Immerhin gab es auch damals schon Großbanken, Aktiengesellschaften und Manager.
Tatsächlich wurde das franz. Wort "ménagement" damals, im 17. Jahrhundert, ins Englische und ins Niederländische übernommen. Die ersten Manager, die so genannt wurden, waren wahrscheinlich die "Heeren XVII", die 17 Mitglieder der Direktoriums der Vereinigten Niederländischen Ostindien-Compagnie (V.O.C.). Die V.O.C. hatte damals schon alle Züge eines multinationalen Großkonzerns, die Niederlande waren den europäischen "Großmächten" England, Frankreich und Spanien-Habsburg in der Entwicklung des Kapitalismus um mindestens 100-150 Jahre voraus - deshalb, und wegen ihres hervorragenden und gut organisierten Schiffsbaus, konnte die kleinen Niederlande im 17. Jahrhundert zu den "Herren des Welthandels" aufsteigen. Um 1670 fuhren etwa 15.000 Schiffe unter niederländischer Flagge, etwa das Fünffache der zweitgrößten, der englischen Handelsflotte, was einem niederländischen Transportmonopol auf dem Meer nahe kam. (Allerdings galt ein Schiff von 450 Tonnen Wasserverdrängung schon als "respektables Hochseeschiff" und die meisten Schiffe waren Küstenschiffe - Tjalken, Ewer, Büsen und vor allem Galioten.) Die V.O.C. war "Marktführer" beim Seehandel mit Ostasien, ihren Hauptprofit zog sie aber daraus, dass sie praktisch den Seehandel innerhalb Asiens monopolisierte. Während des 17. Jahrhunderts begann die Compagnie auch schon mit den (sekundären) Geldgeschäften - betätigte sich also im Kreditgeschäft. Die V.O.C. war nicht nur auch eine Großbank, sondern sie hatte sogar das Recht, Münzen zu prägen. Und 25 % Rendite wurde auch damals schon angestrebt und in einige Jahren sogar erreicht.
Also, Joseph Ackermann wäre damals vielleicht ein "Heer" der Ostindien- oder für "mein" Revier passender - der Westindien-Kompanie gewesen. Säße natürlich trocken und sicher im Kontor, also wohl leider nichts mit Säbelspitze. Da die Westindien-Kompanie praktisch legalisierten Seeraub betrieb, würde "Landratten-Pirat" als Berufsbezeichnung für so jemanden passen ...
Nö
Nachtrag:
Tatsächlich wurde das franz. Wort "ménagement" damals, im 17. Jahrhundert, ins Englische und ins Niederländische übernommen. Die ersten Manager, die so genannt wurden, waren wahrscheinlich die "Heeren XVII", die 17 Mitglieder der Direktoriums der Vereinigten Niederländischen Ostindien-Compagnie (V.O.C.). Die V.O.C. hatte damals schon alle Züge eines multinationalen Großkonzerns, die Niederlande waren den europäischen "Großmächten" England, Frankreich und Spanien-Habsburg in der Entwicklung des Kapitalismus um mindestens 100-150 Jahre voraus - deshalb, und wegen ihres hervorragenden und gut organisierten Schiffsbaus, konnte die kleinen Niederlande im 17. Jahrhundert zu den "Herren des Welthandels" aufsteigen. Um 1670 fuhren etwa 15.000 Schiffe unter niederländischer Flagge, etwa das Fünffache der zweitgrößten, der englischen Handelsflotte, was einem niederländischen Transportmonopol auf dem Meer nahe kam. (Allerdings galt ein Schiff von 450 Tonnen Wasserverdrängung schon als "respektables Hochseeschiff" und die meisten Schiffe waren Küstenschiffe - Tjalken, Ewer, Büsen und vor allem Galioten.) Die V.O.C. war "Marktführer" beim Seehandel mit Ostasien, ihren Hauptprofit zog sie aber daraus, dass sie praktisch den Seehandel innerhalb Asiens monopolisierte. Während des 17. Jahrhunderts begann die Compagnie auch schon mit den (sekundären) Geldgeschäften - betätigte sich also im Kreditgeschäft. Die V.O.C. war nicht nur auch eine Großbank, sondern sie hatte sogar das Recht, Münzen zu prägen. Und 25 % Rendite wurde auch damals schon angestrebt und in einige Jahren sogar erreicht.
Also, Joseph Ackermann wäre damals vielleicht ein "Heer" der Ostindien- oder für "mein" Revier passender - der Westindien-Kompanie gewesen. Säße natürlich trocken und sicher im Kontor, also wohl leider nichts mit Säbelspitze. Da die Westindien-Kompanie praktisch legalisierten Seeraub betrieb, würde "Landratten-Pirat" als Berufsbezeichnung für so jemanden passen ...