Vielleicht ist das auch die "deutsche Mentalität", die gerne mal aus allem einen Elefanten macht?
Also ich weiß nicht, habe auch den Link von Niggemaier geklickt und da einen Kommentar gefunden
Zitat:
"Kann mir irgendeiner der anwesenden Angsthasen erklären, wieso man vor einem Instrument ernsthaft Angst haben muss, das für Zensurzwecke offenbar (so habe ich es zumindes inzwischen gelernt) völlig ungeeignet ist? Und kann mir irgendjemand mal erklären, wieso das ganze „unkontroliert” ist? Zum einen arbeitet das BKA - wie jede andere Polizeibehörde auch - nicht im rechtsfreien Raum, zum anderen würde es keine zehn Minuten der Öffentlichkeit verborgen bleiben, wenn das Stoppschild auf einmal beim Verein der Teckelfreunde Südlüneburg auftauchen würde.
Dass die Aktion weitgehend sinnlos ist, das habe ich inzwischen gelernt. Was an ihr ernsthaft freiheitsgefährdend ist, das vermag ich nicht nachzuvollziehen."
Für "ernsthafte" Zensur taugen die Websperren in der Tat nicht ...
... aber die Zensur setzt in den Köpfen ein, wie ich schon jetzt an der Reaktion einiger Blogger, die "sicherheitshalber" keine Links mehr setzen wollen, erkennen kann. Außerdem lässt der Gesetzentwurf andere, wirksamere Sperrverfahren ausdrücklich zu.
Das Hauptproblem ist: was das BKA auf die Listen setzt, ist praktisch nicht kontrollierbar - und nach dem Gesetzentwurf sind die Provider verpflichtet, das, was auf der Liste ist, auch zu sperren - auch wenn es nach Ansicht der Provider legale Inhalte sind.
Ich traue dem BKA, seitdem es z. B. im Fall "Militante Gruppe" / Andrej Holm Ermittlungsakten frisiert hat, nicht mehr so recht über den Weg. Da arbeitete das BKA zwar nicht im rechtsfreien Raum, aber unter Bruch geltenden Rechts.
Bei Dackelzüchterverein wird das Stoppschild nicht auftauchen - warum denn auch? Aber es könnte, wie in Finnland tatsächlich geschehen, durchaus mal die Seite eines Zensurkritikers treffen.
Peter (Gast) - 25. Apr, 20:20
Die wollen jetzt nicht mehr auf Kinderpornoseiten verlinken, oder wie?
Nein im Ernst, das hat mir ein bißchen den Anschein von Theater.
Wie Begründen diese Blogger ihre - in meinen Augen - erst mal nicht nachzuvollziehende Haltung?
Das Hauptproblem kann ich zwar nachvollziehen, aber ich seh das nicht so dramatisch. Die BKA-Liste ist nicht öffentlich einsehbar,
aber als Betreiber oder Leser merke ich ja sofort, ob meine Seite einfach mal zensiert wurde.
Peter (Gast) - 25. Apr, 20:25
PS:...
...kann man seinen Beitrag hier irgendwie editieren, wenn einem Rechtschreib- und Grammatikfehler erst nach dem Sichern auffallen? ;)
...?
Also ich weiß nicht, habe auch den Link von Niggemaier geklickt und da einen Kommentar gefunden
Zitat:
"Kann mir irgendeiner der anwesenden Angsthasen erklären, wieso man vor einem Instrument ernsthaft Angst haben muss, das für Zensurzwecke offenbar (so habe ich es zumindes inzwischen gelernt) völlig ungeeignet ist? Und kann mir irgendjemand mal erklären, wieso das ganze „unkontroliert” ist? Zum einen arbeitet das BKA - wie jede andere Polizeibehörde auch - nicht im rechtsfreien Raum, zum anderen würde es keine zehn Minuten der Öffentlichkeit verborgen bleiben, wenn das Stoppschild auf einmal beim Verein der Teckelfreunde Südlüneburg auftauchen würde.
Dass die Aktion weitgehend sinnlos ist, das habe ich inzwischen gelernt. Was an ihr ernsthaft freiheitsgefährdend ist, das vermag ich nicht nachzuvollziehen."
Für "ernsthafte" Zensur taugen die Websperren in der Tat nicht ...
Das Hauptproblem ist: was das BKA auf die Listen setzt, ist praktisch nicht kontrollierbar - und nach dem Gesetzentwurf sind die Provider verpflichtet, das, was auf der Liste ist, auch zu sperren - auch wenn es nach Ansicht der Provider legale Inhalte sind.
Ich traue dem BKA, seitdem es z. B. im Fall
"Militante Gruppe" / Andrej Holm Ermittlungsakten frisiert hat, nicht mehr so recht über den Weg. Da arbeitete das BKA zwar nicht im rechtsfreien Raum, aber unter Bruch geltenden Rechts.
Bei Dackelzüchterverein wird das Stoppschild nicht auftauchen - warum denn auch? Aber es könnte, wie in Finnland tatsächlich geschehen, durchaus mal die Seite eines Zensurkritikers treffen.
Die wollen jetzt nicht mehr auf Kinderpornoseiten verlinken, oder wie?
Wie Begründen diese Blogger ihre - in meinen Augen - erst mal nicht nachzuvollziehende Haltung?
Das Hauptproblem kann ich zwar nachvollziehen, aber ich seh das nicht so dramatisch. Die BKA-Liste ist nicht öffentlich einsehbar,
aber als Betreiber oder Leser merke ich ja sofort, ob meine Seite einfach mal zensiert wurde.
PS:...