Wirr-Licht - 15. Aug, 10:37

ein schlechter mensch

"honi soit qui mal y pense", oder so ähnlich.

schlecht, wer schlechtes dabei denkt.

wer bei nackheit (ob kind oder erwachsen) immer gleich an porno bzw. gewalt denkt, hat doch irgendwie einen an der waffel. dennoch würde ich vermeiden, das nacktbilder von mir - sagen wir - ins internet kommen. oder auf ein nudistenblättchen.

und das, obwohl ich durchaus pro-naggisch bin.

die eigentliche problematik sehe ich daher darin, das gerade kinder und jugendliche da wohl wenig bis garnichts zu entscheiden haben - kaum ein kind/jugendlicher will nackt in der offentlichkeit stehen, vermute ich mal.

MMarheinecke - 15. Aug, 14:08

Die Selbstbestimmung bzw. der Mangel daran ist ja gar nicht das (jetzt mit viel Hysterie angereicherte) Problem. Wenn es darum ginge, wäre die Diskussion etwa um Spanner / Amateur-Paparazzis weitaus sachlicher.
Ich gehe z. B. davon aus, dass das Mädchen, das damals auf dem Titel der DFK-Broschüre abgebildet war, nichts dagegen hatte. Wobei es gerade solche "Standard-Archivfotos" unter Umständen mehrere Jahre alt sind, bis sie verwendet werden, dass also das "kleine Mädchen" bei Drucklegung gar nicht mehr klein war.
Völlig anders sieht das bei den in den erwähnten "Pseudo-FKK"-Magazinen aus (ich bin wirklich froh, dass es sie nicht mehr gibt). Schon deshalb, weil die Fotos oft unter falschen Angaben über den Verwendungszweck gemacht wurden, also die Zustimmung der fotografierten Kinder und ihrer Eltern erschlichen war. (Ich habe mich da ein wenig umgehört.)
Es gibt immer das "Recht am eigenen Bild", d. h. jeder, der irgend wo ein Foto von sich, egal ob nackt oder angezogen, entdeckt, und damit nicht einverstanden ist, kann dagegen klagen - und bekommt fast immer Recht. (Ausnahmen: "Persönlichkeiten des Zeitgeschehens" - aber auch Promis haben einen Anspruch auf Privatsphäre und setzen ihn gegen Paparazzis erfolgreich durch.) Die "FKK-Hefte" konnten sich nur deshalb so lange halten, weil die darin Abgebildeten jungen Menschen in aller Regel gar nicht mitbekamen, dass ihre Bilder in diesen Zusammenhang veröffentlicht wurden.
Es sind aber nicht die verletzten Persönlichkeitsrechte, sondern ist die zur Hysterie gesteigerte Angst vor "sexuellem Missbrauch", der Eltern buchstäblich verrückt macht.

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