeth 2&quot; bei der Neufundlandbank von Monsterwellen getroffen wurde. Das extrem seetüchtige Schiff überstand den Vorfall mit nur leichten Schäden. Es gab vor allem hunderte Zeugen und dutzende gute Fotos und Videos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So viel ich weiß, war es unter Seeleuten, aber auch z. B. unter Reedern, Seefahrtshistorikern und anderen mit der Seefahrt verbundenen Menschen niemals wirklich strittig, dass es die &quot;Kaventsmänner&quot; wirklich gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erinnere mich konkret an zwei Schiffsunglücke, die sich zu meiner Schulzeit ereigneten, und bei denen ich über Klassenkameraden (in einem Fall der Sohn eines Kapitäns eines Schiffes, das an der Suche nach der &quot;München&quot; beteiligt war) indirekt die Diskussionen um die Ursachen der Havarien mitbekam - auch Dinge, die es damals nicht in die Zeitungen schafften.&lt;br /&gt;
Der erste Fall war der rätselhafte Untergang der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchen_%281972%29&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;MS München&lt;/a&gt; im Dezember 1978. Der einzige vorstellbare Grund, wieso ein modernes und sehr seetüchtiges Schiff einfach bei schwerer See &quot;verschwinden&quot; kann, war, dass war auch damals schon offensichtlich, Wellenschlag. Nun war die &quot;München&quot; keine Nussschale, die Wellen müssten über 25 m hoch gewesen sein, um dem Frachter etwas anhaben zu können. Damals gab es tatsächlich &quot;Experten&quot;, die bestritten, dass es solche Wellen überhaupt gebe könne. Nach tagelanger Suche war klar, dass die 28 Menschen an Bord der &quot;München&quot; umgekommen waren. Gefunden wurden nur drei Leichter, ein leeres, zerstörtes Rettungsboot und eine Notfunkbake  sowie unbenutzte, teils ölverschmierte Rettungsinseln. Das Schiff musste also sehr schnell gesunken sein. Das Rettungsboot war ursprünglich in zwanzig Metern Höhe an der Steuerbordseite des Schiffs mit Bolzen befestigt gewesen. Diese Bolzen waren nicht nur nicht gelöst worden (was geschehen wäre, wenn jemand das Boot benutzen wollte), sondern auch noch völlig nach hinten hin verbogen, was auf schweren Wellenschlag von vorn hindeutete. &lt;br /&gt;
Es war in Seefahrtskreisen - übrigens auch bei der Seeamtsverhandlung über die Havarie - also völlig klar, dass die &quot;München&quot; einer &quot;Monsterwelle&quot; zum Opfer gefallen war. Trotzdem gab es &quot;Experten&quot;, die das bestritten, und z. B. schwere Konstruktionsfehler an der &quot;München&quot; für das Unglück verantwortlich machten. Ich erinnere mich an eine Karikatur, in der ein winziges Forschungsschiff zu sehen war, über dem sich eine berghohe Welle türmt. An Bord des Schiffes sagt ein Wissenschaftler zum Kapitän: &quot;Keine Angst, Käpt&apos;n, das da ist nur eine optische Täuschung!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phoenix Doku: &lt;a href=&quot;http://www.phoenix.de/die_monsterwellen_auf_dem_meer/161430.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Die Monsterwellen auf dem Meer&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Unglück war der Untergang der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/E.L.M.A._Tres_%28Schiff%29&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;E.L.M.A. Tres&lt;/a&gt; (eigentlich: &quot;MS Corinna Drescher&quot;, das Schiff war an die argentinische Staatsreederei E.L.M.A. verchartert) am 26. November 1981 im Atlantik, nahe den Bermudas, wobei 23 Seeleute starben.&lt;br /&gt;
Zwar kam im Falle der &quot;Corinna Drescher&quot; auch ein Maschinenausfall hinzu, aber es war ziemlich deutlich, dass das Schiff ohne extrem  hohen Wellen nicht verloren gegangen wäre. Ich erinnere mich lebhaft an die von der Gewerkschaft ÖTV erhobene schweren Vorwürfe gegen die Reederei wegen des Zustandes des Schiffes und den schlechten Ausbildungsstand der überwiegend phillipinischen Mannschaft. Die &quot;Monsterwellen&quot; wurden auch als &quot;Monsterwellenlegende&quot; oder &quot;Bermuda-Dreieck-Legende&quot;, als bloße Schutzbehauptung eines verantwortungslosen Reeders, bezeichnet. Auch wenn der Reederei vor dem Seeamt tatsächlich einige Versäumnisse nachgewiesen werden konnten, waren die extrem hohen Wellen keine Ausrede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Untergang der &quot;Corinna Drescher&quot; sind wir mitten im &quot;Bermuda-Dreick&quot;. Einem ganz gewöhnlichem Seegebiet übrigens, in dem keineswegs mehr Schiffe oder Flugzeuge als in anderen ziemlich dicht befahrenen und ziemlich gefährlichen Seegebieten verschollen gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den sieben Meeresgebiete, in denen besonders oft &quot;Monsterwellen&quot; entstehe, gehört in der Tat das Bermudadreieck, aber auch der Agulhasstrom an der Ostküste Südafrikas - und die  nördliche Nordsee.&lt;br /&gt;
Wenn man sich vor Augen hält, wie viele Bohrinseln und Ölförderplattformen es in der nördlichen Nordsee gibt, dass der Fall der Bohrinsel &quot;Ocean Ranger&quot;, die am 15. Februar 1982 wahrscheinlich einer Riesenwelle zum Opfer fiel, zeigt, dass die Bohrinseln keineswegs gegen solche Gefahren gefeit sind, und - siehe die Riesenölpest im Golf von Mexiko - wie nachlässig die Sicherheitsbestimmungen offensichtlich gehandhabt werden, dann ist es klar, dass Kaventsmänner nicht nur eine Gefahr für Seeleute sind.</description>
    <dc:creator>MMarheinecke</dc:creator>
    <dc:subject>Wissenschaft &amp; Technik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 MMarheinecke</dc:rights>
    <dc:date>2010-06-23T20:11:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://martinm.twoday.net/stories/6255754/">
    <title>Ada Lovelace Day</title>
    <link>http://martinm.twoday.net/stories/6255754/</link>
    <description>Naturwissenschaft und Technik gelten nach wie vor als &quot;typisch männliche&quot; Domänen, und auch wenn Naturwissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen von ihren männlichen Berufskollegen nicht mehr als &quot;exotisch&quot; wahrgenommen werden, ist von einer echten Überwindung der diskriminierende Klischees über &quot;Frauen und Technik&quot; immer noch nicht die Rede sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute, am 24.März ist Ada Lovelace Day: &lt;a href=&quot;http://findingada.com&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ada Lovelace Day&lt;/a&gt;. 
&lt;blockquote&gt;Ada Lovelace Day is an international day of blogging (videologging, podcasting, comic drawing etc.!) to draw attention to the achievements of women in technology and science.&lt;/blockquote&gt; 
&lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Ada_Lovelace&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ada Lovelace&lt;/a&gt; schrieb das erste Computerprogramm, das, wenn Charles Babbage seine &quot;Analytical Engine&quot; je zum Laufen bekommen hätte, auch tatsächlich funktioniert hätte. &lt;br /&gt;
Wichtiger ist vielleicht noch, dass sie als erster Mensch, erkannte, dass ein programmierbarer Rechner mehr sein konnte, als ein bloßer &quot;Zahlenfresser&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergänzung: (via &lt;a href=&quot;http://ryuu.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;ryuu&lt;/a&gt; ) Cartoon &lt;a href=&quot;http://sydneypadua.com/2dgoggles/lovelace-the-origin-2/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ada Lovelace The Origin&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>MMarheinecke</dc:creator>
    <dc:subject>Wissenschaft &amp; Technik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 MMarheinecke</dc:rights>
    <dc:date>2010-03-24T10:04:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://martinm.twoday.net/stories/6175731/">
    <title>Sommerliches - aus der Antarktis</title>
    <link>http://martinm.twoday.net/stories/6175731/</link>
    <description>Für alle, die den Winter satt haben, ein Bild aus einer Gegend, in der gerade Hochsommer ist: der Antarktis.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.awi.de/de/aktuelles_und_presse/pressemitteilungen/detail/item/hub_neumayer_station_iii/?cHash=9701452f1d&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://u1.ipernity.com/14/30/96/7273096.822fead8.500.jpg&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;375&quot; alt=&quot;Abenddämmerung - Maike Thomsen&quot; border=&quot;0&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die Neumayer Station (III) in der Abenddämmerung. Foto Maike Thomsen - Quelle: Alfred-Wegener Institut&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gezeigte Polarforschungsstation ist die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Neumayer-Station_III&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Neumayer-Station III&lt;/a&gt;, gelegen an der Atka-Bucht in Neuschwabenland (Teil der Antarktis), auf dem etwa 200 Meter dicken Ekström-Schelfeis. Ihre beiden Vorgängerinnen waren unter der Schneeoberfläche liegende &quot;Tunnelstationen&quot;, die aber durch die im Laufe der Jahre wachsende Schneeauflast und die Eisbewegungen deformiert und damit unbewohnbar wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2009 gebaute neue Neumayer-Station steht über dem Schnee. &lt;br /&gt;
Hydraulische Hebevorrichtungen verhindern, dass sie allmählich im Eis versinkt: Die Schnee- und Eisoberfläche in der Antarktis wächst kontinuierlich, so dass die Forschungsstation jährlich angehoben werden muss. Das Baukonzept und die Technik bewähren sich auf Anhieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast die doppelte Menge Neuschnee im Vergleich zu anderen antarktischen Wintern lagerte sich an der Neumayer-Station III während des Polarwinters 2009 ab. Wegen des ungewöhnlich hohen Schneezutrags musste das Stationsgebäude gleich dreimal nacheinander mit der Hydraulikanlage angehoben werden, sagt Dr. Eberhard Kohlberg, seit Dezember 2009 Logistikkoordinator an der Forschungsstation des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft. Mehr: &lt;a href=&quot;http://www.awi.de/de/aktuelles_und_presse/pressemitteilungen/detail/item/hub_neumayer_station_iii/?cHash=9701452f1d&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt; Antarktis: Neumayer-Station III erfolgreich angehoben (Pressemittelung des AWI)&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>MMarheinecke</dc:creator>
    <dc:subject>Wissenschaft &amp; Technik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 MMarheinecke</dc:rights>
    <dc:date>2010-02-06T19:15:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://martinm.twoday.net/stories/6126096/">
    <title>Wann ist ein Boot ein Schiff?</title>
    <link>http://martinm.twoday.net/stories/6126096/</link>
    <description>Im Sprachgebrauch des 17. und 18. Jahrhunderts wurden oft nur jene seetüchtigen Wasserfahrzeuge mit mindestens drei Masten, die an allen Masten Rahsegel trugen, &quot;Schiffe&quot; genannt, im Sinne des ab dem 19. Jahrhundert üblichen Begriffes &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Vollschiff&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&quot;Vollschiff&quot;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert war es darüber hinaus zum Beispiel in der  britischen Marine üblich, nur solche rahgetakelte Dreimaster &quot;Ship&quot; zu nennen, die mindestens 20 Kanonen trugen und von einem vollwertigen Captain (Kapitän zur See) kommandiert wurden  leichter bewaffnete Schiffe nannte man &lt;a href=&quot;http://www.bolitho-und-co.de/hintergrund/schiffe/nichtklassifiziert.htm#sloops&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&quot;sloop&quot;&lt;/a&gt;, nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls &quot;sloop&quot; genannten großen Boot (&quot;Schaluppe&quot;) oder der einmastigen Takelung &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Sloop&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;sloop&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch heute ist es in der Kriegsmarine üblich, Kampfschiffe, die nicht von einem Kapitän zur See befehligt werden, &quot;Boote&quot; zu nennen, trotz zum Teil beachtlicher Größe: U-Boote, Torpedoboote, Flugkörperboote usw. . &lt;br /&gt;
In verschiedenen Lexika, einschließlich der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Boot#Definition&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;, gibt es zahlreiche, nicht übereinstimmende Definitionen von &quot;Boot&quot; oder &quot;Schiff&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/4808833&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://u1.ipernity.com/11/88/33/4808833.e70b9618.500.jpg&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;375&quot; alt=&quot;Einlaufparade09-22&quot; border=&quot;0&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;Zwei Boote, zwei Schiffe oder ein Boot und ein Schiff?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also suche ich meine (möglichst plausible, möglich fundierte) Kriterien dafür, wann ich von einem &quot;Boot&quot; und wann von einem &quot;Schiff&quot; spreche.&lt;br /&gt;
Ein offensichtliches Kriterium ist die Größe. Etwa ab 15 Meter Rumpflänge (oder 50 Fuß, für die Tradionalisten) kann man meiner Ansicht nach von einem &quot;Schiff&quot; sprechen.&lt;br /&gt;
Ich halte auch die Definition für sinnvoll, dass ein Schiff ein durchgehendes (Ober-) Deck hat. Das heißt: eine offene &lt;a href=&quot;http://www.museumsweg.de/immanuel.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Tjalk&lt;/a&gt; ist ein Boot, eine Tjalk mit Kajüte und offener &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Plicht&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Plicht&lt;/a&gt; ebenso (es sei denn, sie ist über 15 Meter lang), eine Tjalk mit durchgehendem Deck ist ein Schiff (auch wenn sie vielleicht nur 12 Meter lang ist).&lt;br /&gt;
Das dritte Kriterium ist, dass ein Schiff einen eigenen Antrieb (Motor oder Segel) hat. Ein Ponton, ein Schleppkahn oder eine Schute ist niemals ein Schiff.</description>
    <dc:creator>MMarheinecke</dc:creator>
    <dc:subject>Wissenschaft &amp; Technik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 MMarheinecke</dc:rights>
    <dc:date>2010-01-07T18:14:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://martinm.twoday.net/stories/5984415/">
    <title>Die verschmähten Astronautinnen</title>
    <link>http://martinm.twoday.net/stories/5984415/</link>
    <description>Auch wenn die NASA das Rennen um den ersten Menschen im All verloren hatten, hätte theoretisch die Möglichkeit bestanden, dass die erste Frau im Orbit eine Amerikanerin sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem wenig bekannten Projekt, dem &quot;Women in Space Program&quot; (WISP), wurden von 1959 bis 1961 19 Frauen denselben Tests unterzogen wie ihre männlichen Kollegen bei der NASA. 13 von ihnen bestanden mit der Bestnote &quot;keine medizinischen Einwände&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da aber  Flugerfahrung als Testpilot Voraussetzung für die &quot;Mercury&quot;-Astronauten war, und es damals keine weiblichen Testpiloten gab, überließ man(n) es von vorneherein der UdSSR, die erste Frau in den Kosmos zu schicken: Die Russin Walentina Tereschkowa war 1963 die erste Kosmonautin.  

&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1010325&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Verschmähte RaumfahrtpionierInnen (wissenschaft-online)&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mercury13.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Mercury 13 - the women of the Mercury era&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://history.nasa.gov/flats.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Lovelaces Woman in Space Program (NASA History Division)&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.astronautix.com/astrogrp/mer31961.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Mercury 13 - 1961 (Encyclopedia Astronautica)&lt;/a&gt;&lt;/li&gt; 
&lt;/ul&gt;</description>
    <dc:creator>MMarheinecke</dc:creator>
    <dc:subject>Wissenschaft &amp; Technik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 MMarheinecke</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-09T16:38:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://martinm.twoday.net/stories/5934175/">
    <title>&quot;Vergessene Welt&quot;: Riesenratten und Zwergpagageien in erloschenem Vulkankrater</title>
    <link>http://martinm.twoday.net/stories/5934175/</link>
    <description>Es könnte ein Science Fiction- / Abenteuer-Schmöker in der Art von Arthur Conan-Doyles &quot;Lost World&quot; sein - aber es ist Realität. &lt;br /&gt;
Eine Forschungsexpedition, die einen erloschenen Vulkan in Papua-Neuguinea erkundete, fand dort mehr als 40 bisher unbekannte Tierarten, darunter Ratten von der Größe einer Hauskatze, Frösche mit Fangzähnen, echte Papageien, die kleiner als Wellensittiche sind, tarnfarbene Geckos, Spinnen, die ein Netz auf ihre Beute fallen lassen und Fische, die mit ihrer Schwimmblase grunzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mount Bosavi im Regenwald Papua-Neuguineas ist ein 2,7 km  hoher erloschener Vulkan mit einem einen Kilometer tiefen und vier Kilometer durchmessendem Krater. Das Leben entwickelte sich dort 200.000 Jahre lang isoliert von der Außenwelt, denn so lange liegt der letzte Ausbruch zurück.&lt;br /&gt;
Die silbergraue Bosavi-Wollratte ist eine der größten Rattenarten der Welt, wiegt 1,5 kilogramm und ist mit Schwanz über 80 cm lang. Da sie niemals Menschen begegnet ist, hat sie, wie der Tierfilmer Gordon Buchanan sagt, überhaupt keine Angst. Im Vulkankrater gibt es weder Katzen noch Affen, die natürlichen Feinde der Nagetiere in Neuguinea, deshalb konnten sich die Ratten zu dieser Größe entwickeln. Das größte Raubtier im Krater ist ein Riesenwaran. &lt;br /&gt;
Das Filmteam der Expedition konnte auch erstmals den kleinsten Papageien der Welt in freier Wildbahn aufnehmen. Der stumpfgesichtige Pygmäen-Papgei kommt zwar auch außerhalb des Kraters vor und wurde schon 1866 beschrieben, aber es ist sehr wenig über ihn bekannt. Die im Bosavi-Krater lebende Unterart ist etwa neun Zentimeter lang und wiegt weniger als 12 Gramm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Expeditionsmannschaft bestand aus Biologen der Universität  Oxford, des Londoner Zoos und des Smithsonian Institute (Washington D.C.) und wurde von einem Filmteam der BBC begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Team wählte Mount Bosavi als Expeditionziel, da über das Tierleben im Krater sehr wenig bekannt ist, und vergleichbare Ökosysteme in Papua-Neuguinea zerstört werden. Die Regenwälder des Landes werden nach Angaben der Biologen mit einer Rate von 3,5 % jährlich zerstört. Nur 30 Kilometer südlich des Kraters sind schon großflächig Holzfäller am Werk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.cbc.ca/technology/story/2009/09/08/biology-papua-new-guinea-species.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Giant rats, tiny parrots found in &apos;lost world&apos; (cbc)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite der BBC zur die dreiteilige Reihe über die Expedition (mit Video): &lt;a href=&quot;http://www.bbc.co.uk/programmes/b00m82h7&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Lost Land of the Volcano&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassender Forschungsbericht (vom 1. September 2009): &lt;a href=&quot;http://downloads.bbc.co.uk/springwatch/llotv_finalreport_20090907.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Report 2009 Scientific Expedition to Mount Bosavi: Dr George McGavin (PDF)&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>MMarheinecke</dc:creator>
    <dc:subject>Wissenschaft &amp; Technik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 MMarheinecke</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-12T10:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://martinm.twoday.net/stories/5554282/">
    <title>Evolutionsbiologie in Deutschland - auch ein Trauerspiel</title>
    <link>http://martinm.twoday.net/stories/5554282/</link>
    <description>Wer hierzulande an Kreationisten denkt, denkt meisten an den &quot;Bible Belt&quot; der USA. Allerdings gibt es auch bei uns Kreationisten - und sie sind keineswegs einflusslos. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreationismus &lt;i&gt;(eingedeutscht aus engl. creationism von creation = Schöpfung, nicht zu verwechseln mit Kretinismus, abgeleitet von frz. crétin = Idiot)&lt;/i&gt; hat mehrere Richtungen. Ihnen gemeinsam ist, dass sie die Evolutionstheorie des Lebens ablehnen, eine abrahamistischen Religion angehören und die Schöpfungsgeschichten des Buches Genesis als ihre Primärquelle ansehen. Dem &quot;Schöpfungsbericht&quot;, wie sie die beiden Schöpfungsgeschichten (Gen.1 und 2,1-4 sowie Gen. 2 5-25) nennen, billigen sie den Wert einer (wissenschaftlichen) Tatsache zu. Daraus ergibt sich, dass längst nicht jeder, der an eine Schöpfung glaubt, Kreationist ist. &lt;br /&gt;
Seinen Ursprung hat der &quot;moderne&quot; Kreationismus tatsächlich im &quot;Bible Belt&quot; der USA, vor allem im südlichen Mittleren Westen, den Staaten Kansas, Missouri, Kentucky, Tennessee und Oklahoma, in denen gut 9/10 der Bevölkerung Baptisten, Methodisten oder Angehörige evangelikaler Freikirchen sind. Von dort aus breitete sich der Kreationismus auch auf die Angehörigen anderer Konfessionen und auf andere Regionen der USA aus. Während extreme Formen des Kreationismus, z. B. der &quot;junge Erde Kreationismus&quot; (dessen Anhänger glauben, die Erde sei nur rund 6000 Jahre alt) auf Fundamentalisten beschränkt sind, gibt es gemäßigtere Kreationisten (die nicht alles aus dem Buch Genesis wortwörtlich nehmen) auch unter nicht-fundamentalistischen Anhängern abrahamitischer Religion. Die wichtigste Spielart des um wissenschaftlich Plausibilität bemühten Neokreationismus ist &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligent_Design&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&quot;Intelligent Design&quot;&lt;/a&gt;. Neokreationisten legen Wert darauf, keine Fundamentalisten zu sein und nennen sich meistens nicht selbst Kreationisten. Gemäß dem auch als &quot;Kreationismus light&quot; verspotteten &quot;Intelligent Design&quot; (ID) soll ein &quot;intelligenter Designer&quot; (gemeint ist selbstverständlich Gott) die Evolution angeregt und gesteuert haben, wobei ID-Anhänger die Ansicht vertreten, dass Komplexitätskriterien zwingend beweisen oder sehr wahrscheinlich machen würden, dass das Leben auf ähnliche Weise entstanden sein muss wie vom Menschen für einen Zweck geschaffene Nutzgegenstände. Theologische Kritiker werfen dem ID vor, er reduziere Gott zum Lückenbüßer &lt;i&gt;(meiner Ansicht nach zurecht)&lt;/i&gt;, während Kritiker von naturwissenschaftlicher Seite die Wissenschaftlichkeit von I.D. bestreiten, weil sie ihre Behauptungen mit den Methoden der Wissenschaft nicht überprüft und gegebenenfalls falsifiziert werden können. &lt;i&gt;(Womit sie meiner Ansicht nach voll und ganz Recht haben!)&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.vuletic.com/hume/cefec/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://u1.ipernity.com/12/77/93/5447793.5c2272a2.560.jpg&quot; width=&quot;336&quot; height=&quot;489&quot; alt=&quot;science defenders&quot; border=&quot;0&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Wie sieht es in Deutschland aus? Wenn man dem Biologiedidaktiker Christoph Lammers folgt, trübe: &lt;a href=&quot;http://hpd.de/node/7439&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Die gedankliche (Er)Schöpfung... (hpd)&lt;/a&gt;. Achtzehn Prozent der Deutschen glauben nicht, dass es einen gemeinsamen Vorfahren von Menschen und Affen gäbe. Auch deutsche Kreationisten wollen, dass ihre Kinder auf evangelikalen  Schulen unterrichtet werden, die sich vor allem an der Bibel orientieren (z. B. in der Georg Müller Schule in Bielefeld). Auch der Einfluss kreationistischer Bücher sei nicht zu vernachlässigen. Diese würden zuhauf an Schulen verschenkt, beispielsweise ein Biologiebuch von R. Junker und S. Scherer, welches an seriösen Schulbüchern orientiert sei und sich eines wissenschaftlichen Sprachduktus (ID) bedient. Im Vorwort der Ausgabe von 2002 hatte der heutige Thüringer Ministerpräsident Althaus ein positives Vorwort formuliert, welches allerdings bis zur nun 6. Auflage zurückgezogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.scinexx.de/dossier-368-1.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Gott oder Darwin? - Der Kreationismus auf dem Vormarsch (scinexx)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Im April 2007 brachte eine Umfrage unter Studienanfängern der Universität Dortmund erschreckendes zu Tage: 1.228 Lehramtsstudenten, darunter 148 angehenden Biologielehrer, sollten zu insgesamt 108 Aussagen pro und Kontra Evolution Stellung nehmen. Immerhin jeder achte Studienanfänger zweifelte daran, dass überhaupt eine Evolution der Arten stattgefunden hat und konnte sich nicht vorstellen, einen gemeinsamen Vorfahren mit den Schimpansen zu teilen. &lt;br /&gt;
Da Deutschland an und für sich nicht als Hochburg der christlichen Frömmigkeit gelten kann, und der Fundamentalismus in den großen Kirchen eher eine Randerscheinung ist, beruht der Vormarsch des ID hierzulande vermutlich eher auf einer Schwäche der Evolutionsbiologie in Deutschland als auf der Stärke der Kreationisten. Damit stellt sich die Frage:&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Warum hat der &quot;Darwinismus&quot; in Deutschland einen so schlechten Stand?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dittmar Graf, Professor für Didaktik der Biologie und Leiter der Dortmunder Umfrage ist der Ansicht, dass schon bei Schülern vielfach das Wissen über die Schöpfungslehre ausgeprägter als das über die Evolutionstheorie: &quot;Wenn Schüler zum ersten Mal mit dem Thema Evolution konfrontiert werden, haben sie bereits eine Vielzahl eigener Konzepte generiert, die oft stark mit religiösen Ansichten durchdrungen sind.&quot; An den meisten Schulen wird die Evolutionstheorie erst ab der neunten, in vielen sogar erst in der elften Klasse, vorher wird die Thematik allenfalls gestreift. Mit der Folge, dass die nach der zehnten Klasse abgehenden Schüler ihre Schullaufbahn schlimmstenfalls &quot;evolutionsfrei&quot; beenden. Graf hofft, dass sich sich die Einstellung besonders bei den Biologie-Studenten während des Studiums noch ändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Womit wir bei einem weiteren Problem wären: Laut dem Aufruf der VolkswagenStiftung zum Ideenwettbewerb &quot;Evolution heute&quot; aus dem Jahr 2008 seien selbst viele Biologen beim Thema Evolution auf einem veralteten Wissensstand.&lt;br /&gt;
Ein Grund dafür könnte sein, dass es an deutschen Universitäten  vergleichsweise wenige Evolutionsbiologen gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ruf des &quot;Darwinismus&quot; leidet in Deutschland immer noch sehr unter der biologistischen Ideologie der Nationalsozialisten. Ab 1933 konnte neben der biologistischen, aber biologisch nicht gestützten Rassenideologie der Nazis kaum noch seriöse Evolutionsforschung betrieben werden. Aber auch der brutale Sozialdarwinismus eines Adolf Hitlers, eines Alfred Rosenbergs oder Heinrich Himmler kam nicht aus dem Nichts: schon vor 1933 hatte die aufklärerische Haltung Darwins gegenüber den Sozialdarwinisten einen schlechten Stand. Zum Teil mag das daran liegen, dass die Evolutionstheorie im deutschen Sprachraum vor allem von Ernst Haeckel popularisiert wurde. Haeckel war ein hervorragender Biologe, er gilt als Begründer der Ökologie (auch der Begriff wurde von ihm geprägt), und erarbeitete er eine ausführliche embryologische Argumentation für die Evolutionstheorie. Allerdings vertrat er auch sozialdarwinistische Ansichten, neigte zum Rassismus, war ein Befürworter von Eugenik und &quot;Rassehygiene&quot; und sein Nationalismus wurde im Alter immer chauvinistischer und polemischer.&lt;br /&gt;
Auch wenn Haeckels Werke wohl zu &quot;sperrig&quot; für den ideologischen Gebrauch der Nazis waren, und es in Nazideutschland nicht zu einer einheitlichen festgelegten Einschätzung Haeckels kam, beriefen sich Nazi-&quot;Rassehygeniker&quot; oft auf ihn. Haeckel trieb den &quot;naturalistischen Fehlschluss&quot; auf die Spitze, indem er die Kulturgeschichte mit der Naturgeschichte gleichsetzte, da beide seiner Meinung nach den gleichen Naturgesetzen gehorchten. Damit dürfte er das Denken der Nazis beeinflusst haben. David Gasmann und unabhängig davon Richard Weikart sehen in Haeckel sogar einen Vordenker des Nationalsozialismus. &lt;br /&gt;
Wie auch immer: nicht nur Sozialwissenschaftler denken beim Wort &quot;Darwinismus&quot; sofort an &quot;Sozialdarwinismus&quot;. Der für weite Teile der deutschen Gesellschaft typischen Hang zum &quot;nachgeholten moralischen Widerstand&quot; - je länger das nazideutsche Reich untergegangen ist, desto stärker wird es im heutigen Deutschland &quot;bekämpft&quot; - führt meines Erachtens dazu, dass Evolutionsbiologie und übrigens auch Genetik in Deutschland als &quot;prolematisch&quot; gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen weiteren, überraschenden, Grund für die Unbeliebtheit der Evolutionsbiologie gaben in &quot;Bild der Wissenschaft&quot;-Beilage bdw-plus zum Thema &quot;Evolution&quot; gleich zwei der befragten Forscher an: Es gäbe in Deutschland so wenige Evolutionbiologen, weil es so viele Neurobiologen gäbe.&lt;br /&gt;
Nico Michiels, Professor für Evolutionsökologie in Tübingen, meint, das läge daran, dass die Deutschen technikbesessen seien, und entsprechend mechanistisch gedacht würde. Professor Manfred Milinski vom Max-Plank-Institut für Evolutionsbiologie in Plön, verwies auf die Dominanz der Neurophysiologie in Deutschland und deren mechanistische Sicht.&lt;br /&gt;
Ob Neurobiologen wirklich mechanistisch denken, sei einmal dahingestellt. Für einen angehenden Biologen, dem oder der es auf großes Prestige ankommt, ist die Neurobiologie jedenfalls attraktiv, und nicht nur, weil da die tollen High-Tech-Geräte benutzt werden, während Evolutionsbiologen der Ruf, ihre Arbeitszeit mit &quot;Käfersammlern&quot;, &quot;Blättervergleichen&quot; und &quot;Bakterienzählen&quot; zu verbringen, anhaftet. Über einen Genforscher, der das &quot;Schwulen-Gen&quot; entdeckt haben will, empören sich - zurecht - große Teile der deutschen Öffentlichkeit. Nicht minder fragwürdige Ergebnisse der Neurobiologie, etwa über den Sitz soziophatischer Neigungen im Gehirn, werden nach meiner Beobachtung deutlich freundlicher aufgenommen.</description>
    <dc:creator>MMarheinecke</dc:creator>
    <dc:subject>Wissenschaft &amp; Technik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 MMarheinecke</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-30T15:33:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://martinm.twoday.net/stories/5838500/">
    <title>Die echte &quot;Mondlandungslüge&quot;: Warum sie geglaubt wurde</title>
    <link>http://martinm.twoday.net/stories/5838500/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://martinm.twoday.net/stories/5820129/&quot;&gt;(Teil 1: Das Wettrennen zum Mond)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das langsame Ende des sowjetischen Mondflugprogramms&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Die UdSSR hatte 1969 den &quot;Wettlauf zum Mond&quot; verloren. Das hieß aber noch lange nicht, dass sie ihre Mondprogramme aufgegeben hätte. Zwar konzentrierte sie sich nun verstärkt auf den Bereich der Langzeitflüge und der bemannten Raumstationen, aber vorerst wurde die für das bemannte Mondlandeprojekt N1-L3 vorgesehene Rakete &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/N1_%28Rakete%29&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;N1&lt;/a&gt; weiterentwickelt. Am 26. Juni 1971 startete die dritte N1. Sie geriet in unkontrollierbares Rollen und wurde nach 51 s gesprengt. Der vierte Start einer verbesserten N1-7L am 23. November 1972 lief bis zum Brennschluss der sechs zentralen Erststufentriebwerke problemlos ab. Dann explodierte ein Triebwerk, die Rakete stürzte ab.&lt;br /&gt;
Fehlstarts sind bei neuentwickelten Raketen das &quot;täglich Brot&quot; der Raufahrtingenieure, zumal bei so komplizierten Geräten wie der N1 mit ihren 30 Triebwerken. (Die &quot;Saturn&quot;-Familie, in deren Geschichte es keinen einzigen Totalausfall gab, ist die große, glänzende Ausnahme.) Die Pläne für eine bemannte sowjetische Mondlandung wurden mit jeden Fehlstart (und mutmaßlich wachsenden Finanzierungsschwierigkeiten) Schritt um Schritt weiter verschoben und erst 1974 - zwei Jahre nach Ende des &quot;Apollo&quot;-Programms - endgültig abgesagt. &lt;br /&gt;
Selbst das Mondumkreisungsprogramm wurde eine Weile fortgesetzt: Sond 7, gestartet am 7. August 1969, umrundete erfolgreich unbemannt den Mond - Kosmonauten hätten den Flug überlebt. Aber nachdem man &quot;abgehängt&quot; war, wurden keine so großen Risiken mehr eingegangen. Sond 8, am 20. Oktober 1970 gestartet, war ein Erprobungsflug im Rahmen des N1-L3-Mondlandeprogramms.&lt;br /&gt;
Das erwähnte Langzeitflug- und Raumstationsprogramm diente Anfangs erkennbar auch dem Ziel, Erfahrungen des US-Raumfahrtsprogramms nachzuholen - auch wenn es nach außen nicht offensichtlich war, war die UdSSR gerade &lt;i&gt;weil&lt;/i&gt; sie ihr Raumfahrtprogramm unter &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Nikita_Sergejewitsch_Chruschtschow&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Chruschtschow&lt;/a&gt; stark auf sensationelle Erstleistungen ausgelegt hatte, nach dem spektakulären ersten Raumflug eines Menschen 1961 zuerst langsam, ab dem &quot;Gemini&quot;-Programm der USA 1965 spürbar technisch ins Hintertreffen geraten. Paradoxerweise tat es der sowjetischen Raumfahrt gut, dass der &quot;Generalsekretär der Stagnation&quot; &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Leonid_Breschnew&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Breschnew&lt;/a&gt;, anders als sein Vorgänger, kein &quot;Raumfahrt-Fan&quot; war: Es konnte nun, ohne ständige Einmischungen von &quot;oben&quot;, sorgfältiger geplant und konstruiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verbundmission von Sojus 6, Sojus 7 und Sojus 8 im Oktober 1969 wurde die Mondlandeausrüstung getestet. Offensichtlich nicht zur vollen Zufriedenheit: die Rendezvoussysteme aller drei Raumschiffe hatten Probleme. Zwar hieß es später in den offiziellen Verlautbarungen, dass gar keine Kopplung geplant gewesen wäre, doch das ist höchst unwahrscheinlich, da alle Raumschiffe mit Kopplungsadaptern ausgerüstet waren. Sojus 9, gestartet am 1. Juni 1970, war fast 17 Tagen im Orbit und nahm den USA den Langzeitrekord für bemannte Raumflüge wieder ab - allerdings war dieser Flug, anders als manche Flüge der Chruschtschow-Ära, kein Rekord des Rekordes willen, sondern diente der Vorbereitung auf eine bemannte Raumstation. Die Station &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Saljut_1&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Saljut 1&lt;/a&gt; wurde im April 1971 von einer &quot;Proton&quot;-Rakete in die Umlaufbahn gebracht. &lt;i&gt;(Eigentlich war es die zivile Version der militärischen Raumstation Almaz, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht einsatzbereit war, weshalb eine vereinfachte Version mit der Bezeichnung DOS gebaut wurde. Aus Tarnungsgründen erhielten sowohl die zivilen DOS- wie die militärischen Almaz-Stationen den Namen &lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Saljut&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Saljut&lt;/a&gt;.)&lt;br /&gt;
Die Besatzung von &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Sojus_11&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Sojus 11&lt;/a&gt; verbrachte die neue Rekordzeit von über 23 Tagen im All, davon 22 Tage an Bord der ersten Raumstation - und endete tragisch mit dem Tod der drei Kosmonauten Georgi Timofejewitsch Dobrowolski, Viktor Iwanowitsch Pazajew und Wladislaw Nikolajewitsch Wolkow. (Encyclopedia Astronautica: &lt;a href=&quot;http://www.astronautix.com/flights/soyuz11.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Sojuz 11&lt;/a&gt; ) Durch eine technische Fehlfunktion während der Landephase, ein undichtes Ventil, entwich die Kabinenluft, die Raumfahrer, die keine Raumanzüge trugen, starben an Sauerstoffmangel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem aufsehenerregende Unglück von Sojus 11 forderte  Breschnew, dass keine bemannte Mission unternommen werden sollten, solange die gleiche Mission nicht erfolgreich von einem vollständig automatischen Raumfahrzeug durchgeführt worden war. Die bemannte sowjetische Raumfahrt kam deshalb für zwei Jahre zu einem kompletten Stillstand. Dies war wahrscheinlich der Todesstoß für den sowjetischen Plan einer bemannten Mondlandung: Während die Sojus-Raumschiffe in der Erdumlaufbahn für Testflüge ferngesteuert werden konnten, hätte die Mondlandeeinheit für einen unbemannten Flug vollständig automatisiert werden müssen.&lt;br /&gt;
In dieser Zeit teilten die Sowjets erstmals offiziell mit, sie hätten kein Programm, einen Menschen auf dem Mond zu landen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immerhin erzielte die Sowjetunion mit unbemannten &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Luna-Programm#R.C3.BCckfuhr_von_Mondproben&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Probenrückholsonden&lt;/a&gt; und den ferngesteuerten Mondrovern vom Typ &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Lunochod_1&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Lunochod&lt;/a&gt; beachtliche Erfolge, die aber im Schatten der amerikanischen bemannten Mondlandungen standen.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/5469920&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://u1.ipernity.com/12/99/20/5469920.5e1d859c.500.jpg&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;407&quot; alt=&quot;N1 und Saturn V&quot; border=&quot;0&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Montage der startenden N1 &quot;Herkules&quot; (links) und Saturn V (rechts)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Lüge wird geschluckt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ab 1973 verständigten sich die UdSSR und die USA auf das &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Apollo-Sojus-Test-Projekt&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Apollo-Sojus-Test-Projekt&lt;/a&gt;. Sein Ziel erreichte es, als am 17. Juli 1975 ein Apollo- und ein Sojus-Raumschiff in der Erdumlaufbahn aneinander ankoppelten, so dass die Raumfahrer von einem Raumschiff ins andere umsteigen konnten. Für dieses Projekt erhielten auch NASA-Mitarbeiter Zugang zu den bisher streng geheim gehaltenen sowjetischen Raumfahrteinrichtungen. Im Zuge dieser Zusammenarbeit kam zu einem Art stillschweigenden Schweigeabkommen: obwohl man bei der NASA wusste, dass die UdSSR ein bemannten Mondprogramm hatte, und man auf sowjetischer Seite wusste, dass die USA es wussten, wurde über die bemannten Mondprogramme der UdSSR einfach nicht mehr öffentlich gesprochen. (Allerdings war der Kommandant der Sojus, Alexej Leonow, am Mondprogramm beteiligt gewesen- und wegen seiner unbedachten Äußerungen gegenüber der internationalen Presse, aus denen ziemlich klar hervorging, dass die UdSSR zum Mond wollte, zeitweilig in Ungnade gefallen.)&lt;br /&gt;
Auch die Seite der USA hatte einen Grund, über das sowjetische Mondprogramm zu schweigen: ihr Ruf war nach dem &quot;schmutzigen Krieg&quot; in Vietnam und Kambodscha und der Watergate-Affäre, die 1973 zum Sturz des Präsidenten Richard Nixon führte, lädiert. Es wäre für die brüchigen Beziehungen schädlich gewesen, die Misserfolge der UdSSR sozusagen öffentlich bloßzustellen. Außerdem war es der CIA peinlich, dass ihr der britische Geheimdienst SIS bzw. MI6 beim Ausspionieren der sowjetischen Raumfahrt weit voraus war. &lt;br /&gt;
Hinzu kam. das die CIA &quot;dank&quot; ihrer mit Drogenschmuggel finanzierten Geheimoperationen in Südostasien, der vom Journalisten Seymour Hersh aufgedeckten &quot;Operation CHAOS&quot;, der Bespitzelung von rund 7.000 Personen und 1.000 Organisationen in den USA, die in Opposition zum Vietnamkrieg standen oder der Bürgerrechtsbewegung angehörten, und nicht zuletzt wegen der Unterminierung der demokratisch gewählten linksgerichteten Allende-Regierung in Chile und der Unterstützung des Militärputsches von General Pinochet einen katastrophalen Ruf hatte. Selbst konservative Medien trautem der CIA damals buchstäblich &lt;i&gt;alles&lt;/i&gt; zu - außer wahrheitsgemäßen Berichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der &quot;Wettlauf zum Mond&quot; 1969 entschieden war, ließ das Interesse der US-amerikanischen Öffentlichkeit an den Apollo-Missionen rasch nach. Zur Enttäuschung der NASA sahen viele US-Bürger, darunter der schon erwähnte Fernsehjournalist Walter &lt;br /&gt;
Cronkite, den Sinn des Apollo-Programms ausschließlich darin, &quot;die Russen zu schlagen&quot;. Wenn nun &quot;die Russen&quot; gar nicht im Rennen waren, dann war in dieser schlichten &quot;Kalte-Kriegs-Logik&quot; das Geld für das &quot;Apollo-Programm&quot; verschwendet gewesen.&lt;br /&gt;
Dass die eigentlichen Protagonisten, die Wissenschaftler, Ingenieure und vor allem die Astronauten / Kosmonauten das besser wussten und anders, entspannter, man kann auch sagen: sportlich, sahen, ist vielfach bezeugt. Auf dieser Ebene war der &quot;Wettlauf ins All&quot; niemals ein &quot;verbissener Kampf der Systeme oder ein &quot;Krieg mit anderen Mitteln&quot;. &lt;br /&gt;
Armstrong und Aldrin pflanzten nicht nur das Sternenbanner auf dem Mond auf, sie hinterlegten dort auch drei Orden, die einst Juri Gagarins Brust schmückten. Und als Dobrowolski, Wolkow und Pazajew am 3. Juli 1971 mit einem Staatsbegräbnis geehrt wurden, da war einer der Sargträger der amerikanische Astronaut Tom Stafford.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint fast so zu sein, als ob die öffentliche Meinung &quot;im Westen&quot; deshalb die Propaganda-Lüge aus Moskau so bereitwillig schluckte, weil sie genau das war, was viele Menschen in dieser Zeit zwischen moralischer Zerknirschung in den USA, latentem Anti-Amerikanismus in den anderen westlichen Demokratien und den ersten Früchten der Entspannungspolitik &lt;i&gt;hören wollten&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun war die Existenz der &quot;Herkules&quot; getauften N1 und ihr mutmaßlicher Zweck nicht nur innerhalb der NASA ein offenes Geheimnis. Es gab einige Technikjournalisten, erwähnt sei &lt;br /&gt;
Charles Vick, die aus den Bruchstücken der Informationen, die durch die sowjetische Zensur sickerten - auch dank des losen Mundwerks einiger Kosmonauten wie Leonow - und Daten und Fakten der offiziellen Informationen, die teilweise nicht so recht zu den Pressemeldungen passten, ein Puzzlespiel zusammensetzten: Es gab ein sowjetisches Mondlandeprogramm. Womit sich bestätigte, dass sich ab einer bestimmten Größe ein Projekt nicht mehr geheim halten lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war als Schüler ein ausgesprochener &quot;Weltraum-Freak&quot; und ich hatte den Eindruck, dass es damals unter westdeutschen Raumfahrt-Enthusiasten (und jenen ostdeutschen Raumfahrt-Enthusiasten, zu denen wir Kontakt hatten) völlig außer Frage stand, dass die UdSSR ein bemanntes Mondprogramm hatte. Die Geschichte der 1969 auf Satellitenfotos erkennbaren Riesenrakete und der ebenso gut erkannbaren Verwüstung nach ihrem Fehlstart war &quot;unter uns&quot; allgemein bekannt. 1981 erschien in der P.M. eine, wie sich später zeigtem sollte, erstaunlich genaue Rekonstruktion der N1. Sogar einige der fraglichen Satellitenfotos waren &quot;im Umlauf&quot; - wenn auch immer ohne offizielle Bestätigung.&lt;br /&gt;
Dennoch wurde die Mondfluglüge geglaubt.&lt;br /&gt;
Wenn ich mich richtig erinnere, gab es drei Sorten &quot;Skeptiker&quot;, die uns die &quot;Geschichte&quot; von der sowjetischen Mondrakete nicht &quot;abkaufen&quot; wollten.&lt;br /&gt;
Die eine waren die eingefleischten Antikommunisten, die kein gutes Haar an der UdSSR allgemein und an deren Raumfahrtprogramm im besonderen ließen. Für die war die technische Rückständigkeit der &quot;Russen&quot; (außer bei bestimmten Waffen) ebenso ausgemachte Sache wie deren &quot;Verlogenheit&quot; - wobei sie seltsamerweise ja eine Lüge schluckten. Ein extremes Beispiel für dieses Denken war, allerdings schon um 1960, der berühmte exilrussische Schriftsteller &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Vladimir_Nabokov&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Vladimir Nabokov&lt;/a&gt;. Peter Ustinov berichtete in seinem Buch &quot;Achtung Vorurteile!&quot;, dass Nabokov den weltweit bezeugten Raumflug Gagarins für ein potemkinsches Dorf hielt, für ein besonders abgefeimtes Theater der verhassten Sowjets. Ustinov gibt seine Unterhaltung mit Nabokov so wieder:&lt;blockquote&gt;
&quot;Aber ich hab&apos;s im Fernsehen verfolgt&quot;, beteuerte ich, &quot;da war wirklich ein Mann drin.&quot; - &quot;Ach, sie haben einen künstlichen Mann genommen, eine  Puppe.&quot; - &quot;Nein, ich schwöre, ich habe sogar die  Stimme dieses Gagarin gehört.&quot; - &quot;Ja, Stimme vom Tonband.&quot; - &quot;Du irrst, Vladimir. Die Stimme hat mit einem Observatorium Kontakt aufgenommen. Sie haben ihm Fragen gestellt, und er hat sie beantwortet. Wie soll ein Tonband das können?&quot; - &quot;Mit welchem Observatorium will er gesprochen haben?&quot; - &quot;Mit einem in Lissabon!&quot; - &quot;Ach, Portugal, hör doch auf!&quot;&lt;/blockquote&gt; Nabovkov hatte offensichtlich eine ähnliche Mentalität wie die Vertreter der &quot;Mondlandung-im-Studio&quot;-Verschwörungstheorie. Ganz so extreme Vertreter wie Nabovkov lernte ich zwar nicht kennen, aber doch genügend &quot;Russenfresser&quot;, die schon die offiziell anerkannten Raumfahrterfolge in Zweifel zogen - von einem Mondprogramm oder den damals in Entwicklung befindlichen Raumfähren vom Typ  &quot;Buran&quot; (über die wir auch erstaunlich viel wussten) gar nicht zu reden.&lt;br /&gt;
Die zweite, häufigere Sorte waren jene, die den Sowjets mehr trauten als den &quot;Amis&quot;. Das waren nicht etwa alles stramme Kommunisten, ganz und gar nicht. Nur hielten sie, vor allen, nachdem Ronald Reagan Präsident geworden war, &quot;die USA&quot; für verlogen, machtgierig, kriegerisch und - siehe NATO-Doppelbeschluss und Stationierung von nuklear bestückten &quot;Tomahawk&quot;-Marschflugkörpern und ebenfalls atomar bewaffneten &quot;Pershing II&quot;-Mittelstreckenraketen - gefährlich. Den wenigsten war die UdSSR wirklich sympatisch - aber sie war die schwächere Seite. Das &quot;Eingeständnis der Schwäche&quot; der UdSSR war aus ihrer Sicht unbedingt glaubwürdig. Ich bekam sogar zu hören, dass die &quot;Geheimdienst-Legenden&quot; über eine Sowjet-Mondrakete extra erfunden worden seien, um dem amerikanischen Volk einen erbitterten Wettlauf zum Mond vorzugaukeln, um ihr Mondprojekt zu finanzieren. &lt;i&gt;Es gab am Rande der Friedensbewegung der 80er Jahre einige komische Vögel, die jede Form der Raumfahrt für  Massenvernichtungswaffen-Entwicklung hielten. Ich habe da irgend wo noch eine Broschüre herumliegen, in der auch die Saturn V als Raketenwaffe bezeichnet wurde. Hauptzweck ihrer Entwicklung: mit einem in die Umlaufbahn gebrachten Raumspiegel &quot;die Nacht in Vietnam abschaffen&quot;. Die zivile Raumfahrt sei nur ein Mittel, um Geld in die schwarzen Kassen der Geheimwaffenentwicklung zu spülen. (Ein Gedanke, der später von Gerhard Wisnewski wieder aufgegriffen wurde.) Den absoluten Hammer erlebte ich an einem Infostand, kurz nach dem Challenger-Unglück im Frühjahr 1986, als die Infostandbesatzung fröhlich verkündende, dass sie froh über den Unfall der Challenger wäre - eine kleine Pause in den verbrecherischen Star-Wars-Plänen. Ich weiß nicht mehr genau, was ich darauf antwortete, es war nicht freundlich. Das ist zwar ein extremes Beispiel, aber das Misstrauen gegen die Raumfahrt war groß.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Die dritte Gruppe war bei weitem die Größte - natürlich neben jenen, die &quot;das ganze Weltraum-Zeugs&quot; sowieso nicht interessierte. &lt;br /&gt;
Das waren jene, die ganz einfach die &quot;offizielle Version&quot; glaubten. Wenn es so in der Zeitung steht, dann wird es wohl so sein. Und wer anderer Ansicht ist, ist ein Spinner. Ist auch bequemer so. Was soll man sich auch nur über solche Sachen den Kopf zerbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich es recht bedenke, dann bereiten mir diese Menschen, die aus Denkfaulheit oder Desinteresse einfach glauben, ohne zu zweifeln, mehr Kopfzerbrechen, als die &quot;Weltverschwörungstheoretiker&quot;. Die sind nämlich nur wenige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.astronautix.com/articles/theghoax.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;The Real Moon Landing Hoax (Encyplopedia Astronautica)&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>MMarheinecke</dc:creator>
    <dc:subject>Wissenschaft &amp; Technik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 MMarheinecke</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-24T20:25:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://martinm.twoday.net/stories/5839559/">
    <title>Nichtkontextuelle Quantenmodelle experimentell widerlegt</title>
    <link>http://martinm.twoday.net/stories/5839559/</link>
    <description>Entgegen der klassischen Physik geht die Quantenphysik davon aus, dass die Eigenschaften eines quantenmechanischen Systems vom Messkontext abhängig sind, davon also, ob andere Messungen an dem System durchgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;(Um einem nahe liegenden Missverständnis zu begegnen: damit ist nicht etwa gemeint, dass ein Messinstrument, z. B. ein Tachometer, den Messvorgang - hier die Geschwindigkeitsmessung - beeinflusst, und solche Vorgänge im Nano-Maßstab eben stärker zutage treten, als etwa im Auto. Auch eine passive Messung aus der Ferne, etwa per Kamera, beeinflusst die Eigenschaften eines quantenmechanischen Systems - wenn man so will: es macht einen Unterschied, ob jemand hinsieht oder nicht. &lt;br /&gt;
Der &quot;gesunde Menschenverstand&quot; versagt im Maßstab der &quot;Elementarteilchen&quot; (die auch als Wellenfunktionen gesehen werden können.)&lt;/i&gt;  &lt;br /&gt;
Die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Quantenmechanik&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Quantenmechanik&lt;/a&gt; beschreibt die physikalischen Verhältnisse von Licht und Materie und formuliert dabei einige Vorstellungen, die unserem klassischen Bild der Natur völlig widersprechen. Immer wieder haben Physiker deshalb versucht, die Phänomene der Quantenmechanik mit Hilfe von verborgenen Variablen zu erklären und damit den in der Quantentheorie allgegenwärtigen Zufall auszuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innsbrucker Physiker haben nun erstmals experimentell umfassend bewiesen, dass so genannte nichtkontextuelle Erklärungsversuche von Quantenphänomenen nicht möglich sind. Sie berichten darüber in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Nature. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine theoretische Überlegung von Simon Kochen und Ernst Specker aus dem Jahr 1967 zeigt jedoch, dass bei solchen Erklärungsversuchen mit verborgenen Variablen die Messungen kontextuell sein müssen. Das heißt, dass das Ergebnis einer Messung von anderen gleichzeitig durchgeführten Messungen abhängig ist. Interessanterweise sind die Messungen hierbei miteinander verträglich und stören sich nicht gegenseitig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun konnten die Forscher um Christian Roos und Rainer Blatt vom Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Universität Innsbruck diese Überlegungen bestätigen und erstmals im Experiment nichtkontextuelle Erklärungsversuche der Quantentheorie ausschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter: &lt;a href=&quot;http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-10235-2009-07-23.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Quantenmessungen: Gesunder Menschenverstand reicht nicht aus (scinexx)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Weltbild der Physik ist diese experimentelle Widerlegung der &quot;verborgenen Variablen&quot; eher zweitrangig: solche Hypothesen spielen schon seit Jahrzehnten kaum noch eine Rolle.&lt;br /&gt;
Für die Erkenntnistheorie bedeutet das aber, dass der &quot;klassische Realismus&quot; bzw. &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Naiver_Realismus&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&quot;naive Realismus&quot;&lt;/a&gt; damit sozusagen seinen letzten Schlupfwinkel verloren hat.</description>
    <dc:creator>MMarheinecke</dc:creator>
    <dc:subject>Wissenschaft &amp; Technik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 MMarheinecke</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-23T12:37:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://martinm.twoday.net/stories/5820129/">
    <title>Die echte &quot;Mondlandungslüge&quot;: &quot;Einen Wettlauf zum Mond gab es nie&quot;</title>
    <link>http://martinm.twoday.net/stories/5820129/</link>
    <description>Vor 40 Jahren, zur Zeit der ersten bemannten Mondlandung, &quot;wußte jeder&quot;, dass es einen erbitterter Wettlauf  zum Mond zwischen der damaligen UdSSR und den USA gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Jahre später, etwa ab 1972, meldeten die Sowjets offiziell, sie wären niemals am Wettlauf zum Mond beteiligt gewesen, und hätten nie ein Programm, einen Menschen auf dem Mond zu landen, gehabt. Sie würden niemals das Leben von Sowjetbürgern bei so einem gefährlichen Unternehmen riskieren, wo doch die unbemannten Mondlandungen des &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Luna-Programm#R.C3.BCckfuhr_von_Mondproben&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Luna-Programms&lt;/a&gt; bewiesen hätten, dass Roboter dasselbe leisten könnten.&lt;br /&gt;
Heute verwundert es ein wenig, wie leicht die westlichen Medien diese faustdicke Lüge schluckten. Der legendäre CBS-Anchorman &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,636880,00.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Walter Cronkite&lt;/a&gt; wandte sich seinerzeit mit dem nachdenklichen Kommentar an seinen amerikanischen Landsleute, dass das Geld für das &quot;Apollo-Programm&quot; verschwendet gewesen sei, weil &quot;die Russen niemals im Rennen gewesen waren.&quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende der 1980er-Jahre wissen wir auch offiziell, dass es den &quot;Wettlauf&quot; wirklich gab  - hier eine hervorragende &lt;a href=&quot;http://www.mondlandung.pcdl.de/wettlauf/index_wettlauf.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Chronologie des Wettlaufs zum Mond&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Zumindest was das Ziel der ersten bemannten Mondumkreisung angeht, war es ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen. Das &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Sowjetisches_bemanntes_Mondprogramm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;sowjetische bemannte Mondprogramm&lt;/a&gt; umfasste neben dem Programm für eine bemannte Mondlandung, das die gewaltige &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/N1_%28Rakete%29&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;N1-Rakete&lt;/a&gt; (die &quot;russische &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Saturn_%28Rakete%29&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Saturn&lt;/a&gt;)&quot; verwenden sollte, ein eigenständiges Programm für eine bemannte Mondumrundung, das auf einem &quot;abgespeckten&quot; Sojus-Raumschiff, der &lt;a href=&quot;http://www.astronautix.com/craft/soyz7kl1.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Sojus 7K-L1&lt;/a&gt;, meist nur &quot;L1&quot; genannt, auf einer &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Proton_%28Rakete%29&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Proton&lt;/a&gt;-Trägerrakete beruhte. Die unbemannten Testflüge wurden als &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Zond&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&quot;Sond&quot;&lt;/a&gt;-Raumsonden getarnt. Auf längere Sicht sollte diese Zersplitterung der Kräfte dem sowjetischen Mondprogramm schaden - bis auf das &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Sojus_%28Raumschiff%29&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Sojus&lt;/a&gt;-Raumschiff waren die beiden Programme nämlich völlig eigenständig. Auf kürzere Sicht hätte die UdSSR eine sehr gute Chance gehabt, die USA beim bemannten Flug um den Mond zu schlagen - ursprünglich war dieser Flug sogar schon für den Herbst 1967, zu Ehren des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution, geplant. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1968 hatte die UdSSR &quot;Sond 4&quot; - in Wirklichkeit ein unbemanntes L-1 - in eine hohe Erdumlaufbahn gestartet, die Rückführung der Kapsel scheiterte, da sie außer Kontrolle geriet.&lt;br /&gt;
In den USA war, trotz der Verschleierung, der wahre Charakter des  &quot;Sond 4&quot;-Fluges durchschaut worden.&lt;br /&gt;
Die für Dezember 1968 geplante &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Apollo_8&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Apollo 8&lt;/a&gt;-Mission sollte ursprünglich die Mondlandefähre testen (&quot;Mission D&quot;) - allerdings war im Juni 1968 klar, dass der  Hersteller Grumman den Termin nicht würde halten können. George Low, Manager des Apollo Spacecraft Program Office, schlug daher Anfang August vor, die Mission von Apollo 8 neu zu strukturieren und die Astronauten mit der Saturn V zum Mond zu schicken. &quot;Mission D&quot; wurde verschoben, eine Erprobung in einer hohen Umlaufbahn (&quot;Mission E&quot;) gestrichen und die Besatzung der &quot;Mission E&quot; sollte den Mondflug übernehmen. Anfangs traf das auf massive Sicherheitsbedenken seitens des NASA-Direktors James Webb, der den Vorschlag mit den Worten &quot;Are you out of your mind?&quot; zurückwies. Tatsächlich war die Saturn V erst zweimal geflogen, wobei beim zweiten Testflug Probleme aufgetreten waren. Wernher von Braun, als Chefkonstrukteur der Rakete, war allerdings der Ansicht, dass wenn man sich schon entschließen würde, die Saturn V bemannt zu starten, es egal sei, wohin sie flöge. Webb ließ sich jedoch überzeugen, weil auf Satellitenfotos die gewaltigen Montagehallen und Startanlagen der sowjetischen N-1-Raketen deutlich zu erkennen waren. &lt;br /&gt;
Die NASA begann am 19. August mit der Planung für die jetzt C  genannte Apollo-8-Mission. Entgegen der sonstigen Praxis der NASA entschied Webb, die Öffentlichkeit über das genaue Ziel des Fluges erst nach dem Abschluss der vorherigen Apollo-7-Mission zu informieren, bis dahin wurden die genauen Flugpläne nicht veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Problem des sowjetischen Programms war die Unzuverlässigkeit der &quot;Proton&quot;-Rakete. &lt;i&gt;(Raketen der &quot;Proton&quot;-Familie sind  bis heute weitaus weniger zuverlässig als die Trägerraketen der &quot;Sojus&quot;-Familie.)&lt;/i&gt; Um diese Problem zu umgehen, und um Gewicht zu sparen, schlug der sowjetische Chefkonstrukteur &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Sergei_Pawlowitsch_Koroljow&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Sergei Koroljow&lt;/a&gt; 1965 das &lt;a href=&quot;http://www.astronautix.com/articles/theoblem.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Posadka&lt;/a&gt;-Verfahren vor: Die Proton mit der L-1 und der für den Mondflug nötigen Zusatzstufe wird unbemannt in eine Erdumlaufbahn gestartet. Dann startet eine normalen Sojus mit drei Kosmonauten an Bord. Zwei von ihnen steigen in das Mondschiff um, der dritte kehrt mit der Sojus zur Erde zurück. Abgesehen davon, dass die beiden Kosmonauten nicht dem Risiko ausgesetzt sind, mit der damals oft versagenden &quot;Proton&quot; zu starten, erspart &quot;Posadka&quot; der ohnehin bis an die Grenzen ihres Leistungsvermögens ausgelasteten &quot;Proton&quot; die ca. 200 kg der   Kosmonauten, ihrer Raumanzüge und ihrer Verpflegung. Die Zusatzstufe zündet und bringt die L-1 auf Mondkurs, die den Mond  einmal umfliegt - ein Einschwenken in die Mondumlaufbahn war nicht möglich - und zur Erde zurückgekehrt.&lt;br /&gt;
Koroljow wird dabei auch &quot;seine&quot; unerprobte N-1 im Hinterkopf gehabt haben - auch bei ihr wäre das &quot;Posadka&quot;-Verfahren vielleicht von Nutzen gewesen. Das &quot;L1&quot;-Raumschiff konnte aber so weit &quot;abgespeckt&quot; werden, dass auf &quot;Posadka&quot; zugunsten eines früheren Flugtermins zunächst verzichtet wurde. Die Sicherheit der Kosmonauten bei einem Fehlstart sollte das Rettungssystem der L1 gewährleisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. April 1968 wurde ein &quot;Sond&quot;-Raumschiff beim Fehlstart der &quot;Proton&quot; zerstört.&lt;br /&gt;
Am 15. September vollführte &quot;Sond 5&quot; erstmals einen Mondumflug mit Rückkehr zur Erde und wasserte im Indischen Ozean. &lt;br /&gt;
Am 10. Oktober brachte eine Saturn I B Apollo 7 zum ersten bemannten Apollo-Flug in eine Erdumlaufbahn. &lt;br /&gt;
Am 25. Oktober startete die unbemannten Sojus 2, gefolgt vom der bemannten Sojus 3. Mehrmalige Versuche einer Kopplung bleiben erfolglos. Dennoch kann Sojus 3 als der erster erfolgreiche bemannte Sojus-Flug gelten. &lt;i&gt;(Sojus 1 stürzte am 24. April 1967  wegen Versagens des Fallschirmsystems bei der Landung ab, wobei der Kosmonaut Wladimir Komarow getötet wurde.)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Am 10. November startete &quot;Sond 6&quot; zum Mond.&lt;br /&gt;
Ebenfalls am 10. November trafen alle Verantwortlichen der NASA gemeinsam den endgültigen Entschluss, dass Apollo 8 im Dezember den Mond umfliegen soll. Am 12. November wurde dieser Entschluss der verblüfften Öffentlichkeit bekannt gegeben - allerdings ohne zu erwähnen, dass die NASA mit einem sowjetischen bemannten Mondflug ebenfalls im Dezember rechnete.&lt;br /&gt;
Am 16. November schlug &quot;Sond 6&quot; nach erfolgreicher Mondumrundung hart in der kasachischen Steppe auf und wurde dabei so schwer beschädigt, dass die Kosmonauten nicht überlebt hätten.&lt;br /&gt;
Dennoch wurde der eigentlich für den Februar 1969 angesetzte erste sowjetische bemannte Start zum Mond auf den 8. bis 12. Dezember vorverlegt - um Apollo 8 noch zu schlagen.&lt;br /&gt;
Am 1. Dezember verschob die UdSSR den geplanten ersten  bemannten Mondumflug mit einem L-1 Raumschiff wegen technischer Probleme um vier Wochen.&lt;br /&gt;
Am 21. Dezember 1968 startete Apollo 8 auf einer Saturn V zum ersten bemannten Mond-Orbitalflug. An Bord waren die Astronauten William Anders, James Lovell und Frank Borman.&lt;br /&gt;
Am 24. Dezember 1968 schwenkte Apollo 8 in eine Umlaufbahn um den Mond ein. Während der dritten Mondumkreisung nahm Anders ein Foto auf, dass bald zur &quot;Ikone des Raumzeitalters&quot; wurde:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/5453229&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://u1.ipernity.com/12/32/29/5453229.1c0eb463.500.jpg&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;500&quot; alt=&quot;NASA-Apollo8-Dec24-Earthrise&quot; border=&quot;0&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die Erde über der Mondoberfläche, aufgenommen am 24. Dezember 1968.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Nach 10 Mondumkreisungen zündete am 25. Dezember um Mitternacht EST auf der erdabgewandten Seite des Mondes das Triebwerk der Apollo 8 und brachte das Raumschiff auf Erdkurs.&lt;br /&gt;
Am 27. Dezember wasserte die Apollo-8-Kommandokapsel im Pazifik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die UdSSR nun den Wettlauf zur Mondumlaufbahn verloren hatte, wurde auf den riskanten Start einer bemannten L1 verzichtet.&lt;br /&gt;
Am 5. Januar 1969 startet das L1 Raumschiff, das eigentlich bemannt zum Mond fliegen sollte, nun als unbemanntes &quot;Sond&quot;-Raumschiff. Die 2. Stufe der Proton explodierte. Eventuell rettete der Flug von Apollo 8 indirekt das Leben zweier Kosmonauten.&lt;br /&gt;
Da ab dem 24. Dezember 1968 die Besatzungen von Sojus 4 und 5 in Startbereitschaft waren, kann es durchaus sein, dass eine erfolgreich gestartete L1 im Posadkta-Verfahren in der Erdumlaufbahn bemannt worden wäre. Leider geben die &lt;a href=&quot;http://www.astronautix.com/articles/kamaries.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Tagebüchern Kamanins&lt;/a&gt;, des Leiters des sowjetischen Kosmonauten-Korps, die sonst eine ausgezeichnete Quelle sind, darüber keine Angaben. Die russische Raumfahrtbehörde Roskomos gibt ebenfalls lt. Mark Wade / Encyclopedia Astronautica keine Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wahrscheinlich gingen beide Seiten niemals in der Geschichte der Raumfahrt derartige Risiken ein, wie während des Jahres 1968!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &quot;Wettlauf zum Mond&quot; war aber noch nicht zuende:&lt;br /&gt;
14. Januar: Start von Sojus 4, gefolgt von Sojus 5, Kopplung und Außenbord-Umstieg zweier Kosmonauten. Dabei wurden auch die Mondanzüge getestet.&lt;br /&gt;
19. Januar: der erste Start einer automatischen Luna-Probenrückholsonde scheiterte an Raketenproblemen. Wäre er geglückt, hätte die UdSSR wenigstens vor den USA Material vom Mond zur Erde gebracht.&lt;br /&gt;
21. Februar: der erste Start einer N 1-Rakete scheiterte nach 70 Sekunden durch Explosion der 1. Stufe.&lt;br /&gt;
3. März: Apollo 9 startete zum ersten bemannter Test einer Mondfähre in der Erdumlaufbahn.&lt;br /&gt;
18. Mai: Apollo 10 startete zum Mond, die Mondfähre wurde im  Mondorbit getestet.&lt;br /&gt;
14. Juni: zweiter Fehlstart eine Luna-Probenrückholsonde.&lt;br /&gt;
4. Juli: eine N1-Rakete explodierte beim Start. Die Startanlage wurden teilweise zerstört. Damit hatte die UdSSR auch bei einem Scheitern von Apollo 11 keine Chance mehr, den ersten Menschen auf den Mond zu bringen.&lt;br /&gt;
13. Juli: Erfolgreicher Start der Probenrückholsonde Luna 15.&lt;br /&gt;
16. Juli: Start einer Saturn V mit Apollo 11. An Bord waren die Astronauten Michael Collins, Buzz Aldrin und Niel Armstrong.&lt;br /&gt;
20. Juli: Apollo 11-Landefähre &quot;Eagle&quot; landete auf dem Mond.&lt;br /&gt;
21. Juli (nach Weltzeit): Niel Armstrong betrat als erster Mensch den Mond.&lt;br /&gt;
21. Juli: Luna 15 stürzte beim Versuch der weichen Mondlandung ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://martinm.twoday.net/stories/5838500/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Teil 2: Die echte &quot;Mondlandungslüge&quot; - das Ende des Mondlandeprogramms der UdSSR und warum im Westen geglaubt wurde, dass die Sowjets nie einen Mann zum Mond schicken wollten.&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>MMarheinecke</dc:creator>
    <dc:subject>Wissenschaft &amp; Technik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 MMarheinecke</dc:rights>
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    <title>Erstes Flugzeug mit Brennstoffzellenantrieb in Hamburg gestartet - und ich hab&apos;s...</title>
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    <description>Vielleicht wird dieser Tag einmal ganz groß in den Annalen der Luftfahrtgeschichte stehen: In Hamburg hob am 7. Juli erstmals ein bemannter Motorsegeler mit Brennstoffzellen ab. &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.fliegerweb.com/motorflug/news/artikel.php?show=news-4111&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Brennstoffzellen-Antares fliegt&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,634803,00.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Knatterflieger mit Flüsterantrieb&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt wollte mit dem Sechs-Minuten-Flug demonstrieren, dass die neuentwickelten Brennstoffzellen mit zwei Kilogramm Wasserstoff dem Elektromotor genug Energie für einen Start und eine Platzrunde liefern kann. Das mag relativ bescheiden klingen, aber ein Motorsegler kann nach dem Start wie ein Segelflugzeuge mit Hilfe der Thermik Hunderte von Kilometern zurücklegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl ich mich für Luftfahrtechnik sehr interessiere, habe ich das historische Ereignis glatt versäumt - und bin erst durch die Lokalszeitung (ein sehr holziges Holzmedium) darauf gestoßen. Keiner meiner zahlreiches Feeds enthielt dieses wichtige Ereignis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor einigen Jahren behauptete ein Internet-Kritiker, dass Menschen, die sich auf Newsreader und personalisierte Webportale verlassen würden, wichtige und sie selbst interessieren Nachrichten, wenn sie auch nur haarscharf neben den vorher definierten Interessen liegen, einfach nicht mitbekommen würden. &lt;br /&gt;
Er behauptete: Hätte es das Internet schon vor 40 Jahren gegeben, hätten bestimmt viele Nutzer nichts von der ersten Mondlandung mitbekommen. &lt;br /&gt;
Er hat Recht. Allerdings sind personalisierte Nachrichtendienste, die einen medialen Tunnelblick verursachen, nur die Hälfte des Problems. Das andere Problem ist die Boulevardisierung - übrigens auch der Internet-Nachrichtenportale - was nicht emotional bewegt, schafft es nicht nach vorne. &lt;br /&gt;
Der einzige Ausweg: sich die Zeit nehmen, und ruhig einmal etwa SpOn &quot;von Hand&quot; durchgehen. Oder die Zeitung von vorn bis hinten zumindest überfliegen.</description>
    <dc:creator>MMarheinecke</dc:creator>
    <dc:subject>Wissenschaft &amp; Technik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 MMarheinecke</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-10T06:09:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://martinm.twoday.net/stories/5739101/">
    <title>Reissäcke und Erdbeben</title>
    <link>http://martinm.twoday.net/stories/5739101/</link>
    <description>&quot;In China ist ein Sack Reis umgefallen.&quot; Mit anderen Worten: das ist völlig belanglos. Garn nicht belanglos ist, dass sich mit Reissäcken  verhindern lässt, dass bei Erdbeben in China Häuser umfallen. (Natürlich auch bei Erdbeben anderswo, und es geht auch mit Kartoffelsäcken. Beziehungsweise dem groben Jutegewebe, aus dem diese Säcke sind.)&lt;br /&gt;
Lehmziegelbauten, wie sie aus guten Gründen in vielen heißen Regionen üblich sind, stürzen bei Erdbeben sehr leicht ein. &lt;br /&gt;
Wissenschaftler der Uni Kassel entwickelten ein einfaches und sehr preiswertes Verfahren, um Lehmziegelhäuser bei Erdbeben zu schützen: Durch nachträgliches Aufkleben von Naturfasergewebematten - z. B. Jutegewebe - wird das Mauerwerk verstärkt und so das Einsturzrisiko verringert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erprobt wurde das Verfahren jetzt erstmals von Amin Davazdah Emami von der Universität Kassel im Iran: Mit Unterstützung der UNESCO startete er ein Pilotprojekt zum Wiederaufbau des iranischen Weltkulturerbes Arg-é Bam, das bei einem Erdbeben im Jahr 2003 zerstört wurde.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-10002-2009-06-04.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Reissäcke schützen vor Erdbeben (scienexx)&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>MMarheinecke</dc:creator>
    <dc:subject>Wissenschaft &amp; Technik</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 MMarheinecke</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-04T11:32:00Z</dc:date>
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