Auch 1-Euro-Jobs (die unter Rot-Grün beschlossen wurden) sind schon eine Frechheit. Ich erinnere mich daran, dass ein Betroffener einen Prozess verloren hat, weil er seine Monatskarte vom Amt bezahlt haben wollte. Seine Klage wurde abgewiesen. Begründung: Der eine Euro ist nicht sein Lohn, sondern eine Aufwandsentschädigung, von der er seine Kosten bestreiten soll, also z.B. auch seine Arbeitskleidung. Was aber noch schwerer wiegt: Es fehlt die Versicherung. Hat er während seiner Tätigkeit einen Unfall, dann zählt das nicht als Arbeitsunfall, sondern als Unfall in seiner Freizeit. Dass es nicht mehr Widerstand gegen diese Regelungen gibt, liegt daran, dass die Betroffenen solche armen und entmutigten Schweine sind, dass sie sich nicht mal mehr wehren.
Ich gebe Dir inhaltlich recht - ich bezog mich auf die "Arbeitsgelegenheit", wie sie ursprünglich "verkauft" worden war. Es kann ja auch keine Rede mehr davon sein, dass nur "zusätzliche" Aufgaben im sozialen Bereich abgedeckt werden - die "Ein-Euro-Jobs" gehen (überwiegend) zu Lasten regulärer Beschäftigungsverhältnisse.
Was den Widerstand angeht: dem steht einerseits die Sanktionspraxis entgegen, andererseits die finanzielle Lage der Betroffenen, die jeden, aber wirklich jeden, Euro brauchen. Psychologisch wichtig: Wer sich weigert oder beschwert, steht als "Faulenzer" und "Drückeberger" dar - übrigens auch vor sich selbst.
Was den Widerstand angeht: dem steht einerseits die Sanktionspraxis entgegen, andererseits die finanzielle Lage der Betroffenen, die jeden, aber wirklich jeden, Euro brauchen. Psychologisch wichtig: Wer sich weigert oder beschwert, steht als "Faulenzer" und "Drückeberger" dar - übrigens auch vor sich selbst.