wer von camp schweigt kann über kitsch nichts sagen.
die rede von kitsch, beinhaltet immer die reproduktion einer norm; z.b. der norm des herrschenden bildungsbürgerlichen kunstgeschmacks und kunstbetriebs gegenüber ihren verwerfungen 'als kitsch' des 'anderen'. z.b.:
als proletenhaft/kleinbürgerlich (falsche klasse),
als zu süß/effeminiert (falsche geschlechtlichkeit/sexualität/lust)
als zu primitiv (knüpfen da rassisierende diskurse an?),
als kopiert/unauthentisch (kritikpunkt: ontologisierung/naturalisierung von normen) usw...
nur zu einem teil steckt da die verwerfung entlang von qualität drin, über die evtl ein konsens herrschen könnte (?schlecht gemachtes?, "dümmlich tröstendes"?, verlogenes?)
soweit, so kompliziert....
... denn weder möchte man es sich nehmen, dümmliche ästhetiken als solche zu bewerten, noch möchte ich im bewerten, dass gesellschaftlichen normen das wort geredet wird, die mir eh die ganze zeit recht unästhetisch auf die füsse treten, deswegen ist auch individuelles (für MICH ist das kitsch) nicht wirklich eine lösung.... wobei kontextualisieren da schon weiterhilft.
ja, deswegen komme ich, wenns um kitsch geht immer mit camp, aber wie jetzt....
camp kommt erstmal wie eine umdrehung der bewertung daher, nimmt den verworfenen kitsch als das 'wahre, gute und schöne', aber eben (in abgrenzung zum abfeiern von 'trash') mit dem ironischen wissen und einer sensibilität, dass es so einfach nicht ist... mit 'der wahrheit, dem guten und (den) schönen'.
es ist und bleibt kompliziert, denn der sexismus in den bildern wird ja nicht zum problem, weil er kitschig daherkommt, und kitschige sexualisierte bilder sind nicht unbedingt sexistisch und nicht unbedingt nicht-sexistisch.
es geht eben auch um die frage wer das bestimmen kann und wer nicht die möglichkeit/macht dazu hat.... das gehört eben auch zum kontext.
von daher fand ich es so beim mitlesen so ganz passend den sexismus (und heterosexismus!) der valleja bilder als sexismus benannt vorzufinden und nicht nur unter dem deckmäntelchen von kitsch verschleiert behandelt zu lesen.
wer von camp schweigt kann über kitsch nichts sagen.
als proletenhaft/kleinbürgerlich (falsche klasse),
als zu süß/effeminiert (falsche geschlechtlichkeit/sexualität/lust)
als zu primitiv (knüpfen da rassisierende diskurse an?),
als kopiert/unauthentisch (kritikpunkt: ontologisierung/naturalisierung von normen) usw...
nur zu einem teil steckt da die verwerfung entlang von qualität drin, über die evtl ein konsens herrschen könnte (?schlecht gemachtes?, "dümmlich tröstendes"?, verlogenes?)
soweit, so kompliziert....
... denn weder möchte man es sich nehmen, dümmliche ästhetiken als solche zu bewerten, noch möchte ich im bewerten, dass gesellschaftlichen normen das wort geredet wird, die mir eh die ganze zeit recht unästhetisch auf die füsse treten, deswegen ist auch individuelles (für MICH ist das kitsch) nicht wirklich eine lösung.... wobei kontextualisieren da schon weiterhilft.
ja, deswegen komme ich, wenns um kitsch geht immer mit camp, aber wie jetzt....
camp kommt erstmal wie eine umdrehung der bewertung daher, nimmt den verworfenen kitsch als das 'wahre, gute und schöne', aber eben (in abgrenzung zum abfeiern von 'trash') mit dem ironischen wissen und einer sensibilität, dass es so einfach nicht ist... mit 'der wahrheit, dem guten und (den) schönen'.
z.b. hier und hier
es ist und bleibt kompliziert, denn der sexismus in den bildern wird ja nicht zum problem, weil er kitschig daherkommt, und kitschige sexualisierte bilder sind nicht unbedingt sexistisch und nicht unbedingt nicht-sexistisch.
es geht eben auch um die frage wer das bestimmen kann und wer nicht die möglichkeit/macht dazu hat.... das gehört eben auch zum kontext.
von daher fand ich es so beim mitlesen so ganz passend den sexismus (und heterosexismus!) der valleja bilder als sexismus benannt vorzufinden und nicht nur unter dem deckmäntelchen von kitsch verschleiert behandelt zu lesen.