> Genau so echt wie die Angst vor "dem Fremden", die aus dem
> Konzept des "Kampf der Zivilisationen" spricht.
Der berüchtigte "othering" Diskurs soziologisierender, sehr, sehr guter Menschen? Was noch? Kommt 'ne Runde critical whiteness studies dazu? Mit Ketchup oder Mayo? Schwachmatische Ahmadis, die Schwulsein mit Schweinefleischverzehr erklären, sind und bleiben mir fremd, ebenso wie christkatholische oder russisch-orthodoxe spirituelle Tiefflieger. Allerdings mache ich einen kulturalistischen Einwand: Vatikan, Patriarchat und Evangelikale achten Apostaten und Schwule zwar nicht, aber nur eine extreme Minderheit trachtet ihnen -gar gesetzlich festgelegt- noch nach dem Leben, wohingegen es bei Sunnis und Schiiten bestenfalls die de-facto Anerkennung fremder Rechtsordnungen gibt - and the list goes on. Machen wir uns nichts vor: bei schwer beklagter "Fremd"erklärung geht es nicht um Jünger Lao-tses oder Khoi-san Animisten, es handelt sich vielmehr ganz allein um ein Chiffre für die Religion des Friedens, patents pending.
Nein, keine Angst, ich weiß sehr zu schätzen, dass - 250 Jahre Aufklärung und Sekularirisierung sei Dank - selbst unter fanatischen fundamentalistische Christen das Ketzerverbrennen außer Mode gekommen ist. Und dass das bei islamischen Integristen noch nicht so weit ist, übersehe ich nicht. (Integristen - Ich finde diesen aus der französischen Diskussion stammenden Begriff wenige mißverstandlich als Islamisten oder gar islamische Fundamentalisten. Islamofaschisten würde es auch ganz gut treffen.) Glücklicherweise sind die wenigsten Moslems Integristen, so wenig, wie die wenigsten Christen fanatische Fundis sind.
Also: die Gefahr, die von islamafaschistischen Terrorismus ausgeht, übersehe ich nicht. Ich bezweifle aber, dass gegen Selbstmordattentäter die geplanten "präventiven "Sicherheitsmaßnahmen" irgend etwas nützen - siehe Israel. Was aber etwas nützt, dass ist sich von Terroristen nicht einschüchtern lassen - auch siehe Israel. Das Leben geht weiter, muß weiter gehen, wenn vor lauter Sicherheitsmaßnahmen kein normales Leben mehr möglich wäre, haben die Terroristen gewonnen.
Schäuble und Co. machen genau das, was die Terroristen von ihnen erwarten: sie schüren Angst und Hass, bauen Freiheitsrechte ab.
Mussas sein?
> Konzept des "Kampf der Zivilisationen" spricht.
Der berüchtigte "othering" Diskurs soziologisierender, sehr, sehr guter Menschen? Was noch? Kommt 'ne Runde critical whiteness studies dazu? Mit Ketchup oder Mayo? Schwachmatische Ahmadis, die Schwulsein mit Schweinefleischverzehr erklären, sind und bleiben mir fremd, ebenso wie christkatholische oder russisch-orthodoxe spirituelle Tiefflieger. Allerdings mache ich einen kulturalistischen Einwand: Vatikan, Patriarchat und Evangelikale achten Apostaten und Schwule zwar nicht, aber nur eine extreme Minderheit trachtet ihnen -gar gesetzlich festgelegt- noch nach dem Leben, wohingegen es bei Sunnis und Schiiten bestenfalls die de-facto Anerkennung fremder Rechtsordnungen gibt - and the list goes on. Machen wir uns nichts vor: bei schwer beklagter "Fremd"erklärung geht es nicht um Jünger Lao-tses oder Khoi-san Animisten, es handelt sich vielmehr ganz allein um ein Chiffre für die Religion des Friedens, patents pending.
Jo, dat mutt!
Also: die Gefahr, die von islamafaschistischen Terrorismus ausgeht, übersehe ich nicht. Ich bezweifle aber, dass gegen Selbstmordattentäter die geplanten "präventiven "Sicherheitsmaßnahmen" irgend etwas nützen - siehe Israel. Was aber etwas nützt, dass ist sich von Terroristen nicht einschüchtern lassen - auch siehe Israel. Das Leben geht weiter, muß weiter gehen, wenn vor lauter Sicherheitsmaßnahmen kein normales Leben mehr möglich wäre, haben die Terroristen gewonnen.
Schäuble und Co. machen genau das, was die Terroristen von ihnen erwarten: sie schüren Angst und Hass, bauen Freiheitsrechte ab.