Leicht überspitzt kann man sagen, dass die heutige Führungsriege der FDP und weite Teile der CDU, so wie große Teile der Medienlandschaft von Ex-Poppern und von Menschen, die einst die Popper beneideten, dominiert werden.
Ich glaube, das kann man nicht sagen. Nicht nur nicht leicht überspitzt, sondern gar nicht. Im Gegenteil, ich würde mich sehr wundern. Dazu waren die Popper dann doch landesweit gesehen zu sehr Minderheitenphänomen. Wer in die Politik geht, will irgendwas verändern, bewegen, mitgestalten. Das ist komplett "unpopperisch". Bei der CDU ist es sogar noch unwahrscheinlicher - da wird man nur was (Ausnahmen bestätigen die Regel), wenn man extrem "bodenständig" ist.
Zugegeben, "Hardcore-Popper" gab es nur wenige. Und davon waren die meisten noch demonstrativ politikabstinent.
Aber auch diese jungen Leute wurden einmal erwachsen - zumindest äußerlich. An der Uni - BWL-Studium - oder bei der Banklehre hörten die meisten Popper auf, in den Tag zu leben und fingen an, ans selber Geld verdienen und Karrieremachen zu denken. (Nur die, die von Beruf "Sohn" oder "Tochter" waren, konnten sich auch nach dem Abi eventuell noch ein Popperdarsein leisten.) Die Mentalität blieb aber in etwa die Selbe. Die "Yuppies" der späten 80er waren - behaupte ich mal ohne soziometrische Untersuchung - in ihrer Schulzeit Popper oder wenigstens Möchtegern-Popper gewesen.
Ich kannte aus meiner Schule nur wenige "idaltypische" Popper - bzw. man konnte nicht sagen, dass im Popper-Outfit immer jemand mit Popper-Gesinnung steckte. Umgekehrt zeigten, wenn ich mich richtig erinnere, viele meiner Mitschüler eine "angepopperte" Haltung. Das waren einerseits Menschen, die die Popper für ihren zur Schau gestellten Wohlstand beneideten - und deren Denken daher nur noch um "Karriere machen" um "schnell reich zu werden" kreisten. Dann gab es die "Möchtergerns" - die alles taten, um "dazu zu gehören". Die erzogen sich m. E. selbst zu hemmungslosen Opportunisten. Und dann gab es noch Menschen, die äußerlich gar nicht nach "Popper" aussahen, aber ebenso hedonistisch, egoistisch und rücksichtslos dachten. Politik? Wenn es der Karriere hilft - warum nicht?
Ich glaube, das kann man nicht sagen. Nicht nur nicht leicht überspitzt, sondern gar nicht. Im Gegenteil, ich würde mich sehr wundern. Dazu waren die Popper dann doch landesweit gesehen zu sehr Minderheitenphänomen. Wer in die Politik geht, will irgendwas verändern, bewegen, mitgestalten. Das ist komplett "unpopperisch". Bei der CDU ist es sogar noch unwahrscheinlicher - da wird man nur was (Ausnahmen bestätigen die Regel), wenn man extrem "bodenständig" ist.
Auch Popper wurden "erwachsen"
Aber auch diese jungen Leute wurden einmal erwachsen - zumindest äußerlich. An der Uni - BWL-Studium - oder bei der Banklehre hörten die meisten Popper auf, in den Tag zu leben und fingen an, ans selber Geld verdienen und Karrieremachen zu denken. (Nur die, die von Beruf "Sohn" oder "Tochter" waren, konnten sich auch nach dem Abi eventuell noch ein Popperdarsein leisten.) Die Mentalität blieb aber in etwa die Selbe. Die "Yuppies" der späten 80er waren - behaupte ich mal ohne soziometrische Untersuchung - in ihrer Schulzeit Popper oder wenigstens Möchtegern-Popper gewesen.
Ich kannte aus meiner Schule nur wenige "idaltypische" Popper - bzw. man konnte nicht sagen, dass im Popper-Outfit immer jemand mit Popper-Gesinnung steckte. Umgekehrt zeigten, wenn ich mich richtig erinnere, viele meiner Mitschüler eine "angepopperte" Haltung. Das waren einerseits Menschen, die die Popper für ihren zur Schau gestellten Wohlstand beneideten - und deren Denken daher nur noch um "Karriere machen" um "schnell reich zu werden" kreisten. Dann gab es die "Möchtergerns" - die alles taten, um "dazu zu gehören". Die erzogen sich m. E. selbst zu hemmungslosen Opportunisten. Und dann gab es noch Menschen, die äußerlich gar nicht nach "Popper" aussahen, aber ebenso hedonistisch, egoistisch und rücksichtslos dachten. Politik? Wenn es der Karriere hilft - warum nicht?