Die Definition des Ideologen kann sehr wohl auf die Unzahl der mit den bekannten Schlagworten agierenden Netzfreiheitskämpfer auch gelten. Man sollte sich nicht wundern, wenn man da irgendwann nicht mehr Ernst genommen wird, wenn mit Begriffen wie "SSchäuble" oder "Zensursula" nur noch so herumgeworfen wird. Schön auch dieses kleine Beispiel hier, wo ein simpler Referrer zum Indiz des Überwachungsstaates wird.
Ich finde die "Netzgemeinde" katapultiert sich mit ihren zum Teil vollkommen überzogenen Formulierungen und Vergleichen immer ein weiter ins abseits. Als Partygags sind Begriffe wie die oben genannten mal ganz nett - als seriöse politische Auseinandersetzung vollkommen kontraproduktiv.
Wirr-Licht - 19. Jun, 11:37
als seriöse politische Auseinandersetzung vollkommen kontraproduktiv.
im gegenteil - im zeitalter der "political correctness" haben ja sogar solche satririsch-karrikierenden wortspielchen einen gewissen knalleffekt, der zumindest ein wenig aufmerksamkeit erregt. die schlagworte "SSchäuble" "Stasi 2.0" oder "ZensUrsula" sind selbstverständlich keine basis für eine diskussion, wohl aber für den konflikt und die auseinandersetzung.
im vergleich zum biederen konfliktvermeidungsvokabular der politik (was ja irgendwie schon fast "doublespeak" ist), auf das eh´ niemand hört, muss doch mal irgendwer das maul aufmachen.
schliesslich wird man als "normalbürger" ja auch schon wie eine unter terrorverdacht stehende person überwacht, gefilmt, einem hinterherspionert, kurz gesagt: einem wird hinterhergeschäublet. und vorher guckt die zensursula, das man auch ja angst hat, im netz zu fischen.
nicht das irgendwer versucht, die scheiss-kinderficker bzw. deren machenschaften zu bestrafen, nein, das wäre ja zu viel verlangt.
da könnte man ja gleich hergehen, und die mafia verhaften, anstatt die kleinen fische zu fangen.
... erwähnte ich ja schon im Beitrag. Nur ist es so, dass der Ideologieverdacht gegenüber Netzaktivisten schon seit über 10 Jahren im Raum steht (in vielen Fällen: zu recht), während die Feinde des "offenes Netzes", abgesehen von den manchmal in der Tat grotesken Vorwürfen ideologisierter Netzaktivisten, als die - vielleicht manchmal etwas aktionistischen, vielleicht manchmal schlecht informierten, aber doch mehr oder weniger pragmatisch Denkenden dastehen. (Und zwar nicht nur in der "Holzpresse".)
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die heftigen, politisch inkorrekten, Sprüche nützen oder schaden. Im Falle des Namens "Piratenpartei" bin ich der Ansicht, dass er dienlich ist: ein Vorwurf - "ihr seid doch alle Internet-Piraten, euch geht's doch nur im Downloads, ohne zu zahlen" - wird ironisch aufgegriffen. "Stasi 2.0" ist grenzwertig, was den politischen-taktischen Nutzen angeht, ebenso "Zensursula" - allerdings angesichts der heftigen, auch nicht eben rücksichtsvollen Vorwürfe und Verdächtigungen aus dem Munde Schäubles oder von der Leyens als Ausdruck der Wut angebracht. Denn es muss, von unserer Seite aus, kommuniziert werden, wie groß die Wut schon ist.
Wobei ich den Eindruck habe, dass wir erst dann wirklich ernst genommen werden, wenn 160.000 wütende Menschen tatsächlich auf der Straße stehen.
Ich finde die "Netzgemeinde" katapultiert sich mit ihren zum Teil vollkommen überzogenen Formulierungen und Vergleichen immer ein weiter ins abseits. Als Partygags sind Begriffe wie die oben genannten mal ganz nett - als seriöse politische Auseinandersetzung vollkommen kontraproduktiv.
im gegenteil - im zeitalter der "political correctness" haben ja sogar solche satririsch-karrikierenden wortspielchen einen gewissen knalleffekt, der zumindest ein wenig aufmerksamkeit erregt. die schlagworte "SSchäuble" "Stasi 2.0" oder "ZensUrsula" sind selbstverständlich keine basis für eine diskussion, wohl aber für den konflikt und die auseinandersetzung.
im vergleich zum biederen konfliktvermeidungsvokabular der politik (was ja irgendwie schon fast "doublespeak" ist), auf das eh´ niemand hört, muss doch mal irgendwer das maul aufmachen.
schliesslich wird man als "normalbürger" ja auch schon wie eine unter terrorverdacht stehende person überwacht, gefilmt, einem hinterherspionert, kurz gesagt: einem wird hinterhergeschäublet. und vorher guckt die zensursula, das man auch ja angst hat, im netz zu fischen.
nicht das irgendwer versucht, die scheiss-kinderficker bzw. deren machenschaften zu bestrafen, nein, das wäre ja zu viel verlangt.
da könnte man ja gleich hergehen, und die mafia verhaften, anstatt die kleinen fische zu fangen.
Dass auf beiden Seiten Ideologen am Werk sind ...
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die heftigen, politisch inkorrekten, Sprüche nützen oder schaden. Im Falle des Namens "Piratenpartei" bin ich der Ansicht, dass er dienlich ist: ein Vorwurf - "ihr seid doch alle Internet-Piraten, euch geht's doch nur im Downloads, ohne zu zahlen" - wird ironisch aufgegriffen. "Stasi 2.0" ist grenzwertig, was den politischen-taktischen Nutzen angeht, ebenso "Zensursula" - allerdings angesichts der heftigen, auch nicht eben rücksichtsvollen Vorwürfe und Verdächtigungen aus dem Munde Schäubles oder von der Leyens als Ausdruck der Wut angebracht. Denn es muss, von unserer Seite aus, kommuniziert werden, wie groß die Wut schon ist.
Wobei ich den Eindruck habe, dass wir erst dann wirklich ernst genommen werden, wenn 160.000 wütende Menschen tatsächlich auf der Straße stehen.