Für mich steht ebenfalls nicht fest, dass die Globalisierung zwangsläufig zur Verarmung großer Teile der Bevölkerung führen muss. Die Konsequenzen der jetzigen Entwicklung finden sich in einem weiteren Spiegelartikel, der heute morgen nur zwei Positionen weiter unten steht: Geheimpakt der roten Damen.
Die spannende Frage der nächsten Jahre bis Jahrzehnte ist jetzt für mich, ob Demokratie tatsächlich funktioniert. D.h. ob sich Zustände, die für große Teile der Bevölkerung immer schlechter werden, tatsächlich gewaltfrei ändern lassen.
Ganz offensichtlich sind Teile der alten politischen Klasse nicht in der Lage, funktionierende Konzepte anzubieten - weil sie selbst noch nicht stark genug betroffen sind. Mit Interesse verfolge ich die Änderungen in der Argumentation gegen die Linke. Zuerst war es die SED-Vergangenheit, jetzt ist es Populismus. Das ist der letzte Versuch, sich um die Auseinandersetzung mit den Thesen (und den Konzepten!) zu drücken. Auch diese Frontlinie wird auf Dauer nicht zu halten sein.
Nicht die Globalisierung führt zur Verarmung breiter Bevölkerungsschichten, sondern die Gier und der Egoismus der Profiteure und die mangelnde Bereitschaft, oder Kraft, hier regulierend einzugreifen. Geld ist genügend vorhanden, bündelt sich aber mit zunehmender Geschwindigkeit in den Händen einer Minderheit, die letztendlich nicht einmal bereit ist den gesetzlich vorgeschriebenen Anteil an die Gemeinschaft abzuführen.
Gelingt es dem demokratischen Staat nicht schnellstmöglich wieder das Gefühl von Gerechtigkeit herzustellen, von Chancen- aber auch wirtschaftlicher Gerechtigkeit, so gerät das demokratische System in Gefahr. Nicht durch die Linkspartei, welche ja das Unbehagen mit dem momentanen Zustand in demokratische Bahnen kanalisiert, sondern durch die sogenannten Volksparteien, welche mittlerweile von Lobbyisten und Interessenvertretern des Kapitals so durchsetzt sind, dass von dort kaum Vernunft und Augenmaß zu erwarten ist. Allerdings deutet die atemberaubende Geschwindigkeit, mit der die Frontlinien zur Linkspartei nun fallen, darauf hin, dass zumindest Teile der SPD die Zeichen der Zeit erkannt haben.
Die spannende Frage der nächsten Jahre bis Jahrzehnte ist jetzt für mich, ob Demokratie tatsächlich funktioniert. D.h. ob sich Zustände, die für große Teile der Bevölkerung immer schlechter werden, tatsächlich gewaltfrei ändern lassen.
Ganz offensichtlich sind Teile der alten politischen Klasse nicht in der Lage, funktionierende Konzepte anzubieten - weil sie selbst noch nicht stark genug betroffen sind. Mit Interesse verfolge ich die Änderungen in der Argumentation gegen die Linke. Zuerst war es die SED-Vergangenheit, jetzt ist es Populismus. Das ist der letzte Versuch, sich um die Auseinandersetzung mit den Thesen (und den Konzepten!) zu drücken. Auch diese Frontlinie wird auf Dauer nicht zu halten sein.
Gelingt es dem demokratischen Staat nicht schnellstmöglich wieder das Gefühl von Gerechtigkeit herzustellen, von Chancen- aber auch wirtschaftlicher Gerechtigkeit, so gerät das demokratische System in Gefahr. Nicht durch die Linkspartei, welche ja das Unbehagen mit dem momentanen Zustand in demokratische Bahnen kanalisiert, sondern durch die sogenannten Volksparteien, welche mittlerweile von Lobbyisten und Interessenvertretern des Kapitals so durchsetzt sind, dass von dort kaum Vernunft und Augenmaß zu erwarten ist. Allerdings deutet die atemberaubende Geschwindigkeit, mit der die Frontlinien zur Linkspartei nun fallen, darauf hin, dass zumindest Teile der SPD die Zeichen der Zeit erkannt haben.