Immerhin hege ich einen gewissen Respekt davor, dass er so etwas wie einen Gottesbeweis versucht - im Gegensatz zu Robert Zollitsch, der einfach nur glaubt bzw. sein (unverkennbar katholische) Christentum für wahr hält.
Lütz' Ansatz würde ich als eine Variante des Kontingenzbeweises einordnen - dass es etwas geben müsse, das mit Notwendigkeit existiert, damit das viele zufällig Existierende, existieren könne.
Lütz channelt da eigentlich nur Robert Spaemann und seinen "letzten Gottesbeweis". Aus anderen Texten von ihm wird das deutlicher. Ich halte das ja eher für eine Abart des subjektiven Idealismus a la Berkeley: nur dass bei Spaemann nicht Unbeobachtetem die Existenz abgesprochen wird, sondern nicht mehr länger Erinnertem die Wahrheit. Was meiner Ansicht nach nur Wortgeschwurbel und ein Mangel an Reflexion von Bedeutungsinhalten und Erkenntnisgrenzen ist (Wahrheit als entitätische Wesensheit nicht als Relation zwischen Vorstellung und einer wie auch immer aussehenden maßgebenden Realität).
Und wenn dieser "ewige Gott" nicht existiert, existiere ich auch nicht? :D
Jari
So in etwa stellt es sich jedenfalls der Lütz vor
Lütz' Ansatz würde ich als eine Variante des Kontingenzbeweises einordnen - dass es etwas geben müsse, das mit Notwendigkeit existiert, damit das viele zufällig Existierende, existieren könne.
Eher idealistisch