Also ich gehöre ja nicht zu den Anhängern von Verschwörungstheorien... ich glaube auch nicht, daß das Ende der Welt nahe ist... oder daß sowieso alles sinnlos ist und wir Menschen uns zwangsläufig selbst auslöschen werden...
Aber ich bin auch weder blind noch blöde... und habe eine rege Phantasie... und wenn ich mir so ansehe, welche Zukunfszenarien uns blühen könnten (NICHT müssen!)... da wird mir oft schon ganz anders...
Noch vor ein paar Jahren habe ich mir keine Sorgen gemacht, daß unser Staat mir irgendwas böses wollen könnte...
Aber bei den derzeitigen politischen Tendenzen sehe ich doch auch immer mehr eine schleichende 'totalisierung' unseres Staates... und wenn das so weiter geht, dann könnte es in nicht allzu ferner Zukunft vorbei sein mit Freiheit und Demokratie...
Was werden wir wohl eines Tages unseren Kindern oder Enkeln sagen, wenn sie uns irgendwann fragen, was wir getan haben um das zu verhindern...?
Viele Grüße
Aurisa
atta troll (Gast) - 3. Dez, 23:03
Ja Aurisa,
mich hat die Erkenntnis auch sehr geschockt, dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich ist. Ich bin ja damit aufgewachsen und dachte, es wäre ein Optimalzustand, denn man nun auf Dauer erhalten wolle. Aber möglicherweise lebten wir hier bisher nur eine Art Insel der Seligen im Windschatten des Kalten Krieges.
Da das Grundgesetz dem "nie-wieder"-Impuls nach den Schrecken des Dritten Reiches entsprang, hat man eigentlich schon versucht, es möglichst weit gegen totalitäre Vorstöße abzusichern. Aber das reicht halt nicht, wenn die Menschen, die damit zu tun haben, es schlicht aushebeln und niemand dagegen aufsteht.
Da habe ich schon Angst, dass, wenn man die Leute nur ausreichend unter Angsthypnose setzt, der Ruf nach einem starken Staat, der Sicherheit verspricht, überlaut wird. Und zum Aufbau von Druck auf den einzelnen gibt es ja nicht nur ominöse Terrorwarnungen, sondern auch die Drohung mit Arbeitslosigkeit etc. pp, die nahelegt, man solle sich doch anpassen und "lebenslaufoptimieren". Und vor allem kann vieles unwidersprochen durchgehen, wenn man es scheibchenweise macht. Ist ja bloß eine kleine Verschlechterung...
Leider fürchte ich inzwischen, dass John Adams, einer der Begründer der amerikanischen Verfassung, recht hatte, als er sagte: "Bedenkt, Demokratie hält niemals lange an. Bald schwindet sie dahin, erschöpft sich und bringt sich schließlich selbst um. Es gibt keine Demokratie, die nicht irgendwann Selbstmord verübt." Und ich glaube, dass es weniger Verschwörungen sind, sondern vielmehr Machtgier einerseits und Trägheit andererseits (also ganz normale menschliche Schwächen), die die Demokratie gefährden.
Nur: wie könnte wohl die geeignete Umsetzung von Artikel 20 GG aussehen? Außer bei einigen Aktionen wie der hier http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/51/70 mitzumachen, fällt mir nicht wirklich was ein.
LG
atta
Aber ich bin auch weder blind noch blöde... und habe eine rege Phantasie... und wenn ich mir so ansehe, welche Zukunfszenarien uns blühen könnten (NICHT müssen!)... da wird mir oft schon ganz anders...
Noch vor ein paar Jahren habe ich mir keine Sorgen gemacht, daß unser Staat mir irgendwas böses wollen könnte...
Aber bei den derzeitigen politischen Tendenzen sehe ich doch auch immer mehr eine schleichende 'totalisierung' unseres Staates... und wenn das so weiter geht, dann könnte es in nicht allzu ferner Zukunft vorbei sein mit Freiheit und Demokratie...
Was werden wir wohl eines Tages unseren Kindern oder Enkeln sagen, wenn sie uns irgendwann fragen, was wir getan haben um das zu verhindern...?
Viele Grüße
Aurisa
mich hat die Erkenntnis auch sehr geschockt, dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich ist. Ich bin ja damit aufgewachsen und dachte, es wäre ein Optimalzustand, denn man nun auf Dauer erhalten wolle. Aber möglicherweise lebten wir hier bisher nur eine Art Insel der Seligen im Windschatten des Kalten Krieges.
Da das Grundgesetz dem "nie-wieder"-Impuls nach den Schrecken des Dritten Reiches entsprang, hat man eigentlich schon versucht, es möglichst weit gegen totalitäre Vorstöße abzusichern. Aber das reicht halt nicht, wenn die Menschen, die damit zu tun haben, es schlicht aushebeln und niemand dagegen aufsteht.
Da habe ich schon Angst, dass, wenn man die Leute nur ausreichend unter Angsthypnose setzt, der Ruf nach einem starken Staat, der Sicherheit verspricht, überlaut wird. Und zum Aufbau von Druck auf den einzelnen gibt es ja nicht nur ominöse Terrorwarnungen, sondern auch die Drohung mit Arbeitslosigkeit etc. pp, die nahelegt, man solle sich doch anpassen und "lebenslaufoptimieren". Und vor allem kann vieles unwidersprochen durchgehen, wenn man es scheibchenweise macht. Ist ja bloß eine kleine Verschlechterung...
Leider fürchte ich inzwischen, dass John Adams, einer der Begründer der amerikanischen Verfassung, recht hatte, als er sagte: "Bedenkt, Demokratie hält niemals lange an. Bald schwindet sie dahin, erschöpft sich und bringt sich schließlich selbst um. Es gibt keine Demokratie, die nicht irgendwann Selbstmord verübt." Und ich glaube, dass es weniger Verschwörungen sind, sondern vielmehr Machtgier einerseits und Trägheit andererseits (also ganz normale menschliche Schwächen), die die Demokratie gefährden.
Nur: wie könnte wohl die geeignete Umsetzung von Artikel 20 GG aussehen? Außer bei einigen Aktionen wie der hier http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/51/70 mitzumachen, fällt mir nicht wirklich was ein.
LG
atta