Aus der Annahme, dass die meisten Kosten im letzten Lebensjahr verursacht werden, kann man leider nicht schließen, dass die Kosten der anderen Lebensjahre gleich verteilt seien. Ich empfehle den Besuch eines beliebigen Wartezimmers eines beliebigen Allgemeinarztes zu einer beliebigen Zeit...
"dass sich nicht fortlaufend Besserverdienende aus dem System verabschieden "
Selbst wenn man ein Freund solcher Zwangssysteme ist: Die meisten davon vergessen, dass die Melkkühe auch Kosten verursachen.
"dass Unternehmen dazu gezwungen werden, die Älteren tatsächlich auch zu beschäftigen und nicht auf Kosten der Allgemeinheit zu entsorgen"
Ein besseres Investitionsvermeidungs- und Wettbewerbsbeschränkungsprogramm könnte ich mir nicht vorstellen.
Aber: Put your money where your mouth is. Gründe ein Unternehmen, und stelle überwiegend Ältere ein.
Selbst wenn man ein Freund solcher Zwangssysteme ist
...
Gründe ein Unternehmen, und stelle überwiegend Ältere ein.
Aus gesellschaftlicher Sicht kann es zweckmäßig sein, Systeme aufrecht zu erhalten, die ein Teil der Bevölkerung als Zwangssysteme empfindet - weil es für die Gesellschaft insgesamt besser ist (vielleicht sogar kostengünstiger). Denn auf der Ebene der Politik ist das Wohlergehen der Wirtschaft oder der Besserverdienenden nur ein Kriterium und hoffentlich nicht das entscheidende.
Im Übrigen kann das Beschäftigen älterer Arbeitnehmer durchaus wirtschaftlich sein. BMW in Leipzig hat z.B. von Anfang an eine ausgewogene Beschäftigtenstruktur angestrebt. Das wirtschaftliche Kalkül ist auch sehr leicht verständlich: Auf diese Weise geht jedes Jahr ein gleich bleibender Prozentsatz an Arbeitnehmern in Rente. Entweder kann man dann problemlos den dann geringen personellen Ersatz einstellen und anlernen, oder man fährt auf eine sanfte Art die Zahl der Beschäftigten herunter. Der Krankenstand der Älteren ist übrigens dort nicht höher als der der Jüngeren. - Vielleicht ist deine Beobachtung aus den Wartezimmern nicht Ursache sondern Folge unserer Wirtschaftspolitik. - Nur so als Idee.
Ich habe gerade mal nachgerechnet, in meiner Firma beträgt das Durchschnittsalter etwa 44. Ist allerdings keine typische Firma, weil der Akademikeranteil bei 2/3 liegt. Das Durchschnittsalter in Deutschland liegt derzeit um die 41.
"dass sich nicht fortlaufend Besserverdienende aus dem System verabschieden "
Selbst wenn man ein Freund solcher Zwangssysteme ist: Die meisten davon vergessen, dass die Melkkühe auch Kosten verursachen.
"dass Unternehmen dazu gezwungen werden, die Älteren tatsächlich auch zu beschäftigen und nicht auf Kosten der Allgemeinheit zu entsorgen"
Ein besseres Investitionsvermeidungs- und Wettbewerbsbeschränkungsprogramm könnte ich mir nicht vorstellen.
Aber: Put your money where your mouth is. Gründe ein Unternehmen, und stelle überwiegend Ältere ein.
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Gründe ein Unternehmen, und stelle überwiegend Ältere ein.
Aus gesellschaftlicher Sicht kann es zweckmäßig sein, Systeme aufrecht zu erhalten, die ein Teil der Bevölkerung als Zwangssysteme empfindet - weil es für die Gesellschaft insgesamt besser ist (vielleicht sogar kostengünstiger). Denn auf der Ebene der Politik ist das Wohlergehen der Wirtschaft oder der Besserverdienenden nur ein Kriterium und hoffentlich nicht das entscheidende.
Im Übrigen kann das Beschäftigen älterer Arbeitnehmer durchaus wirtschaftlich sein. BMW in Leipzig hat z.B. von Anfang an eine ausgewogene Beschäftigtenstruktur angestrebt. Das wirtschaftliche Kalkül ist auch sehr leicht verständlich: Auf diese Weise geht jedes Jahr ein gleich bleibender Prozentsatz an Arbeitnehmern in Rente. Entweder kann man dann problemlos den dann geringen personellen Ersatz einstellen und anlernen, oder man fährt auf eine sanfte Art die Zahl der Beschäftigten herunter. Der Krankenstand der Älteren ist übrigens dort nicht höher als der der Jüngeren. - Vielleicht ist deine Beobachtung aus den Wartezimmern nicht Ursache sondern Folge unserer Wirtschaftspolitik. - Nur so als Idee.
Ich habe gerade mal nachgerechnet, in meiner Firma beträgt das Durchschnittsalter etwa 44. Ist allerdings keine typische Firma, weil der Akademikeranteil bei 2/3 liegt. Das Durchschnittsalter in Deutschland liegt derzeit um die 41.