Ich weiss ehrlich gesagt nicht so genau, was ich glauben soll. Nobelpreisträger Linus Pauling hat ja sehr gute Ergebnisse mit seinen exorbitant hohen Dosen Vitamin C gemacht. Er empfahl 1000 mg pro Tag, das kommt in etwa in die Region, die größere Hunde ebenfalls selbst produzieren. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass Hunde 'einfach so' mal eben zuviel an Vitamin C produzieren, also schon reichlich, aber nicht 100 mal mehr als sie eigentlich benötigten. Wir müssen das über Nahrung ausgleichen, aber 1000 mg pro Tag ist schon irgendwo heftig, ob synthetisches Vitamin C im Übrigen auch genauso gut ist, wage ich auch mal zu bezweifeln, aber okay, da fische ich auch im Trüben.
Allerdings sind Riesendosen nicht besser. Linus Pauling war ein genialer Biochemiker und theoretischer Chemiker, und ein großer Humanist (Nobelpreis für Chemie 1954 und Friedensnobelpreis 1962), aber auch er war vor Irrtümern und fixen Ideen nicht sicher.
Die von ihm empfohlenen hohen Dosen orientieren sich an der körpereigenen L-(+)Ascorbinsäure-Produktion von Hunden und Schweinen. Untersuchungen mit C14 markierter Ascorbinsäure zeigten aber, dass der tägliche Ascorbatumsatz des Menschen unabhängig von der Ascorbinsäurezufuhr nur etwa 20 mg beträgt. Sicher kann der Bedarf unter Umständen erheblich höher sein, aber auf 1000 mg pro Tag kommt man auf keinen Fall. Das schaffen, bezogen aufs Körpergewicht, nicht mal sich ausschließlich von Früchten ernährende Affen, die ja ebenfalls kein Vitamin C in der Leber produzieren können.
Man kann meines Erachtens nicht pauschal sagen, dass die orthomolekulare Medizin, der Pauling anhing, durchweg pseudowissenschaftlicher Unsinn ist, aber ihre Anhänger sparen nicht eben mit vollmundigen (und nicht belegten) Behauptungen (die bei den Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln für gesunde Gewinne sorgen).
Paulings bekannteste Behauptung, die dass hohe Dosen Vitamin C vor Erkältung schützen, konnte bislang durch keine wissenschaftliche Studie bestätigt werden. (Obwohl z. B. Roche sehr an einem positiven Ergebnis der Tests interessiert war.) Was stimmt: bei Infekten ist der Vitamin C-Bedarf etwas erhöht, Hausmittel wie warmer (nicht heißer!) Zitronen- oder Orangensaft oder Hagebuttenkompott bei Schnupfen sind also durchaus sinnvoll. Dass Vitamin C-Mangel Infekte begünstigt und der Bedarf bei bereits ausgebrochener Erkrankung erhöht ist, bedeutet nicht automatisch, dass hohe Dosen Vitamin C den Ausbruch eines Infektes verhindern oder wenigstens die Krankheitsdauer wesentlich verkürzen können. Pauling formulierte das als seriöser Wissenschaftler nur als Hypothese - allerdings stellte er sich stur, als diese Hypothese nicht bestätigt werden konnte.
Heute ist sogar das von Pauling gegründete "Linus Pauling Institute of Science and Medicine", eine der Hochburgen der orthomolekularen Medizin, von den massiven Dosen Vitamin C wieder abgekommen.
Vitamin C, gut oder schlecht?
Vitamin C ist schon gut
Die von ihm empfohlenen hohen Dosen orientieren sich an der körpereigenen L-(+)Ascorbinsäure-Produktion von Hunden und Schweinen. Untersuchungen mit C14 markierter Ascorbinsäure zeigten aber, dass der tägliche Ascorbatumsatz des Menschen unabhängig von der Ascorbinsäurezufuhr nur etwa 20 mg beträgt. Sicher kann der Bedarf unter Umständen erheblich höher sein, aber auf 1000 mg pro Tag kommt man auf keinen Fall. Das schaffen, bezogen aufs Körpergewicht, nicht mal sich ausschließlich von Früchten ernährende Affen, die ja ebenfalls kein Vitamin C in der Leber produzieren können.
Man kann meines Erachtens nicht pauschal sagen, dass die orthomolekulare Medizin, der Pauling anhing, durchweg pseudowissenschaftlicher Unsinn ist, aber ihre Anhänger sparen nicht eben mit vollmundigen (und nicht belegten) Behauptungen (die bei den Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln für gesunde Gewinne sorgen).
Paulings bekannteste Behauptung, die dass hohe Dosen Vitamin C vor Erkältung schützen, konnte bislang durch keine wissenschaftliche Studie bestätigt werden. (Obwohl z. B. Roche sehr an einem positiven Ergebnis der Tests interessiert war.) Was stimmt: bei Infekten ist der Vitamin C-Bedarf etwas erhöht, Hausmittel wie warmer (nicht heißer!) Zitronen- oder Orangensaft oder Hagebuttenkompott bei Schnupfen sind also durchaus sinnvoll. Dass Vitamin C-Mangel Infekte begünstigt und der Bedarf bei bereits ausgebrochener Erkrankung erhöht ist, bedeutet nicht automatisch, dass hohe Dosen Vitamin C den Ausbruch eines Infektes verhindern oder wenigstens die Krankheitsdauer wesentlich verkürzen können. Pauling formulierte das als seriöser Wissenschaftler nur als Hypothese - allerdings stellte er sich stur, als diese Hypothese nicht bestätigt werden konnte.
Heute ist sogar das von Pauling gegründete "Linus Pauling Institute of Science and Medicine", eine der Hochburgen der orthomolekularen Medizin, von den massiven Dosen Vitamin C wieder abgekommen.